Department of Justice mit möglichen Maßnahmen gegen Merge Netzwerk

Das amerikanische Department of Justice (DoJ) plant, erste Schritte gegen das Merge Gaming Network einzuleiten.

Gemäß der Quellen, welche dem Portal Subject:Poker von dem Vorhaben der Behörden berichteten, beabsichtigt das Attorney’s Office im District von Maryland, das Betriebsvermögen des Netzwerkes sowie das aller Zahlungsabwickler, welche die Transaktionen zwischen Merge und seinen US-Kunden ermöglichten, zu beschlagnahmen.

Es ist noch immer unklar, welche Zahlungsabwicklungsunternehmen genau im Fadenkreuz des DoJ stehen. Ebenfalls offen ist, ob es zusätzlich zu den Beschlagnahmungen weitere Maßnahmen geben wird oder ob das DoJ auch die Domainnamen blockiert, so wie es beim Black Friday der Fall war. Die Quellen legen weiter offen, dass die geplanten Aktionen „Mitte bis Ende September“ stattfinden könnten. Jedoch wird angemerkt, dass das DoJ nicht nach fixen Datenangaben handle und dass die Vorhaben deshalb auch früher oder später über die Bühne gehen könnten.

Die Ankündigungen kommen gerade nach den halbherzigen Versuchen des Merge Netzwerks, das Doj günstig zu stimmen, indem man seit dem 24. Mai keine neuen US Spieler mehr auf der Plattform aufnimmt.

Das Problem ist jedoch, dass das Merge Netzwerk zum einen noch immer bestehenden amerikanischen Spielern erlaubt, auf der Plattform zu spielen. Zum anderen wurde vor ein paar Wochen die Registrierung für US Spieler wieder zugänglich gemacht, was einem klaren Verstoß gegen den Unlawful Internet Gambling Enforcement Act (UIEGA) entspricht. Genau dies war nach Interpretationen des Statuts durch amerikanischen Behörden auch damals der Auslöser für den Black Friday.

Es bleibt weiterhin unbekannt, ob das gesamte Merge Netzwerk seine Kunden- und Unternehmensgelder in separaten Konten hält oder nicht. Deshalb ist es auch schwierig vorauszusagen, welches Ausmaß eine möglichen Beschlagnahmung von Geldern und Domains auf Spielerseite hätte.

Schenkt man der Quelle Glauben bezüglich des Datums für die angeblich noch diesen Monat stattfindende Beschlagnahmung, so haben US Spieler, welche derzeit mit Wartezeiten von ca. 30 Tagen beim Cashout rechnen müssen, keine Chance mehr, durch einen Antrag auf Auszahlung einem möglichen Vorhaben des DoJ aus dem Weg zu gehen.

Spieler außerhalb der USA sehen sich mit anderen Umständen konfrontiert. Sie haben die Möglichkeit, sich innerhalb weniger Tage statt innerhalb von Wochen die Gelder auszahlen zu lassen. Deshalb haben schon viele Spieler außerhalb der USA damit begonnen, Cashouts vorzunehmen, um Auszahlungsverspätungen zu vermeiden. Diese Schwierigkeiten könnten auftreten, sollte sich die Ankündigung der Quellen tatsächlich bewahrheiten. Wie man bei anderen Pokerräumen gesehen hat, können solche Eingriffe der US-Regierung sehr schmerzhaft für die finanzielle Gesundheit der Seiten sein. Deshalb sind die Spieler außerhalb der USA nicht bereit dazu, ein weiteres Risiko mit ihren Bankrolls einzugehen.

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Von Seiten des Netzwerkes wird allerdings die Sicherheit der Gelder versprochen. Ein Vertreter von Carbon Poker – eine der größten Skins im Merge Netzwerk– hält den Artikel von Subject Poker für reine Spekulation, verspricht jedoch gleichzeitig die Sicherheit der Spielergelder:

„Player funds ARE segregated and 100% safe. CarbonPoker is committed to the US market and that’s not changing. Honestly, the Subject Poker article, based on the comments I read earlier, is being seen for what it is. It’s baseless speculation. Merge is staying in the US market. I understand players taking a cynical view based on last 5 months, but there’s no more plain way to say. Player funds are separate [sic] and safe.“

Ein Vertreter von RPM Poker, ebenfalls zu Merge gehörend, bestätigte die Empfindungen von Carbon Poker mit seiner Aussage:

„Player funds and operational expenses are never mixed, and player funds are always safe and secure. You’re correct; it’s been mentioned before and this has not changed. The license Merge has obtained from the LGA requires this. As far as that article goes, RPM Poker has no comment to make on speculation.“

Als eine erste Reaktion auf den Bericht von Subject Poker verlor das Merge Netzwerk 10 Prozent seines Traffic innerhalb von drei Tagen verglichen mit der Woche zuvor. PokerScout.com berichtet ebenfalls, dass der Traffic zur Prime Time ebenfalls um 25 Prozent abgenommen hat.

Hier geht es zum original Artikel von SubjectPoker.

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