Portugal: Gericht stoppt Glücksspiel Werbung im Sportbereich

Am Montag hat ein Gericht in Portugal gegen den Online Glücksspielkonzern bwin.party digital entertainment entschieden. Das britisch-österreichische Unternehmen soll alle Werbemaßnahmen im gesamten Sportbereich einstellen, da das beworbene Glücksspiel illegal sei. Bwin.party will gegen das Urteil ankämpfen, da es gegen EU-Richtlinien verstößt.

Das portugiesische Gericht hat im Rahmen von Steuer- und Regulierungsurteilen bwin.party ein striktes Werbeverbot erteilt und fordert, dass der Konzern alle Sponsorendeals auflöst. Vorerst will sich bwin.party dem Urteil beugen, doch juristisch dagegen vorgehen.

Doch nicht nur bwin.party protestiert gegen diese Forderung, auch Vereine und Sportverbände äußern sich negativ. Der Liga Portuguesa de Futebol Profissional (LPFP) drohen dadurch Millionenverluste, denn nicht nur bwin.party hat Verträge abgeschlossen, sondern auch Betclic und Betfair. Bei der LPFP spricht man sogar von „einer Gefahr für den ganzen Sportbereich“.

Die Einzigen, die über das Urteil glücklich sind, sind die Vertreter des Lottoanbieters Santa Casa sowie der Portuguese Casino Association, die seit 2005 gegen die Konkurrenz vorgingen: „Wir zahlen sehr teure Lizenzgebühren, also fordern wir vom Staat, dass er illegale Anbieter, die einen unfairen Vorteil haben, bekämpft“, so Artur Mateus, Manager der Casino Vereinigung.

Dies soll jedoch noch lange nicht die endgültige Entscheidung gewesen sein. Ein Sprecher von bwin.party meldete sich diesbezüglich zu Wort: „Das Gericht hat verpasst, geltendes EU-Recht zu beachten. Es kann nicht sein, dass auf der einen Seite aggressiv beworben wird und auf der anderen Seite mögliche Konkurrenten verdrängt werden.

Eduardo Serra Jorge, Anwalt für bwin.party, geht sogar noch einen Schritt weiter: „Es ist an der Zeit, dass der Staat Online Glücksspiel taxiert und es nicht verbietet. Regulierung ist im Interesse der Kunden, der Wirtschaft und dem Staatsbudget.“

Quelle: Reuters

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