Cake Poker bekämpft geschäftstüchtige Spieler mit Willkür und Drohungen

Im Cake Poker Network müssen US-Spieler bei Auszahlungsanfragen, spätestens seit dem „Black Friday“, mit ewig langen Wartezeiten rechnen. Spieler außerhalb der USA haben mit diesen Unwägbarkeiten weit weniger Probleme. Ein Umstand, der einige Spieler erfinderisch werden lässt und für andere neue Verdienstmöglichkeiten aufwirft. Im Fall von 2+2 Mitglied „theskillzdatklls“ lief das ganze jedoch nicht so reibungslos, wie erhofft.

Denn um schneller an ihr Geld zu kommen, überweisen einige US-Spieler ihre Gelder via Ingame Transfer an Nicht-US-Spieler, die ihnen das Geld dann auf einem anderen Kanal zukommen lassen – für einen gewissen Obolus versteht sich. Genau dies machte auch 2+2 Mitglied „theskillzdatklls” bis ihm Cake Poker einen Strich durch die Rechnung machte.

Noch im November informierte sich „theskillzdatklls” beim Support über die gängigen „Freispiel“-Vorschriften, um transferierte Gelder abheben zu dürfen. In erster Linie dienen dem Pokerraum diese „Freispiel“-Vorschriften als Schutz vor Geldwäsche und Kreditkartenbetrug. Der Spieler muss also einen gewissen Betrag an Rake produzieren, um die Gelder freizuspielen. Die Anforderungen sind meist sehr niedrig und sollen dem Anbieter lediglich die notwendige Zeit verschaffen, den Kunden zu überprüfen.

Bevor besagter „theskillzdatklls“ jedoch über $70.000 von US-Spielern überwiesen bekam, wollte er von Cake nochmal eine genaue Aussage zu den „Freispiel“-Vorschriften des Pokerraums. Der Kundenservice sagte damals ganz klar, dass pro transferierten Dollar ein FPP (Frequent Player Point) erspielt werden müsse, wobei pro Auszahlung maximal 1000 FPP von Nöten wären. 1000 FPP entsprechen dabei einem Äquivalent von $200 Rake.

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Als es ihm etwas später jedoch untersagt wurde die empfangenen Gelder auszuzahlen, obwohl er die vorgegebenen Anforderungen erreicht hatte, schrieb er den Kundenservice ein weiteres Mal an. Nun teilte man ihm mit, dass die üblichen Anforderungen in seinem Fall angepasst worden seien und er nun 100.000 FPP (ca. $20.000 Rake) frei spielen müsse, statt der vorher angekündigten 10-12.000 FPP. Des Weiteren teilte man „theskillzdatklls“ mit, dass sich Cake Poker nicht als Bank ausnutzen lassen würde und er besser keine Auszahlungen mehr beantragen sollte, ehe er nicht die nötigen FPP’s gesammelt habe. Andernfalls würde man in Erwägung ziehen sein Konto zu sperren und die Gelder zu beschlagnahmen.

Als sich „theskillzdatklls“ in einer neuerlichen Mail ein weiteres Mal auf die „Freispiel“-Vorschriften berief, die man ihm am Anfang nannte, wiederholte Cake Poker seine Haltung: „Es tut mir leid, aber wir werden die zu Beginn geäußerte Transfer-Politik in ihrem Fall nicht anwenden. […] Sie sind ein besonderer Fall. Die meisten anderen Spieler erhalten keine Überweisungen in der Höhe, wie es bei ihnen geschehen ist. […] Wenn ihnen unsere Vorschriften nicht gefallen, werden wir ganz einfach ihr Konto schließen.“

Nach neun Tagen Wartezeit, um die Gemüter abzukühlen, schrieb „theskillzdatklls“ eine weitere Mail an den Kundenservice. Dabei monierte er, dass die zu erspielenden FPP’s selbst unter Berücksichtigung der neuen Anforderungen nicht richtig seien. Zu seiner Überraschung erhielt er daraufhin diese Nachricht vom Security Manager: „Während sie einige Transfers erhielten, um damit zu pokern, waren die meisten lediglich dazu bestimmt von ihnen ausgezahlt zu werden. Die AGB’s von Cake Poker sagen ausdrücklich, dass es ihnen nicht gestattet ist einen ‚Transfer Service‘ über ihr Poker-Konto laufen zu lassen. Wir glauben, dass sie genau das tun. Aus diesem Grund haben wir ihnen die Funktion entzogen Geldtransfers zu erhalten oder zu versenden. Wir bieten ihnen gerne an ihr aktuelles Kontoguthaben abzubuchen, ohne einen weiteren FPP erspielen zu müssen.“

Ein Happy-End also für „theskillzdatklls“, der sein Geld nun abheben kann. Das findige Geschäftsmodell ist jedoch gescheitert.


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