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16. Februar 2012 | 49 Kommentare


Die Hölle sind die anderen – Von Flaschenpinklern und neuen Helden – Bittere Zeilen über alles

"L'enfer, c'est les autres."   - Jean-Paul Sartre 

Ist ja logisch. Da schreibe ich eine scheinbar gelungene Rezension, freue mich über Lob und virtuelles Schultergeklopfe, aber anstatt weiter zu surfen auf dieser Welle der Sympathie, hole ich mir den nächsten verfügbaren blutigen Kopf. Wenn es böse kommt, gibt es noch Tadel von ganz oben. Die Euroscheine fallen schließlich nicht direkt vom Himmel, da sind noch die Marketingmanager der Online-Pokerrooms dazwischen und die werden definitiv nicht gerne lesen, was ich da jetzt schreibe. Andererseits habe ich im Moment ganz andere Probleme. Mir ekelt gerade ein wenig vor unserm Business und somit ekelt mir auch ein Stück weit vor mir selber.  - Eine Szene aus „Von Haien und Fischen“ will mir einfach nicht aus dem Sinn. Die maltesische Wohngemeinschaft und ihr Zugang zu meiner geliebten Pokerpassion. Ein gruseliges Gefühl und ich komme mir erstmalig scheißalt vor. Drei Online-Cracks geben uns Einblicke in ihr Leben und ihr Denken. Tausende junge Menschen daheim kriegen wohl den Mund nicht zu vor Respekt und Ehrfurcht, während ich mir einsam die müden Augen reibe.  - Quasi aus therapeutischen Gründen schreibe ich mal wieder erbarmungslos, was ich mir wirklich denke. Jugendliche, angeheiterte Personen und schwangere Frauen lesen ab jetzt auf eigene Gefahr.

Eines vorweg. Ich halte diese ehemalige Wohngemeinschaft für keine Dependance der Hölle und ich unterstelle deren Bewohner auch keinesfalls, dass sie als Vertreter Satans bestimmt sind, meine heile Pokerwelt zu vernichten. Es ist noch viel, viel schlimmer! Crazy Sheep und seine beiden Mitbewohner repräsentieren einfach nur eine Generation von Online-“Spielern“ und sind somit quasi erweiterte Kollegen. Für mich ein sehr problematischer Gedanke, wie ich zugeben muss. Alleine die Szene auf der Veranda. Das Meer, die Pier und weit draußen ein malerisches Casino. So richtig dort war noch keiner von den dreien, aber einer hat zumindest schon mal vorbei geschaut. Originalton: „Man sollte es kaum glauben, aber das interessiert uns kaum. Da wird einem so schnell langweilig.“ In einem Casino langweilig? Da sind doch persische Ärzte, arabische Waffenhändler, jüdische ältere Damen mit dunkelblonden Perücken und eigenem Solarium. Da treffen sich Geldverleiher, Edelsteinhändler, Kupplerinnen und Heiratsschwindler neben japanischen Touristen und frischverliebten Pärchen, die schauen wollen, ob man nicht überall Glück zur selben Zeit haben kann. Da klappern die Chips, schwirren die Sprachen und es gibt tausendundeine Geschichten zu erzählen. Und zwar jede Nacht tausendundeine Geschichten. Mindestens! Und die drei Jungs nennen das „langweilig“, setzen sich in ihre schwulen Bürosesseln, die eigentlich den wirklich langweiligen Sesselpfurzern vorbehalten sein sollten, nehmen die Maus in die Hand und geben sich als junge Pokergötter.  - Man stelle sich vor Doc Holiday und Wild Bill Hickok kämen noch einmal auf die Welt. Vielleicht ein Revitalisierungsprogramm vom Großen Floorman da oben und dann würde man ihnen die drei Jungs aus Malta als „Pokerspieler“ vorstellen. Die beiden würden sich ja in der Minute totlachen. Das wäre eine kurze Rückkehr auf unsere Erde. - Vielleicht ist es auch besser so.

Dann die Sache mit der Pinkelflasche. Bisher hielt ich das für eine bösartige Legende ohne jeden wahren Kern. Seit „Von Haien und Fischen“ kenne ich dank der maltesischen Szenen auch den passenden Spruch dazu: „Pissing on the toilett is for the noobs and pissing in a bottle is for the pros“. Man stelle sich mal vor, da sitzt einer vor 35 Tischen und muss auf die Toilette. Querbeet einmal im Big Blind, einmal am Button und weiters ebenso irgendwo dazwischen. Da wird auch das kleine Bedürfnis zum eklatanten Verlustgeschäft und ohne Masterplan geht gar nichts. Scheinbar hat Sartre doch nicht (mehr) recht. Die Hölle sind nicht die anderen. Die Hölle bastelt man sich selber vor dem 30 Zoll Bildschirm und ist noch stolz drauf und tausende junge Menschen aus der „Ich-gewinne-nicht-beim-Pokern-kann-aber-vom-Rakeback-gut-leben-Generation“ klopfen sich auf die Schenkel, wenn sie nicht gerade eine Pinkelflasche in der Hand halten. Gruselig!

Und dann noch die Zusatzprogramme, ohne die so eine Vielzahl an virtuellen Tischen wohl kaum zu bewältigen wäre. Der wohl heikelste Punkt. -  In meiner Rezension zum Film gab es da bereits einige interessante Kommentare. Etwa wenn User „DocR“ diese Hilfsprogramme mit den verbesserten Trainingsbedingungen der Profis beim Fußball vergleicht und weiters ausführt, dass es ja jedem freistünde, sich für relativ kleines Geld einzuarbeiten in die „Little Helpers“.  So gesehen eine Chancengleichheit, die es wohl nur beim Pokern zu geben scheint.  Ein Punkt, den man nicht so ohne weiters ignorieren kann. Nach meiner Betrachtung gehören Programme, die aus anonymen Gegnern gläserne Spieler machen und einem damit die eigene Beobachtung ersparen, doch mehr in die Ecke von Blutdoping, Stereoiden und Anabolika. Abgesehen davon, breche ich ja in dem Fall nicht den Stab über die Nutzer dieser Software (obwohl es mir mehr als nur ein wenig unsympathisch ist), ich verurteile massiv die Anbieter, die nicht alles tun, um die Verwendung der Daten zum Nachteil der schwächeren Spieler abzustellen. Wie dämlich muss man denn sein, wenn man in der unermesslichen Gier nach ohnedies längst vergangenen Zuwachsraten, jeden hofiert, der auf welche Art auch immer, Rekordzahlen an Händen spielt? Und wenn dabei dutzende an ohnedies recht chancenschwachen Novizen verbrannt werden, scheint es auch egal zu sein. Das will mir nicht in den Kopf und das werde ich nie verstehen! Wenn ich meine mittleren und kleinen Partien im Netz spiele, würde ich am liebsten einen Teil meines Rakes zweckgewidmet zahlen. Die besten Techniker sollten alles daran setzen, mich vor flaschenpinkelnden Jungs zu schützen, die auf einen Blick sehen, wie viele Hände ich wann und wie spiele. -Das scheint mir an Diskretion und Sicherheit für meine Dollar nicht zuviel verlangt. 

Aber ich habe noch ein versöhnliches Ende für diese doch recht bittere Kolumne. Es ist noch gar nicht so lange her,  da spielte ich ein $30 SnG. Wir waren noch zu viert bei drei bezahlten Plätzen. Im Chat ging es lustig zu und ganz offensichtlich waren wir alle vier Online-Freizeitspieler aus vier verschiedenen Ländern. „Chuck12344“ (oder so ähnlich) auf Platz Eins hatte eine Internetverbindung von gefühlten 5%. Immer wieder gab es Verzögerungen und irgendwann war er dann weg und lähmend langsam lief die Zeitbank gnadenlos gegen Null. „Where the f... is Chuck?“ tippte das Small Blind in den Chat und dann „Keep the f..... Chuck in the game :) “ und foldete sein Small Blind. Eine nette Idee (leider nicht von mir, aber ich habe selbstverständlich sofort mitgemacht). Statt wie die zugekoksten Hamster so schnell wie möglich auf alle Buttons zu drücken, spielten wir mal zwei Runden so langsam wie möglich. Klar haben wir da in gewisser Weise auf Geld verzichtet, aber man verzichtet auch auf Geld, wenn man den schlafenden Obdachlosen im Park doch nicht die Pfandflaschen stiehlt. So fucking what?  - Und tatsächlich „Chuck12344“ (oder so ähnlich) war dann wieder dabei. Das Modem hatte sich erbarmt und die Connection war stabil. Ich bin dann Zweiter geworden, wenn ich mich richtig erinnere, aber es geht selbstverständlich um etwas völlig Anderes. Während der vierte Gegner mit seinem Modem kämpfte durfte ich erleben, dass man auch im Netz cool sein kann. Ziemlich scheiß-cool sogar. So cool, wie die drei Jungs in Malta niemals sein werden. Und wenn sie fünf Milliarden Hände spielen. Es wird nicht reichen.  - Nicht für mich und nicht für jeden richtigen Pokerspieler. 

Götz Schrage. 


 

49 responses to “Die Hölle sind die anderen – Von Flaschenpinklern und neuen Helden – Bittere Zeilen über alles” RSS icon

  • habt ihr nen funktionierenden link für mich? danke!

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  • schalom – da scheinen sich vor lauter wut auch gleich ein paar fehler eingeschlichen zu haben – ich lese deine kolumne immer sehr gern lieber götz, aber heute kann ich deine meinung nicht teilen – möglicherweise liegt es daran, dass ich deine welt des live-poker spieles nicht kenne und auch einer der nerds bin, die vor den großen bildschirmen sitzen und sich mit den kleinen helferprogrammen herumärgern – dieser crazy sheep aus besagter dokumentation macht doch einen recht sympathischen eindruck (und das sage ich, obwohl er mir schon desöfteren an den tischen mächtig auf die eier gegangen ist) – im übrigen konnte ich keinen coolnessverlust bei mir feststellen, seit ich online poker spiele, aber klar, das werde ich wohl erst unter beweis stellen müssen, falls wir uns mal im casino über den weg laufen

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  • @daniel2.0

    du findest die dokumentation hier: http://videos.arte.tv/de/videos/von_haien_und_fischen-6382904.html

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  • nunja, sowiet ich weiß sind ide maltajungs keine bottlepisser, aber es gibt die definitiv :)

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  • IDS_Loading_CONNECTION_ERROR

    bin aber auch grad in australien, hoff mal dass es deswegen ist!

    trotzdem danke!

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  • Sache der Perspektive. Einige haben eventuell den nötigen Ehrgeiz, bei dem, was sie tun, so gut wie möglich zu sein. Und das geht oft nur durch Disziplin, akribische Arbeit und Durchhaltevermögen.

    Ich jedenfalls hab Respekt für Leute, die sich einer Sache so verschreiben und für eine so professionelle Herangehensweise. Einer, der auf dem Fahrrad nach Frischluft sucht, wird auch nie verstehen, warum sich ein anderer mit dem Rad über die Alpen quält.

    Verstehe eigentlich nicht was daran erschreckend sein soll – weil jemand seinen Anspruch an Professionalität seinem Leben ernster nimmt? Willkommen in der Realität…für die einen ist es die Hölle, für die anderen Selbstverwirklichung.

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  • Ich sehe das genauso wie Götz, auch wen die Jungs sicher ganz sympathisch sind. Die Jungs spielen aber ein ganz anderes Spiel as Götz es kennt.

    Diese massenhaften Tische auf den Bildschirmen erinnern mich mehr an glitzernde, blinkende Automatenspiele als an Poker.

    Und mal ganz im Ernst: was ist der noch der Unterschied zum programmmierten Bot? Spieler wie crazy sheep spielen doch roboterhaft. Sie sehen statistische Zahlen und handeln schematisch:
    Der Big Blind foldet auf ein Raise zu 75% – Raise!
    Der Cutoff raised 35% seiner Hände: Reraise!

    Was zum Teufel ist der Unterschied zu einem Bot? Der Bot-Programmierer programmiert vor dem Spiel, was Crazy Sheep während des Spiels macht.

    Bei aller Sympathie – ich würde es sehr befürworten, wenn während des Spiels ALLE Hilfsmittel geblockt wären. Wer dann noch 30 Tische parallel profitabel spielen kann, ist genial und hats dann einfach verdient.

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  • @Luli:
    Der Unterschied ist, dass die Alpenradler die Freizeitfahrer nicht in den Straßengraben schubsen, sondern mit respektvollem Abstand überholen. Klingelt´s?

    Im Grunde geb´ ich dir Recht Götz. Das größere Problem ist aber aus meiner Sicht, dass diese Geschichte “Jeder kann es schaffen” “das Spiel ist beherrschbar” nach wie vor – nicht nur von den online-Anbietern – verbreitet wird. Ich glaube da schon lange nicht mehr dran – und zwar völlig unabhängig von Hilfsprogrammen.

    Jeder mittelmäßige Spieler, der sich ein bisschen mit dem Spiel beschäftigt hat, weiß doch inzwischen, wie man zB ein MTT oder ein SnG spielt. Im chsh-game gilt das meines Erachtens ebenfalls ab einem bestimmten Limit.

    D.h. der Vorteil der “besseren” Spieler ist minimal. Die Gruppe der Gewinner schmilzt rapide. Die riesengroße Mehrzahl der Spieler schlägt auf lange Sicht nicht mal mehr das Rake – und wer etwas anderes behauptet, hat keinen Schimmer oder arbeitet für die Branche.

    Warum sollten es sich Menschen wie Golser und Strassmann denn antun, jahrelang an einer Internetseite zu arbeiten, um ihre (angebliche) Kompetenz an andere weiterzugeben, wenn sie lukrativ selbst spielen könnten???

    In einem Punkt muss ich aber widersprechen, Götz: crazysheep ist wirklich n netter Kerl.

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  • Vorneweg: Auch ich als Freizeitspieler nutze nen Little Helper, obwohl ich nur max 2 Tische spiel (bin halt doch noch einer von der älteren Generation) aber hauptsächlich weil ich keinen Bock hab ständig auf den Läppi-Bildschirm zu starren um den Russendonks beim Haiefüttern zuzusehen, sondern ich mich nebenher noch mit dem Real Life beschäftige wie z.B. essen, trinken, rauchen, Freundin zufriedenstellen, TV… ;)

    Aber irgendwie kommst Du mir grad vor wie the good old Walter Röhrl als er bei Porsche das erste Mal nen Allrad 11er mit ASR getestet hat und das ziemlich unfair fand, weil ja damit quasi keiner mehr von der Strecke fliegen kann. Hat er dann aber später selber relativiert, als er merkte dass er ohne ASR (das Porsche dann auf seinen Wunsch abschaltbar machte) immer noch schneller ist als die jungen Wilden die keine Ahnung mehr haben wie man mit Gas und Bremse gleichzeitig um die Kurven driftet… ;)

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  • Deine Geschichte vom 30$ SNG ist ja sehr romantisch. Vermutlich hast du aber in deiner Alte-Schule-Poker-Naivität einfach nur nicht realisiert, dass der angeblich so ritterliche Spieler den Chuck nur am Leben lassen wollte, um euch Shortstacks an der bubble weiterhin abusen zu können.

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  • das thema ist , genau wie die problematik, uralt ( in internetzeit gesehen)

    fakt ist, das jemand der tools nutzt die nicht zur eigentlichen software gehören sich einen unsportlichen vorteil gegenüber anderen spielern verschafft, unabhängig ob der anbieter des Pokerrooms diese tools in den AGB ausschliesst oder nicht

    in anderen ” sportarten” nennt man das betrug

    natürlich wäre hier z.b. Pokerstars in der Pflicht, aber da die massgrinder NOCH den meisten Rake produzieren und es zahlungen von “hilfs”-programmanbietern an Stars ( offiziell nicht )gibt werden die den Teufel tun den gelegenheitsspieler zu schützen…

    das einzige was helfen würde, aber dafür sind die deutschen seit jahren zu dumm , wäre ein organisierter boykott aller / vieler Gelegenheitsspieler

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  • Sehr geehrter Götz
    Du siehst das ganze etwas einseitig,und zwar aus der Perspektive des UNWISSENDEN!
    Ich gehöre deiner Altersgruppe an und spiele viel im Livecasino,nichtsdestotrotz ist es auch in unserem Alter möglich,sich in Themen einzuarbeiten und weiterzubilden.
    Meiner Erfahrung nach sind all die Jammerlappen(in deinem Fall möglicherweise zu eitel)zu faul,zu dumm,zu geizig ,oder meist sogar alles zusammen,um sich ein paar Monate mit HM und PTR zu beschäftigen.
    Das hat nicht mit alt oder jung,schwach oder stark zu tun.
    Auch ein 63 jähriger Anfänger hat die Möglichkeit,sich für wenige 100 Euro aufzurüsten und mit Crazysheep anzulegen(Was im Übrigen bei 24 Tischen kein Problem ist,der spielt sehr durchsichtig straightforward.)
    Es jammern nur die Leute (wie du),die früher gewonnen haben und nun zerissen werden, weil sie den Anschluß verpasst haben.
    Und all das Gestreite,Gejammere,das unwürdige und peinliche Dealerbeschimpfen,das horrende Rake und die unverschämte Tiperpressung,Mondpreise für Getränke,die ständigen Bedrohungen……ich vermisse das alles nicht wirklich ,auch wenn es mich doch immer wieder,wenn auch weniger als früher ,an den Livetisch zieht.
    Man kann den jungen Leuten viel vorwerfen(schlechtes Benehmen,Ignoranz und Respektlosigkeit),aber mit Sicherheit nicht,dass sie alles (legale)tun,um höhere Gewinne einzufahren.Das ist nicht gemein/fies/böse ,sondern einfach normal für halbwegs intelligente Menschen.

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  • Erstmal möchte ich mich für die vielen Kommentare bedanken. Lob und Zuspruch freuen mich natürlich, aber ich setze mich selbstverständlich ebenso mit den kritischen Ansätzen zu meinen Thesen auseinander.

    Ein kleines Geständnis vorab, selbstverständlich bin ich ein hoffnungsloser Casino-Romantiker und werde mich da garantiert auch niemals bekehren lassen. Und dann noch eine mir sehr wichtige Klarstellung, Crazy Sheep als Medienmann wird immer einer meiner Favoriten bleiben. Dass er und seine Freunde nutzen, was man nutzen kann um ihrem Beruf nachzugehen, werfe ich ihnen auch nicht vor. Wie ausreichend erklärt trete ich gegen die strukturelle Unterstützung durch die Onliner an. Denen gilt mein Ärger und meine wütenden Zeilen richten sich an die Manager, die solche Entscheidungen mittragen. – Aber das habe ich ausführlich in meinem Editorial behandelt.

    Gut gefällt mir der Ansatz im Kommentar von Biblio – wenn sich die Online-Pros in Zukunft als “Roboterautomatenarbeiter” vorstellen und nicht Pokerspieler nennen, ist doch alles gut :)

    Und wenn Trygan zu recht anmerkt, dass doch ein alter Hut sei, wird er wohl recht haben. Nur es gehört Chuzpe dazu in “arte” aufzutreten und stolz zu zeigen was man da an pokertechnischem Unrat benutzt um “Fische” auszunehmen. – Für mich habe ich mir geschworen, niemals mehr den Begriff “Fisch” zu verwenden, einfach weil ich absichtlich nicht zu den Jungs gehören möchte, die dieses Weltbild vertreten.

    Zuletzt noch ein paar Worte zu Alfigel. – Verstehe was du meinst und ja es könnte natürlich alles genauso sein, wie du es analysierst. Quasi ein jammernder Versuch, der zu kurz gekommenen Semipros. Klar könnte ich so einer sein, der gern möchte, aber den Anschluss verpasst hat und zu lethargisch, alt und schwach ist, sich wieder aufzurappeln. – Aber es ist nicht so. Ich bin mein Leben lang schon naturblöd und mache was ich will und wie es mir in meinen Kram passt. Und mir ist auch egal, ob das unvernünftig oder gar finanziell nachteilig ist. Ich will nicht so sein wie die und ich weiß natürlich nicht, ob ich es könnte und behaupte das auch gar nicht. Es scheitert schon an meiner immensen inneren Ablehnung. Will dich nicht mit meinem Leben langweilige, aber ich habe zwischen meinem 26 und 33 Leben keinen Monat unter 10 000.-E verdient und bin trotzdem ausgestiegen, weil ich es gehasst habe diesen Job zu tun, den ich damals glaubte tun zu müssen. -

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  • Sachpreisturnier

    Ich habe eine gute Methode gefunden, um den Jungs ihren Spaß am Fische ausnehmen zu nehmen.
    Einfach alle 3-4 Monate einen neuen Account eröffnen (großer Freundeskreis mit Leuten die nicht pokern vorausgesetzt). So gibt es über den neuen Pokerspieler erstmal keine Daten oder zu wenige um Aussagekräftig zu sein. Damit kann man den Haien nämlich auch einen Strick drehen und ihnen zeigen, dass man schlauer ist als sie selbst. ;-)
    Wobei, wenn ich live Poker spiele merke ich immer wieder, wie dämlich denn viele Spieler sind, die wollen einfach ausgenommen werden. Und dank Pius´ Sieg ist wieder für reichlich Nachschub an Donkeys gesorgt. :)

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  • ja und was können wir daraus lernen?

    z.b.

    trinke nie aus einer offenen flasche bei einem onlin-grinder.

    ibmavl

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  • Wie groß ist denn der Unterschied noch zwischen jemandem der via Datensammler udn HM-HUD seine entscheidungen ” straight-forward” in sekunden trifft
    und

    einem Botprogramm das sich aus den gleichen datenbanken bedient udn ihm schlussendlich den einen klick dann noch abnimmt ….

    ich für meinen teil komme mit pokertracker oder HM-Manager gut zurecht auch wenn ich sie aktuell nicht benutze und akzeptiere das jeder alle “legalen” möglichkeiten bis an die Schmerzgrenze ausnutzt im online Poker , aber das wird im longrun dem Spiel das genick brechen weil wir nicht den besten Pokerspieler herausfinden sondern den besten scripter, progger oder auch hacker

    udn auch den vergleich mit dem Radsport finde ich sehr passend , auch der hat sich selbst zugrunde gerichtet weil der betrug (doping) einfach solange stillschweigend ( aus image gründen) geduldet wurde , bis jeder der konkurrenzfähig sein wollte es auch tun musste oder eben quitten …

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  • Volltreffer, das war mir zutiefst aus dem Herzen gesprochen!!
    Aber das ist wohl Einstellungsfrage, entweder man liebt das Spiel und das drumherum, oder machts wegen dem Geld. Da geh ich lieber ordentlich arbeiten und alle 2 Stunden gemütlich pissen :)

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  • @Götz Schrage

    Ist German Hawke noch am Leben – oder nennt sich seine Reinkarnation nun Kotbeutel ?

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  • Der springende Punkt ist doch, und dies hat Götz herausgestellt, Poker ist dermaßen pervertiert worden, so dass man kaum noch von Poker sprechen kann.

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  • Hi Götz,

    lass mich kurz ein paar Gedanken dazu beisteuern:

    Zunächst einmal: In den fünf Tagen, die ich bei den Jungs auf Malta verbrachte, habe ich drei sympathische Menschen kennen gelernt, die in meinen Augen Spielernaturen sind, genug Sachverstand aufbringen um mit Hilfe aller möglichen Hilfprogramme und Strategien das Spiel so zu perfektionieren, dass sie öfter Gewinne einfahren als Verluste, aber mittlerweile selbst feststellen müssen, dass das nicht mehr Spiel sondern Arbeit ist.
    Und trotzdem kein Selbstläufer!
    Das in der Doku erwähnte nachjustieren ihres Spielsystems ist überlebenswichtig. Auf Seiten wie “pokertableratings” findest du schnell viele Beispiele von (ex)pros, die trotz aller Hilfe nicht mehr im plus sind. Es ist also auch eine Frage spezieller Fähigkeiten und Talente, die man in sich trägt. Der Vergleich mit Bots greift hier nicht.

    Möchte man diesen Pros ausweichen, findet man viele kleine Portale im Netz, die diese Hilfsprogramme nicht unterstützen, also keinen Datenstromabruf anbieten. Eigentlich ideal für Freizeit und Gelegenheitsspieler.
    Hier allerdings wird teilweise so wild und sinnfrei gespielt, dass nur noch das Glück entscheidet, die Lust am Spiel allmählich abhanden kommt, und man sich einige pros als natürliche Regulatoren geradezu wünscht.

    Als ich noch als Freizeitspieler online unterwegs war, habe ich mich vorzugsweise an Tische gesetzt, an denen mindestens zwei bis drei Multitablespieler saßen. Die konnte ich easy handlen. Ihre Blinds waren ohnehin sichere Beute und wenn die mal preflop raisten, war klar was die jetzt haben. Beispielsweise schon ein kleines gefloptes twopair konnte ich ohne Zögern all in stellen, und wusste AA, KK oder QQ werden routinemässig bezahlen und sind tot (falls sich nicht doch noch da Board paired). Also viele “billige” Angriffe als Investition, aber dann hohes payout wenn das setup stimmt.
    Also eigentlich waren diese Spieler gläsern für mich!

    Mit der beschriebenen Vorgehensweise wird man zwar nicht reich, aber es zeigt: Zu jeder Strategie kann man eine Gegenstrategie entwickeln. Und so wird das über die nächsten Jahre auch online geschehen. Gefragt ist wie immer: Kreativität!

    Also lieber Götz, Kopf hoch und die Spiellaune nicht verderben lassen.

    R.

    @kotbeutel: Ist da vielleicht irgendetwas in deiner frühkindlich analen Phase schief gelaufen? Don’t worry! Für so etwas kannst du professionelle psychologische Hilfe in Anspruch nehmen (zahlt die Krankenkasse).

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  • FastReadyFreddy

    Hi Gamblers,anbei die Anleitung”Pinkeln und Pokern” !

    linke Hand öffnet Hose,rechte Hand…klickt,linke Hand holt etwas “heraus,rechte Hand…klickt schneller,linke Hand holt die Flasche vom Tisch,rechte Hand klickt!Linke Hand positioniert die Flasche und…Strahl läuf,grins rechte Hand klickt noch schneller!Linke Hand stellt die Flasche weg ohne “abgeschüttelt” zu haben,rechte Hand klickt ,linke Hand packt “alles ein (hoffentlich!grins ganz wichtig ist das alles drin ist,sonst…Gefahr…!grins ) und schliesst die Hose (wenn kein ..Aufschrei on und rechte Hand klickt am..allerschnellsten,dann alles drin!grins) und rechte Hand klickt!ich hab..Respekt ,wenn das (langfristig ) ohne Haut und “Zentimeterverlust”on ist!Grins Yours FRF PS:10 Minuten später hat der Spieler…Durst,was macht er nun…???grins

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  • @ Regulator – Das muss ich den unsäglichen GermanHawke aber wirklich in Schutz nehmen. Der verfügt durchaus über Wortwitz – wenn auch blind von Hass und Komplexen, aber schon mit bedacht formuliert.

    @ winnfield und FastReadyFreddy – Wir basteln bereits an einem T-Shirt. Danke für die Inspiration.

    @ Wolkenstein – Das mit den drei sympathischen Menschen glaube ich sofort. Wäre ich dort so wie du zu Gast gewesen, würde ich das genau so sehen. Das ändert aber nichts daran, wie ich die Methodik ihres Spieles beurteilen und auch das machen ich ihnen nicht persönlich zum Vorwurf. Zum Beispiel wenn ich lese, dass irgendwo in Weißrussland Soldaten Handgranaten in Fischteiche werfen, um zu “fischen” (damit ich in deinem liebsten Element bleibe) ist das eine Sache. – So was kommt halt in rohen hungrigen Kreisen vor. Die toten Fische werden teilweise von der Oberfläche aufgesammelt und man zieht weiter und hinterlässt ein totes Fischgewässer. Deswegen lege ich kein Trauerjahr ein, deswegen lass ich nicht einmal den Kopf hängen. Es ist mir maximal eben unsympathisch.
    Wenn allerdings eine ganze Industrie anfängt mir diese Handgranatenfischer als “Super-Pros” zu verkaufen und vielleicht noch Handgranatenautomaten an die Teiche stellt, dann frage ich mich schon, ob die das Produkt von dem sie leben auch verstanden haben und achten wie es sich gehört.
    Liebe Grüße Götz
    PS: Kopf ist hoch und Spiellaune ist bestens (Form stimmt auch wie meine Jungs bestätigen können : )

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  • @Götz

    Schönes griffiges Beispiel mit den Handgranatenfischern.
    Da kann ich jetzt natürlich schwer argumentieren, dass die Fische im Teich sich einfach eine Strategie einfallen lassen müssen, wie sie ihrerseits die Soldaten wegbomben ;)

    Gott sei Dank aber kochen trotz allem alle nur mit Wasser! Die übermachtige Übermacht ist so nicht gegeben. Siehe es als Herausforderung und suche die Löcher im Netz, um durchzuschlüpfen.
    (Muss ich dafür jetzt 3×5€ ins Phrasenschwein werfen?)

    Bin mir übrigens gar nicht so sicher, ob die Online-Industrie die online pros öffentlich so hofiert!? Denen kann gar nicht recht sein, dass der Normal User zuviel darüber weiss, wie sie vorgehen. Im Fokus stehen doch eher die Live-Pros.

    Von der Online Industrie kannst du darüber hinaus soviel Respekt gegenüber dem Produkt erwarten, wie von jedem anderen gewinnorientierten Unternehmen dieser Welt – nämlich keinen! It`s capitalism, dude!

    Und lass uns mal schauen, wie egoistisch die Spieler aus der Doku wirklich sind!?
    GrazySheep zum Beispiel hat selbst mehrere Videos veröffentlicht, in denen er sein erworbenes Wissen preis gibt. Er spielt darin kleine Levels und zeigt, wie man profitabel sein kann. Und er macht (wie wir sehen konnten) Coachings. Also im Grunde züchtet er die nächste Generation seiner künftigen Gegner heran.
    Vielleicht sollte man da mehr differenzieren, zwischen einzelnen Spielertypen, um der Wahrheit näher zu kommen!?

    Und überhaupt: Wer sagt denn, dass immer alles einfach und harmonisch sein muss. Ich bin so gesehen Darwinist und glaube daran, dass Probleme zu Lösungen führen und das Ganze dadurch immer weiter wächst.

    Reraise?

    R.

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  • Lieber Götz,

    du hast in deiner “Pokerkarriere” scheinbar noch nie zu den Winningplayer gehört, denn sonst wüsstest du, dass es dem Profi beim Pokern immer nur um Gewinnoptimierung geht. Einem Profi ist es egal, ob am Tisch “persische Ärzte, arabische Waffenhändler, jüdische ältere Damen…” sitzen oder Arbeitslose, Bäcker oder Studenten. Es geht einzig und allein darum, an Tischen zusitzen, an denen man sich selbst eine Edge (spielerischer Vorteil) gegenüber seinen Kontrahenten gibt. Und das ist sowohl Online der Fall als auch Live. Und so war es seit jeher und so wird es, traurigerweise Götz, auch immer beiben. Beim Pokern geht es nunmal primär um Geldeinsätze, Gewinne und Verluste. Niemand spielt das Spiel um zu verlieren; die Allerwenigstens nur zum Spaß! Solltest du dich allerdings zu den Letzteren zählen lieber Götz, bieten die Marktführenden Onlineplattformen auch Playmoney-Tische an.

    Pokern ist ein toughes Geschäft und ich habe meine ersten 3 Jahre im Casino verbracht. Jeden Tag, bis zu 10 Stunden, danach zu Privatrunden bis zum Sonnenaufgang. Und ich kann aus Erfahrung sagen: „Da wird einem schnell langweilig.”

    Bezüglich der Hilfprogramme möchte ich nicht sonderlich viel sagen. Alle Onlineanbieter haben die wenigen verbotenen Programme gelistet. Es gibt ausreichend Free-Software an Hilfprogrammen, sodass niemand von einem unfairen Wettkampf reden kann. Oder wettest du beim Pferderennen auch auf einen X-Beliebigen Gaul, Götz? Wer Informationen hat, ist stets klar im Vorteil.

    Zudem soll gesagt sein, dass ich persönlich Online-Poker nicht als “Pokern” im klassischen Sinn sehe. Es ist nunmal eben der Wandel der Zeit. Für mansche geht dieser zu schnell und sie wollen ihn nicht wahrhaben. Aber er ist unaufhaltbar und vorallem das beste, was Poker je passieren konnte. Er ist quasi ein Teil der Pokerkultur geworden und dank dieser Reportage haben wir die Chance, dass unser Spiel auch im spießigen Deutschland endlich Zutritt in die breite Gesellschaft bekommt, weg von den “Geldverleiher, Edelsteinhändler, Kupplerinnen und Heiratsschwindler”. Denn ist es nicht genau dieses Image, welches unserer Branche am meisten schadet?
    Es gibt immer Leute die die Fahne hochhalten wollen um den Fortschritten zu trotzen und zu unser aller Glück ist es beim Pokern doch so, dass die Livetische niemals aussterben werden. Privatrunden, Liveevents, Homerunden gibt es nach wie vor allerorts.

    Der Film verbindet die verschieden Elemente des Poker miteinander, wie einst in der Doku “Hip Hop Hooray!” , also by Rolf S. Wolkenstein ;)

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  • Lieber J

    Du bist also mal einer der drei Malta-Jungs. Früher hätte man einen Schläger oder einen Rechtsanwalt (beides übel) geschickt, du antwortest mit einem wohlformulierten Kommentar. Muss schon sagen, manches gefällt mir am gesellschaftlichen Fortschritt.

    Allerdings ist es fast zu schade, dass du deine Meinung, die auch ich selbstverständlich zu respektieren habe (ohne sie annähernd zu teilen) hier unten als Kommentar Nummer 27 ins Netz meißelst.
    Ich habe da so eine Idee im Hinterkopf. Schon aus Gründen der Fairness – die ich ja so propagiere – solltest du den selben prominenten Platz bekommen, den ich hatte, um euch einzuschenken.

    Ich werde am Montag in einem kurzen Editorial (ausnahmsweise ohne jede Polemik und Bosheit) auf deinen Kommentar eingehen und dir offiziell das Angebot machen, eine Replik zu schreiben. Dein Stil ist gut, deine Formulierungen geschmeidig und fair ist fair. – Abgesehen davon gehe ich am Montag kurz auf deine Analyse ein, ich hätte “scheinbar noch nie zu den Winningplayern gehört” :) – Da sieht man wie hilflos man als Junge ohne Pokertracker ist (OH MY GOD – ich werde schon wieder polemisch – STOP!!!) – Am Montag gibt es eine Antwort und eine kleine Herausforderung. Mal gucken was du sagst.

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  • Ich stimme Götz hier vollkommen zu (selten genug).

    Ein richtiger Mann kämpft mit blanken Waffen – und das nicht nur beim Poker :-)

    Andererseits ahnt bzw. vermutet oder weiß doch eigentlich jeder, dass beim Onlinepoker immer alles “korrekt” ist und nie “beschissen” wird:-)

    Wer das nicht wahrhaben will, soll weiter verlieren.

    Grundsätzlich sind aber frei erhältliche Zusatzprogramme völlig in Ordnung – jeder kann diese doch selbst auch benutzen.

    Was würde die Jungs in Ihren Wohnklos sonst machen, wenn nicht am PC Pokern ?

    Wohl eher noch mehr:

    http://www.youtube.com/watch?v=7LLEhO_Zp58

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  • @J:
    Du hast sicherlich recht mit den meisten Aussagen in Deinem Kommentar – die meisten von uns haben (so wie ich vor 5 Jahren) ja auch erst mit dem Online-Poker-Boom, also mitten im Wandel, angefangen und sehen die Entwicklung deshalb relativ entspannt da sie ja damit “aufgewachsen” sind…

    2 Aussagen von Dir möchte ich aber stark bezweifeln:
    1. “du hast in deiner “Pokerkarriere” scheinbar noch nie zu den Winningplayer gehört, denn sonst wüsstest du, dass es dem Profi beim Pokern immer nur um Gewinnoptimierung geht.”
    Wie kommst Du darauf, das ein Winningplayer automatisch Profi ist und es ihm immer nur um Gewinnoptimierung geht?

    2. “Niemand spielt das Spiel um zu verlieren; die Allerwenigstens nur zum Spaß! Solltest du dich allerdings zu den Letzteren zählen lieber Götz, bieten die Marktführenden Onlineplattformen auch Playmoney-Tische an.”
    Ich denk eher, dass die Allermeisten das Spiel zum Spass spielen! Natürlich spielt niemand um zu verlieren aber sie spielen trotzdem – dass kann doch eigentlich nur daran liegen, dass sie Spass dabei haben (oder spielsüchtig also krank sind), oder?
    Auch wenn Dein Rat mit den Playmoney-Tischen an Götz nett und fürsorglich gemeint ist, so zieht er doch nicht wirklich – wir haben früher schon Pfennig-Skat gespielt weil es ganz ohne Geldeinsatz eben doch keinen Spass macht…

    Ich jedenfalls spiel zum Spass Poker (inzwischen nur noch MTTs) und kann mir nebenbei von meinem Hobby (denn ich bin zum Glück kein Profi!) auch noch schöne Urlaube usw. leisten.

    Den Spass am cashgame haben mir die Massmultitabling “Profis” aber schon länger genommen: an nem FL SH Tisch mit nem VPIP von unter 20% und vielleicht grad noch 50 Händen in der Stunde macht es auf Dauer wirklich keinen Spass mehr…

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  • Erstmal vielen Dank für den netten Gedankenaustausch, all die statements und Kommentare die sich diesmal von jedem Interessierten am Stück lesen lassen ohne dabei fortwährend über inhaltloses Geschimpfe durchstolpern zu müssen. Wenn schon inhaltlos, dann ist es hier zumindest lustig – mir ist ein Schmunzeln bereits genug Inhalt. Nun aber meine Meinung zu besagter WG und den OnlineWaffen/Werkzeugen:

    Mich als Hobby-MTT Spieler interessierte das Ganze “Problem” nicht sonderlich. Es trifft meiner Ansicht nach doch eher cash gamer. GÖTZ sieht MTT vermutlich nicht mal als “echtes Poker”, dem würde ich sogar zustimmen, jedoch ist es für mich absolut legitim UND sogar fair im OnlineCashGame oder MTT auf “Werkzeug”-Unterstützung zuzugreifen. Sogar Respekt kann ich ohne weiteres für dieses OnlineGrindertum aufbringen. WIESO?

    ALLE Spieler können sich dieser Informationswaffen bedienen. Niemand ist davon ausgeschlossen. Es erfordert Arbeit diese Programme sinnvoll zu verwenden und Vorteile aus ihnen zu ziehen. Es ermöglicht jedem eigene Fehler im Spiel zu finden, sich weiterzuentwickeln. Wer sich mit einer Materie intensiver beschäftigt oder mehr Talent hat Informationen zu verwerten, der hat Respekt verdient. Wenn ein cash gamer online diese Dinge nicht benutzt, dann spielt er freiwillig mit weniger Informationen als seine Gegnerschaft. Ehrenvoller? Dümmer? Bequemer? Es kommt wohl auf die Sichtweise an. UTG spielt zum Zeitvertreib, 2nd pos um seine Miete zu verdienen und die Kinder zu ernähren, 3rd pos nutzt die Zeit in der seine Frau sich mit Götz im Bett umherwälzt für ein eigenes Amusement, 4th pos hat TV-Poker gesehen und will nun innerhalb seiner ersten session Millionär werden, 5th pos nutzt POKERTRACKER & Co ebenso wie der Typ der seine Miete mit Poker verdient, aber ER verliert dabei trotzdem und muss jeden Tag in die Tretmühle “Büro” um sein Leben dort zu finanzieren, 6th pos ist Herr Schräge höchsdtpersönlich und will eigentlich lieber live spielen – aber das hat je nach Location seine speziellen Erfordernisse und die Bequemlichkeit wohnt auch in seinem SCHRÄGE(n) Hirn, 7th pos wartet auf die NUTS und pushed dann seinen Reststack endlich mit QQ gegen einen loosen Spieler allin… dazu brauchte er nicht mal eine Zusatzsoftware, 8th pos bin ich selber und spiele hier nur weil ich schnell noch 20$ brauche für das nächste MTT – mir reicht es mehrfach die blinds der tighten Onlinegrinder zu holen, 9th pos ein Mädchen aus der Nacktbar die mit ihrem Job aufhören möchte weil sie hier von einer software gelesen hat, die das Gewinnen einfacher macht als das Tanzen vor angetrunkenen onlien-grindern auf Ausflug.

    Nach ca. 4 Jahren minder erfolgreichem Pokertum habe ich vor 3 Wochen begonnen mich (und andere) in Turnieren mit tausenden von Spielern via software zu beobachten. Was daraus wird, das kann ich noch nicht sagen. Vielleicht dreht Herr Schräge oder Herr Wolfenstein in 2 Jahren eine Dokumentation in meinem Wohnzimmer? Ich hoffe das Thema lautet dann nicht “Der Anfang vom Ende war jene Zeit im Februar 2012″ sondern… “Hobbyspieler eröffnet Poker-Nacktbar”.

    Herr Schräge, dann spielen Sie bei mir aber bitte ohne Notizen am Tisch, das wäre sonst unfair gegenüber den Analphabeten am Tisch…

    Übrigens lese ich das nun nicht nochmal durch, sondern poste es unkontrolliert in der Hoffnung nicht nur jedes zweite Wort meiner Gedanken wirklich getippt zu haben. Wenn dies geschehen sein sollte, möge sich jeder den Rest denken – schliesslich denke ich morgen ohnehin wieder anders als heute und der Text bleibt dann immer aktuell & modern. Oder spielt ihr AK immer gleich?

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  • @winnfield & co

    Das T-Shirt mit den pinkelnden OnlineGrindern kaufe ich sobald es produziert ist :-)

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  • was treibt onlineprosan 20 tische gleichzeitig zu spielen??? — gier!! nichts anderes, gier mehr und nochmehr zu machen.
    was treibt börsianer an leerverkäufe und sonstige dubiosen aber rechtlich gedeckten börsenspiele zu machen??? — richtig gier!!

    und in beiden welten gibt es pro´s und hobbyspieler, nur im poker sehe ich den pro wie er mir direkt das geld aus der tasche zieht mithilfe von HEM und HUD und taktik, an der börse zieht mir der pro auch das geld aus der tasche mit hilfe von insiderinformationen und taktik.

    also wir sehen es ist im grunde das selbe, nur den gegner am tisch können wir beim namen nennen und sagen “ich hasse crasysheep der hat mir heute 100$ weggenommen” an der börse muss ich mich mit der börsenweisheit: “irh geld ist nicht weg es hat nur ein anderer” begnügen.

    das bankett an der börse ist das selbe wie livepoker und onlinepoker ist das selbe wie die vielen onlinelivetrader.

    im onlinepoker kann ich den pros ausweichen wenn ich SnG oder MTT spiele, an der börse kauf ich mir nen (dach-)fonds und werde nicht wie wild anfangen pennystocks zu traden – beides risikominimirung damit ich nicht direkt den “haien” ins maul laufe.

    ich finde in beiden welten (börse,poker) kann man leicht eine koexistenz schaffen ohne dem anderen ins offene messer zu laufen.

    sollange er nicht meine karten sieht ist alles in ordnung – und das schafft kein hilfsprogramm der welt.

    lg
    ein online- sowie livedonk der sowieso zu faul wäre diese software zu lernen.

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  • traurig

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  • also, der vergleich der hilfsprogramme mit doping hinkt.
    programme, mit denen ausschließlich die daten aus den handhistories gesammelt und aufbereitet werden können, sind bei den meisten anbietern ausdrücklich erlaubt. das macht auch sinn, denn man könnte das – mit deutlich mehr zeitaufwand – im nachhinein auch händisch machen.
    und damit wird auch schon deutlich, dass der übergang von den hilfsprogrammen am computer zum notizzettel am live-tisch im grunde fließend ist. ob da steht “vpip: 10%” oder “sehr tight”, ist die selbe information.

    und zum pokern gehört es eben auch, alle vorhandenen informationen in die entscheidungen miteinzubeziehen. am computer habe ich statistische daten zu verfügung, am live-tisch kann ich meinen mitspielerInnen in die augen schauen, sehe ob die chips mit zittrigen händen gesetzt werden usw.usf.

    dass mich die malta-wg auch mehr an fließbandarbeit als an pokern erinnert hat, habe ich schon bei der “haie und fische”-kolumne gepostet. aber das ist halt deren zugang. und es war interessant, auch das einmal zu sehen.

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  • Götz Schrage, der Christian Wulff der deutschsprachigen Pokerszene, leicht erkennbar am markanten Glaskinn, teilt mal wieder in Abwesenheit des unausprechlichen Hawkes gewaltig aus.
    Im Jüdischen ist der Name des Unausprechlichen übrigens der Name Gottes. Die Verehrung meiner Person durch Götz S. ist damit zumindest als äußerst schmeichelhaft anzusehen.
    „…wenn auch blind von Hass und Komplexen“
    Welch verleumderische Worte. Obwohl das ja die Personen sind, die unser Götz in der Firma gerne um sich vereinigt, allerdings mit einem Zusatz. Blind von Hass und Komplexen mit ideologischen und rassischen Wahnvorstellungen.
    Außen rot und innen Neoliberalist kann eigentlich nur zu jener geistigen Inkontinenz führen, wie es aus jedem Schrage-Artikel heraus tröpfelt.
    „…ich habe zwischen meinem 26 und 33 Leben keinen Monat unter 10 000.-E verdient“
    Und das Jahrzehnte vor Einführung des Euro. Bestenfalls ist damit der Schilling gemeint. Ich vermute allerdings, dass die oft zitierten 1000 Albaner mit Lek bezahlt haben.
    „…und bin trotzdem ausgestiegen, weil ich es gehasst habe diesen Job zu tun, den ich damals glaubte tun zu müssen“
    Ein Satz, nicht nur für die Analen der Geschichte. Muss man nicht weiter kommentieren.
    Nicht in der Person, aber in der Äußerung stimme ich mit Kotbeutel überein. Das sollte auch mal so ausgesprochen werden, dafür Thumb up und gäbe es ein schwarzes T-Shirt mit weißer, altdeutscher Schrift, der die Nahrungsmittelempfehlung für unseren herzallerliebsten Wiener enthält, ich würde zwei davon ordern. T-Shirts natürlich, nicht des Pudels Kern.
    Anzumerken wäre noch, dass ich die E-Mail-Adresse angeschrieben habe, um Freund Kotbeutel eine Mitfahrgelegenheit nach Wien anzubieten, die Addy jedoch nicht existiert.
    Kotbeutel scheint nur dem ADS-Syndrom des Kolumnisten entsprungen zu sein. Er versucht es halt immer wieder. Als Nächstes wird unser Götz dann wohl von einem fiktiven Neonazi oder US-Imperialisten der NSA bedroht.
    So, das wars dann mal wieder für eine Zeit lang. Und mein „Freund“ Schrage hat heute Nacht zumindest einmal wieder einen erfreulichen Grund, sein Kopfkissen nass zu weinen.
    Als Unausprechlicher kenne ich natürlich auch die flehenden Gebete die seit mehr aus einem Monat aus dem 7. Bezirk in meine Höhen getragen werden.
    Was du alles dafür geben würdest, wenn nur der Hawke zurück in dein Kolumnisten-Leben kehren würde.
    In meiner unendlichen Güte gebe ich ihm also eine zweite, äh, eine dritte, nö, muss wohl schon die vierte oder fünfte Chance sein. Nutze sie weise.

    PS: Wenn es dir zu unangenehm ist, dich öffentlich bei mir zu entschuldigen, meine E-Mail-Adresse ist kein Fake.

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  • Ach waren das noch Zeiten…

    …wo Skispringer nicht die Skier aufgerissen haben um in einem hässlichen V kilometrweit über den alten Schanzenrekord zu segeln.

    …wo die Viererkette einen nicht ständig in das hässliche Abseits hat laufen lassen und man Mann gegen Libero ehrlich gekämpft hat.

    …wo sich keine genialen Konstrukteure per Doppeldiffusor oder F-Schacht ein Vorteil gegenüber der alten Garde verschafft haben.

    …wo Kolumnisten noch zu ihrem Wort gestanden haben und Spielschulden eingelöst haben.

    LG Jerome

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  • @ “Froned” – OMG du hast recht. Ich hatte eine Wette um ein Kolumnen-Thema verloren – soweit erinnere ich mich noch : ) Mehr weiß ich beim besten Willen nicht mehr. Bitte um Nachsicht. 30 Jahre (schlecht) Fussball gespielt – 2 mal pro Woche 104x30x 15 (Kopfbälle pro Match Average) sind 46 800 Kopfbälle. Auch bei Regen und seinerzeit noch mit den schweren Lederbällen – das fordert seinen Tribut. – Was habe ich verloren? Kann es sein, dass das ein Kolumnenthema nach deiner Wahl was? Und was war deine Wahl?

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  • @ GH – Bist du Steuerprüfer? Würde passen. – Meine seinerzeitig berufliche Laufbahn hatte ich nur erwähnt, um klar zu stellen, dass mir Geld recht wenig bedeutet. Verdient ist auch noch nicht versteuert usw. – Abgesehen davon hatte ich eine Mitarbeiterin und die Sozialversicherungsanstalt wollte auch ihren Teil und das Finanzamt ebenso. Also damit du dich besser fühlst. Die oben genannten Summen entsprechen dem Durchschnitt der gestellten Honorare und NICHT dem Gewinn. – Aber was mache ich da gerade? Ich erkläre dem Unbelehrbaren etwas im Detail. Eine meiner selten dämlichen Ideen zugegeben.

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  • Ist zumindest ein guter Ansatz. Ich muss dich loben.

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  • Er ist zurück – endlich !

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  • Sieh das eher als Gast-Kommentar, Regulator. Trotzdem danke für deine Begrüßung. Tut einem auch mal gut *gg*

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  • @Götz

    Nachsicht gewährt (zumindest in dieser Sache :-) )

    Kolumnenthema war die TOP 5 deiner skurrilsten Pokererlebnisse.

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  • Hier sind mal ein paar kritische Gedanken von jemandem, dem man nicht vorwerfen kann, nie ein winning player gewesen zu sein

    http://www.philgalfond.com/lets-make-some-changes/

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  • So Götz, komme leider erst heute dazu, dein gelungenes Editorial zu lesen. Sorry dafür. Mein erneutes Lob soll dir aber wenigstens den Sonntag Abend versüßen ;)

    Finde, das mit dem Zerpflücken war ja ganz harmlos, fast wie ein harmloser Standard-Coinflip, nie ein böser Suckout ;)

    In den Kommentaren und deinen Statements dazu hat sich mein Eindruck gefestigt, dass du versuchst, sowohl Online als auch Live-Poker gleichstellen zu wollen. Das ist glaube ich der Knackpunkt. Obwohl beides immer noch unser so geliebtes Kartenspiel darstellt, sind es doch zwei völlig verschiedene Welten … mit ihren eigenen Gesetzen.

    Ich möchte mich zu deinen vorangegangenen Doku-Zeilen nicht nochmals wiederholen … ein Leser hat es ja zusammenfassend ganz treffend mit dem Begriff Wandel bezeichnet. Und zu diesem Wandel gehören meiner Meinung nach die Little Helper definitiv dazu. Sie weg zu rationalisieren, wäre wie ein Fußballspiel auf 70 Minuten zu kürzen, die Tore zu verkleinern, nur noch barfuß spielen zu dürfen und Tore auschließlich per rechtem Fuß geschossen, gelten zu lassen. (So, der Kreis schließt sich, zwinker)

    Ich möchte dir und den Kritikern noch ein paar Denkanstöße geben, die es bisher nicht oder kaum ans Diskussionstageslicht gebracht haben:

    - Schaut euch mal die erste Hand von Markus Golsers Riesenpötten an (CardCoaches und neue Serie). Dort gibt es Interessantes zur Thematik Little Helper. Markus verwendet sie nämlich gar nicht mehr.

    - Als ich angefangen habe, diese zu verwenden, war ich längere Zeit ein loosing player. Analog zu Markus, hat es mein Spiel sogar erst mal verschlechtert.

    - Ein Freund von mir … ambitionierter Freizeitspieler … verwendet den Helper (mir gefällt das Wort, smile) lediglich dazu (also einen ganz bestimmten Wert), um herauszufinden, ob er gegen einen schlechten oder gegen einen guten Spieler spielt.
    Nicht, um mehr Profit zu erzielen (letztlich natürlich auch, klar, aber nicht als Prämisse), sondern vielmehr deshalb, weil er seinen Spaß beim Online-Spiel erhöhen möchte. Es ist nämlich für einen Freizeitspieler absolut frustrierend, wenn der Katastrophen-Call den Abend versaut. Und zudem, findet er es geil (spaßtechnisch), wenn er gegen die guten Spieler auch mal richtig Poker spielen kann (movetechnisch gesehen).

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  • @DocR
    Dir ist hoffentlich klar, das Markus G einer der größten Onlineverlierer auf den Nosebleeds ist.Warum,das kann sich jeder selber ausmalen.
    Ob man sich seine Aussagen zum Vorbild nehmen sollte, ist also durchaus nicht so klar wie es scheint.

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  • Bevor ich mich zum Thema äußere möchte ich zwei Punkte klarstellen:

    1. Ich bin kein “Winningplayer” (unter anderem deswegen, weil FT mir mein Geld gestohlen hat, doch das ist eine andere Geschichte) aber Poker macht mir trotzdem Spaß!
    Ich mag die Herausforderung und ich muss zugeben, dass ich ein klein wenig Affinität zu diesem Spiel habe.

    2. Es ist mir völlig egal ob jemand einen HUD benützt. Es wäre nur schön, wenn ein Lämpchen leuchten würde, wenn dies der Fall ist.

    Nichts desto Trotz, das Zauberwort heißt: Table-Selection!

    Bevor ich mich an einen Tisch setze informiere ich mich darüber (Search Player-Funktion) ob sich ein Multitabler dort befindet.
    Wenn ja kann ich mich entscheiden: Spiele ich gegen diesen ferngesteuerten Roboter oder lass ich es sein.
    In den meisten Fällen setze ich mich an den Tisch, denn die Range dieser Burschen ist so vorhersehbar, sie machen nie einen Move denn sie können das gar nicht weil sie bei zwanzig oder mehr Tables die Tischdynamik und die individuellen Eigenschaften eines Spielers vor lauter Statistiken total übersehen.
    Sie glauben einen Vorteil zu haben – aber da irren sie sich. Ein geübter Spieler, der nur zwei Tische spielt, und sich diese sogenannten Profis genauer anschaut, bemerkt schnell nach welchem Schema sie spielen.
    Sie denken ihre Gegner seien gläsern, doch sie sind es selbst!!!

    Davon abgesehen spiele ich nur Omaha, da nützt einem ein Helper noch weniger oder gar nichts.

    Dazu sei angemerkt: Seltsam, dass die meisten aller Multitabler nur Hold`em spielen…

    In meinen Augen sind das keine Profis, denn das Wort Profi hat meiner Ansicht nach etwas mit Professionalität zu tun – es hat das Etikett von “Können”. Diese sogenannten Profis sind nur “Regs” – sie spielen jeden
    Tag zig Stunden und verlassen sich auf ihren HUD – wo ist da das Können?

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  • die Wahrheit liegt doch manchmal auf der Hand, auch wenn sie so mancher (eitle) Zeitgenosse nur sehr schwer akzeptieren kann…

    ich stimme, einigen meiner Vorrednern hier absolut zu!

    diese “MASSTABLER” haben AUCH BEIM CASHGAME sicherlich KEINEN “EDGE” GEGEN GUTE POKERSPIELER, die nur 1-3 Tische spielen, weil sie zB die komplette Tischdynakmik total verpassen (wenn zB gerade einer auf tilt geht o.ä.) und weil sie zudem einfach KOMPLETT SCHABLONENHAFT agieren
    - eben ähnlich wie bots, die ja, wie man weiss (wenn man es weiss), zumindest auf den höheren limits auch nicht mehr profitabel agieren… und das ist auch gut so :-)

    Wenn hier also einige rumjammern nach dem Motto “ich mag jetz dann nicht mehr online pokern, weil die ganzen regs mich mit ihren helpers immer ausnehmen und das ist ja sooo unfair, schnief…”, dann ist das doch einfach lächerlich !

    DIE WAHRHEIT ist ganz einfach, dass diese Jammerlappen eben SCHLECHTE pokerspieler sind !
    (und der vorteil der masstabler liegt übrigens ganz einfach darin, dass sie EINE GRÖSSERE ANZAHL dieser fische wegen ihrer helpers GLEICHZEITIG spielen (= um Geld erleichtern) können !

    Mein Rat daher an alle Jammerlappen und dich, Götz, der du der technologischen Weiterentwicklung unserer Zeit scheinbar auch nicht gerade aufgeschlossen gegenüberstehst…
    lernt einfach das spiel (mehr Übung, Literatur, usw) oder lassst es einfach (wenn ihr’s nicht kapiert bzw nicht mit euren Verlusten umgehen könnt)…
    oder aber verliert weiter (hoffentlich nicht zu viel) ABER ZAHLT WIE MÄNNER…

    UND HÖRT BITTE ENDLICH AUF SO RUMZUJAMMERN !!!
    (ist ja erbärmlich)

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  • PS: Ich vergaß etwas zum Thema Langeweile zu sagen:

    Lieber Götz, weißt Du warum diesen “Profis” (ich hoffe Du bemerkst die Ironie, besser den Sarkasmus der Anführungszeichen) so schnell beim Live-Poker langweilig wird?
    Ganz einfach: Weil ihnen die Konzentration fehlt! Weil sie sozial unterbelichtet sind!
    Welcher dieser “Profis” kann denn respektable Live-Poker-Gewinne (ich spreche hier von Cash-Game, nicht von Turnier-Poker) aufweisen?
    Soll doch einer von denen mal seine Live-Winnings publizieren – ich denke dass man da ewig drauf warten kann, denn sie können keine vorweisen – wie erbärmlich…

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