Der Fall Full Tilt Poker: Gegen die AGCC wird ermittelt

Laut pokerfuse.com soll der Lizenzentzug durch die Alderney Gambling Control Commission (AGCC) im Fall Full Tilt Poker von einer unabhängigen Untersuchungskommission überprüft werden.

Die Untersuchungen sollen die Methoden und Entscheidungen der AGCC auf den Prüfstand stellen, die zur Aussetzung und schlussendlich zur Aufhebung von Full Tilts Betriebserlaubnis führten. Angeführt werden die Untersuchungen vom ehemaligen Vorsitzenden der UK Gambling Kommission, Peter Dean.

In einem ersten offiziellen Statement sagte der Geschäftsführer der AGCC, André Wilsenach: “Wir glauben, dass wir uns zu jeder Zeit angemessen und fair verhalten haben. Doch nach unserer eigenen internen Begutachtung und den zwangsläufig aufgekommenen Fragen von Dritten hat die Kommission entschieden, dass es im besten Interesse der Spieler, Lizenzhalter und der AGCC ist, eine unabhängige Untersuchung durchzuführen, deren Ergebnisse veröffentlichen werden.“

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Die AGCC hatte Full Tilts Lizenz im Zuge des „Black Fridays“ ausgesetzt. Drei Monate nach der Aussetzung entzog die AGCC die Lizenz vollends. Diesen Schritt begründete man damit, dass man im Bezug auf den Status der Spielergelder bei Full Tilt „getäuscht wurde“.

Insbesondere diese späte Entscheidung und das zu große Vertrauen in die Ehrlichkeit des Lizenznehmers werden beanstandet. Auch der Umstand, dass man nicht auf separate Konten für Unternehmens-und Spielergelder bestand, wird kritisch beäugt.

Zu diesen Vorwürfen sagte Wilsenach, dass separate Spielerkonten nicht die Wunderwaffe seien und ein gewisses Maß an Vertrauen notwendig sei. Im Falle von Full Tilt sei dies auch angemessen gewesen. Weiter beschreibt Wilsenach, dass der AGCC, im Gegensatz zum DoJ, bekannt war, dass es keine separaten Konten gab. Dies sei jedoch für die AGCC kein Grund zur Sorge gewesen, da man über Berichte verfügte, die andeuteten, dass Full Tilt genügend Mittel besäße, um die Spielergelder abzudecken.

Erst im Zuge der eigenen Untersuchungen nach dem „Black Friday“ habe man feststellen müssen, dass die Angaben Full Tilts nicht der Wahrheit entsprächen, so Wilsenach weiter.

Im März 2012 wird Peter Dean seine Ergebnisse und Empfehlungen gegenüber der Kommission vorstellen.


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