Machtkampf bei Wynn Resorts – Kazuo Okada geht weiter in die Offensive

Im Rechtsstreit zwischen Kazuo Okada und Wynn Resorts Ltd. verhärten sich die Fronten. Der japanische Milliardär klagte vergangene Woche auf Einsicht in die Geschäftsbücher. Nun will der Hauptanteilseigner die bevorstehenden Aufsichtsrat-Wahlen beeinflussen.

Gestern hat Kazuo Okada (Foto) bei der U.S. Securities and Exchange Commission eine Anmeldung eingereicht, mit der er drei Kandidaten für den Aufsichtsrat unterstützt. Das zwölfköpfige Komitee wird neu gewählt und der japanische Milliardär möchte fast alle Stellen neu besetzt sehen. Lediglich Elaien Wynn, die Ex-Frau seines Geschäftspartners, wird von Okada nicht abgelehnt.

Kazuo Okada hält indirekt die Aktienmehrheit bei Wynn Resorts. Im letzten Jahr wollte er einen Einblick in die Bücher haben, was ihm verwehrt wurde, obwohl er zu diesem Zeitpunkt noch stellvertretender Vorsitzender war.

Laut eines Sprechers von Wynn Resorts würde Okadas Firma Universal Entertainment Corp. an konkurrierenden Projekten in Asien arbeiten, was einen Interessenkonflikt darstellt. Damit Kazuo Okada kein Insider Wissen erlangen kann, wurde er des Amtes enthoben.

Der Japaner behauptet jedoch, dass er lediglich seine Investitionen schützen wollte. Wynn Resorts hat eine verdächtig hohe Spende an die University of Macau Development Foundation gezahlt, die eigentlich von Kazuo Okada mit einem Veto verhindert wurde.

Okadas neuster Schritt hat jedoch weniger mit Bilanzbüchern und Bauprojekten zu tun. Steve Wynn, der nach seiner Scheidung die Hälfte seiner Aktienanteile an seine Frau abtreten musste, bangt um seine Vormachtstellung und will die Stimmrechte von Okada sowie seiner Frau einschränken, während er seine ausweiten möchte.

Würde Kazuo Okada genügend Kandidaten im Aufsichtsrat platzieren und dort zusammen mit Elaine Wynn arbeiten, wäre Steve Wynn in seinen Handlungen sehr eingeschränkt. Im Frühling versammeln sich die Aktionäre von Wynn Resorts Ltd. Es bleibt weiterhin spannend, was bis dahin noch alles passiert.

Quelle: Las Vegas Review-Journal

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