Weniger Geld bei Full Tilt Poker beschlagnahmt – Die AGCC korrigiert ihre Aussage

Die Alderney Gambling Control Commission hat gestern die Aussage, das US-Justizministerium hat $331 Millionen bei Full Tilt Poker beschlagnahmt, aus ihrem Beschluss vom 29. September zum Lizenzentzug von Full Tilt Poker, korrigiert. Kurz nach dem AGCC-Statement meldete sich auch Subject Poker zu Wort und gab an, das Department of Justice hat lediglich rund $159 Millionen vom Online Poker Room eingefroren.

In einem Presseschreiben meldete die AGCC, dass die Aussage „die Höhe der vom US-Justizministerium zwischen dem 28. Juni 2007 und dem 20. Juni 2011 beschlagnahmten Gelder“ beläuft sich auf „etwa $331 Millionen“ falsch sei. Vielmehr ist dies die Summe der Gelder „die Full Tilt Poker nicht zur Verfügung standen.“ Allerdings ändert dies nicht den Beschluss der AGCC und die Lizenz ist weiterhin weg: „Die falsche Angabe hat daher keiner Bedeutung hinsichtlich der Entscheidung der Kommission in dieser Sache.

Während die Mitteilung der AGCC etwas knapp ist (vgl. das Original Presseschreiben unten) hat man sich bei Subject Poker (SP) die Mühe gemacht, die Sache genauer zu analysieren. SP kommt auf rund $159 Millionen, die das DoJ beschlagnahmt hat, eine Summe, die sich mit der Aussage von Full Tilt Poker einigermaßen deckt. Bei FTP gab man an, dass $115 Millionen innerhalb von zwei Jahren vor dem 15. April 2011 beschlagnahmt wurden. Weitere $60 Millionen wurden dann Ende März, also kurz vor dem Black Friday beschlagnahmt.

Die Differenz von über $170 Millionen, die FTP immer noch fehlen, ergibt sich laut SP wohl aus den $42 Millionen, die Daniel Tzvetkoff dem Online Poker Room unterschlagen hat, sowie den $131 Millionen an Phantomgeldern.

Der AGCC sowie SP liegt ein Dokument (Document JS21(I)) vor, dass in der Anhörung in London eine zentrale Rolle spielte. Allerdings sind in diesem Dokument laut SP einige Fehler enthalten, sodass nicht ganz klar ist, wie Full Tilt Poker beziehungsweise die AGCC letztendlich auf die $331 Millionen kommen.

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Original Presseschreiben der Alderney Gambling Control Commission: „AGCC wishes to correct and clarify an erroneous statement contained in the Commission tribunal’s published determination notice of the hearing into Full Tilt, which includes the statement:- “the individual seizures made by the Department of Justice during the period 28th June 2007 to 20th June 2011, which amount to a cumulative total of approximately $331 million US Dollars.” The underlying evidence in the hearing clearly demonstrated that $331 million was the total of funds unavailable to Full Tilt, of which DOJ seizures formed only a part. The mis-statement is thus not of significance in the Commission’s assessment of the matter.

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