Doyle Brunson, Barry Greenstein und die AGCC – alle Reden über Full Tilt Poker

Während es derzeit rund um Full Tilt Poker ein wenig ruhiger wurde, melden sich nun andere zum Thema. Die Alderney Gambling Control Commission veröffentlichte ein neues Presseschreiben und gibt Spielern Tipps, wie diese an ihr Geld kommen könnten. Ebenfalls zu Wort gemeldet haben sich Barry Greenstein und Doyle Brunson, die bei der EPT London in einem Interview mit PokerListings über FTP sprachen.

Die Poker-Pros wurden zur aktuellen Situation von FTP sowie den Vorwürfen seitens des US-Justizministeriums befragt. Doyle Brunson: „Ich bin sehr überrascht, weil ich Howard [Lederer] seit vielen Jahren kenne und immer sehr viel von ihm gehalten habe. Ich habe immer geglaubt, er ist eine sehr ethische Person und ich habe zu glauben, dass er wirklich nicht wusste, was vor sich ging.

Greenstein sieht es ein wenig anders, ist jedoch weit davon entfernt, Lederer und Ferguson zu dämonisieren. Vielmehr sind „Pokerspieler keine guten Geschäftsleute.“ Greenstein ist der festen Überzeugung, es war ihnen nicht bewusst, dass sie ihre Kunden bestehlen, sondern das die Zahlungen Anteile am Gewinn waren.

Die meisten Jungs aus dem Team FullTilt sind Freunde von mir und die meisten wussten definitiv nicht, was da abging. […] Ich weiß, sie hatten keine Schecks oder Bilanzen zur Stelle, was für mich als Gambler verständlich ist, weil ich [ebenso] bei jedem Geschäft, dass ich jemals machte, immer die falsche Entscheidung getroffen habe.

Quelle: PokerListings.com

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Die Alderney Gambling Control Commission wendet sich in der Sache zu Full Tilt Poker direkt an die Spieler. Wirklich hilfreich ist das Presseschreiben nicht, denn einmal mehr weißt die AGCC alle Verantwortung von sich und rät den geprellten Spielern den Gang zur Polizei oder zum Anwalt.

Nach dem Widerruf der Lizenzen ist die AGCC nicht mehr befugt, wegen Spielerproblemen oder Meinungsverschiedenheiten mit Full Tilt zu verhandeln oder zu schlichten (ausgeschlossen sind Spieler, die unter einer Adresse in der Schweiz gemeldet sind). Die Spieler haben folgende Optionen:

1) Full Tilt wurde aufgefordert, einen Kontakt für Spieler bereitzustellen. Dies steht noch aus und wird nach Erhalt hier eingefügt werden.
2) Jeder Spieler, der sich als Opfer eines Verbrechens sieht […] sollte als aller erstes zur lokalen Polizei gehen […] und dies dort berichten. Diese Berichte werden zentral koordiniert.
3) […] Zivilklagen von Spielern gegen Full Tilt wurden eingeleitet, einige davon als Sammelklagen, die mehrere Spieler durch britischen, amerikanischen und kanadischen Anwälte repräsentieren. Details zu den zuständigen Unternehmen können über das Internet gefunden werden.

Original:

On-going concerns of Full Tilt’s registered players.

Following the revocation of the licences, AGCC no longer has authority to intermediate or arbitrate on player issues or disputes with Full Tilt (excepting for players registered under a Swiss address). Players may have the following alternative options:

1. Full Tilt has been requested to provide a specific player contact: this is awaited and will be incorporated here upon receipt.
2. Any player who believes they are a victim of crime, as a result of their dealings with Full Tilt, should in the first instance contact their own local police in their country of residence and report the matter to them. These reports will then be co-ordinated centrally.
3. It is understood that a number of civil actions have been initiated by players against Full Tilt, some as class actions representing multiple players by UK, US and Canadian lawyers. Details of the firms concerned can be found through internet search.

Quelle: GamblingControl.org

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