Cannes: High-Tech Betrug am Pokertisch

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Anfang der Woche haben die französischen Behörden fünf Verdächtige festgenommen, die europaweit an Casinotischen betrogen haben sollen. Mit unsichtbarer Tinte und speziellen Infrarot Brillen haben sie markierte Karten lesen können, als wären sie aufgedeckt. Laut Polizeiangaben sollen sie alleine in Cannes so über €60.000 erbeutet haben.

Die Bande schlug im Casino Barrière Les Princes zu und machte mit ihrer ungewöhnlichen Gewinnsträhne die Casinosicherheit auf sich aufmerksam. Am ersten Abend kassierten drei Kunden rund €44.000 ab, und als das Trio am nächsten Abend wieder so erfolgreich war, wurden sie beim Verlassen des Casinos festgenommen.

In diesem Zusammenhang ergriff die Polizei auch noch einen Dealer des Casinos sowie einen weiteren Verdächtigen, der für ein Casino in Nizza arbeiten soll. Die drei Hauptverdächtigen stammen aus Italien und sollen Verbindungen zum organisierten Verbrechen haben.

Laut der Zeitung Le Parisiene sollen die Betrüger an einem Stud Pokertisch ihre Masche abgezogen haben. Andere Quellen berichten von einem Spiel gegen das Casino, was für Caribbean Stud Poker sprechen würde.

Der Betrug mit unsichtbarer Tinte und High-Tech Brillen oder Linsen ist nicht neu. Dass jedoch eine Bande in Europa auf Beutezug war – die verhafteten Personen sollen unter anderem auch in einem Casino an der Cote d’Azur zugeschlagen haben – ist allerdings neu.

Daniel Negreanu hat diese Problematik bei der letzten WSOP zum Thema gemacht und sprach sich für ein Verbot von Sonnenbrillen am Pokertisch aus.

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