Der Full Tilt Poker Skandal – 300 Millionen fehlen!

Was passiert mit Full Tilt und deren Eigentümer? Was ist mit den 300 Millionen Dollar, die noch an die Spieler zu zahlen sind? Was genau steckt eigentlich hinter Full Tilt Poker? Diesen Fragen wollen wir uns in den nächsten Tagen dringlichst widmen und halten euch top aktuell auf dem Laufendem!

Nachdem bereits gestern die Bombe platzte, dass das DOJ ihre Zivilklage erweiterte, gibt es heute einiges mehr an Informationen. Denn unter anderem bezeichnete das US-Justiz Ministerium Full Tilt als Schneeballsystem.

Manhattans US-Justizminister Preet Bharara gab gestern bekannt, dass Full Tilt Poker ‚keine legitime Poker Firma sei, sondern eher der globale ‚Ponzi-Trick‚. Dieser Begriff ist im englischen Sprachraum eine gebräuchliche Bezeichnung für die in Deutschland bekannten Schneeball-Systeme und beruht sich auf einen alten Trick von Charles Ponzi.

Mit einem Köder wurden die Kunden gelockt, Geld zu investieren. Ponzi versprach, dass Geld nach kurzer Zeit zu verdoppeln. Als die Kunden den Erfolg des Geschäfts zu spüren bekamen, investierten sie immer mehr, manche sogar ihr ganzes Hab und Gut. So konnte Ponzi in den 20er-Jahren im 20. Jahundert über 15 Millionen Dollar ‚erwirtschaften‘. So hätte auch Full Tilt ihren Spielern Geld geliehen, damit sie weiterhin auf der Plattform spielen. Mit den Einzahlungen der Spieler wiederum, wurden die Taschen der Eigentümer voll gemacht. So sollen Lederer eben die 38 Millionen Dollar erhalten haben, Ferguson 24 Millionen, Bitar  40 Millionen und Furst 12 Millionen.

David Angeli, Anwalt von Rafe Furst, machte deutlich, dass sein ‚Klient nichts Unrechtes getan habe. Er habe lediglich im Interesse seiner Überzeugung und im Interesse der Spieler gehandelt.‘ Ziemlich dürftig die Erklärung. Die Anwälte von Ferguson und Bitar schwiegen und Howard Lederer wurde zu einer Stellungnahme nicht erreicht.

Die Verantwortlichen von Full Tilt erläuterten im August ihren Schuldenberg. 115 Millionen Dollar hätte das DOJ beschlagnahmt und 42 Millionen Dollar seien von Drittanbieter für Zahlungs-Prozessen gestohlen worden. So könnte man die Schulden nicht zurückzahlen.

Das Wall Street Journal hat detailliert untersucht, wie die Betreiber von Full Tilt Poker in den letzten Monaten ein Katz und Maus Spiel rund um den Globus mit den amerikanischen Behörden führte. Den sehr ausführlichen Artikel findet ihr hier.

Das wäre ja noch das Hearing zu erwähnen, dass angeblich heute in den letzten Tag geht. Bisher wurde stillschweigen bewahrt über das, was vor Ort besprochen wurde. Eins ist jedoch sicher, die Schlinge um Lederer, Ferguson und Bitar wird immer enger. Charles Ponzi zumindest starb 1949 im Alter von 67 Jahren nach rund 25 Jahren mehrmaligem Gefängnis Aufenthalt in der Armenabteilung eines Spitals in Rio de Janeiro – blind und teilweise gelähmt.

Die Pros nehmen Stellung. Tom Dwan packt aus. Alles in Kürze auf Hochgepokert.com.

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