Drama Bomb: Bodog und PokerScout im Clinch

Zwischen Bodog und PokerScout verhärten sich die Fronten. Der Pokeranbieter wirft den Datensammlern Erpressung vor, PokerScout wiederum bezichtigt die Leute von Bodog der dreisten Lüge. Beide Partien führen dabei einen offenen Schlagabtausch auf allen Kanälen und der Streit entwickelt sich langsam zu einer verbalen Schlammschlacht.

Auslöser der Auseinandersetzung ist die neuste Software von Bodog Poker. Wie wir bereits berichteten, hat der Online Poker Room seinen Client umgestellt, sodass Datensammler wie beispielsweise Poker Table Rankings volle Tische nicht mehr auswerten können.

Aber auch PokerScout sollte damit ausgeschlossen werden, denn wie nun bekannt wurde, will Bodog schon lange nicht mehr auf der Website gelistet werden. Das US-Justizministerium nutzte offenbar deren Daten, denn PokerStars, Full Tilt Poker sowie Absolut Poker und Ultimate Bet waren die führenden Anbieter vor dem Black Friday.

Mit dem Wegfall von FTP, AP und UB rückte Bodog auf die Spitzenpositionen nach und befürchtete ins Visier der Justiz zu geraten. Daher sollte PokerScout alle Informationen zu Bodog von der Seite nehmen und deren Spielerzahlen nicht mehr auswerten. Doch PokerScout lehnte ab.

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Mit dem Software Update von Bodog wollte man nun anscheinend PokerScout blocken, zumindest behauptet man dies auf PokerScout.com: „Bodog hat dies angeblich getan, um Gelegenheitsspieler vor den Winning Playern zu schützen. Jedoch wird es immer offensichtlicher, dass man damit vor allem PokerScout daran hindern wollte, Bodog’s Traffic zu ermitteln. Seit dem Update hat Bodog Fehlinformationen veröffentlicht und wilde Anschuldigungen gegen PokerScout, hauptsächlich mit deren Sprachrohr der Calvin Ayre Website.“

Zudem wurde seitens PokerScout aufgelistet, dass man immer noch genug Daten auf Bodog sammeln könnte, um damit die gesamte Spielerzahl zuverlässig zu ermitteln: „PokerScouts Arbeitsablauf ist weitgehend unbetroffen von diesem Schritt.

Einen Tag darauf meldete sich Bill Beatty auf CalvinyAyre.com und holte zum Gegenschlag aus. Zum einen würde die Blockierungstechnik von Bodog funktionieren, zum anderen würde man auf PokerScout nicht die ganze Wahrheit sagen:

Bodog wendete sich an Dan Stewart (Anm: Gründer von PokerScout), um von den Listen genommen zu werden. Dan Stewart dachte über die Bitte nach und bot an Bodog von der Seite zu nehmen jedoch nur, wenn man Stewart einen siebenstelligen Betrag […] zahlt. Das ist ein Erpressungsversuch der alten Schule.

Kurz darauf kam dann via Twitter die Reaktion von PokerScout: „Mehr Lügen kommen von Bodogs Sprachrohr. Was für eine Überraschung. Es ist so enttäuschend.“ Wir dürfen uns bequem zurücklehnen und zusehen, wie es im Schlagabtausch weiter geht.


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