Full Tilt Poker: Furst schreibt einen Brief, Hansen wusste nichts und FTP ist keine Abzocke

Nachdem Full Tilt Poker Pro Tom Dwan sein Schweigen gebrochen hat, melden sich nun auch andere Teammitglieder zu Wort. Aber auch die Anwälte von FTP kontern und widersprechen den Vorwürfen, dass der Poker Room eine reines „Ponzi Schema“ ist.

Rafe Furst, der neben Howard Lederer und Chris Ferguson, in die ‚Reihe der Angeklagten‘ aufgenommen wurde, hat sich mit einem offenen Brief gemeldet. Im Großen und Ganzen kann er nicht viel sagen, hat jedoch Vertrauen in das Rechtssystem. Allen Skeptikern legt er ans Herz, man soll bedenken „nicht alles, was man liest, ist wahr“ und er solange als unschuldig gilt, bis das Gegenteil bewiesen wurde. Eine Kopie des Originalschreibens gibt es weiter unten.

Gus Hansen hat sich ebenfalls gemeldet und lies via seines Agenten in der dänischen Zeitung Extra Bladet verlauten: „Ich wusste über nichts Bescheid„. Bis zum Black Friday glaubte Hansen, dass die Spielergelder auf getrennten Konten gelagert wurden. Zudem hat Gus Hansen auch nie an irgendwelchen Entscheidungen teilgenommen. Hier eine von Google übersetzte Version des Artikels.

Die Dritten im Bunde sind die Rechtsvertreter von Full Tilt Poker. Diese prangern den Vorwurf an, dass Full Tilt Poker einen Ponzi-Trick (engl. Ponzi Scheme; Schneeballsystem, Pyramidenspiel) abgezogen hat. Diesen Begriff verwendete Staatsanwalt Preet Bharara. Jeff Ifrah sagte hierzu: „Ein Ponzi Trick sieht vor, dass man eine Investition tätigen muss, um einen hohen Gewinn zu bekommen. Nichts davon fand hier statt.“ Vielmehr sei das Unternehmen „vielleicht schlecht verwaltet gewesen.“ (Quelle: Wall Street Journal)

Zu guter Letzt noch eine Meldung aus der Full Tilt Poker Zentrale in Dublin. Die rund 550 Mitarbeiter von Pocket Kings haben seit drei Monaten nichts zu tun und müssen die Zeit überbrücken. Dass von der Leitung nur dürftig Informationen weiter gegeben werden und in der internationalen Presse nur schlechte Nachrichten auftauchen, macht die Stimmung auch nicht besser. „Die Moral ist wirklich schlecht“ so ein Mitarbeiter in einem Interview mit Reuters.

Die für heute angekündigte Meldung der Alderney Gambling Control Commission bleibt noch aus. Wir von hochgepokert.com bleiben am Ball und halten euch auf dem Laufenden.

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Offener Brief von Rafe FurstBy now you’ve no doubt heard about the allegations against me in a Federal civil suit regarding Full Tilt Poker.  Because of the seriousness of the allegations I’m not able to comment at all about the pending case, much as I would like to.  From a moral, personal and interpersonal perspective I feel I’ve got nothing to hide.  And since I trust in our system of justice and have the utmost respect for my legal counsel, I will refrain from talking about the case until it’s resolved.

What I would like to express here is concern for my family, friends, colleagues and supporters who believe in me and who feel my pain as if it were their own.  It sucks to have to endure the character assassination and potshots being taken at me in the media and social networks without being able to defend myself.  Privately though I have received incredible support from many of you, and I can’t tell you how much it means to me.  May you never have to endure something like this, but if you do, I hope you have friends as good as mine.

To the skeptics, please consider that not everything you read is true, and our society is built on a presumption of innocence until proven otherwise.  It’s difficult to take back hurtful things that you might later regret, when the damage has already been done.

To those of you who have asked what you can do to show your support, I am grateful for the offer.  My only request at this time would be to not let the naysayers and haters be the only voices out there expressing their opinion of me. My twitter is @rafefurst, and I’d love to hear from you publicly.

With Respect and Love,

Rafe

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