Chris Moneymaker – Abzocke, Lügen, Scam und Accountshare?

Das 2+2 Forum ist immer wieder Anlass für heiße Diskussionen. Bereits im August 2011 gab es unter anderem einen Skandal um José „Girah“ Macedo. Jetzt soll nach neusten Informationen Dave Whitis, ein enger Freund von Chris Moneymaker, Leute betrogen haben. Auch der Team PokerStars Pro meldet sich zu Wort und steht selbst hart in der Kritik. 

Vor zwei Tagen machte ein neuer Eintrag im 2+2 Forum die Runde. Dave Whitis (Foto, rechts), ein guter Freund von Chris Moneymaker, soll ein Scammer sein. Das Interessante an der Geschichte: Chris Moneymaker eröffnete selbst den Thread. In seinem ersten Post macht er deutlich, dass er eine Nachricht eines unbekannten Spielers erhielt, den er zuvor noch nie gesehen hatte. Diese Person, Michael McNeil (Foto, unten links), teilte ihm mit, dass einer der besten Freunde von Chris Moneymaker, Dave Whitis, ein Scammer sei und ihm noch $50.000 schulde. 

Zwei Punkte hebt er besonders hervor. Zum einen gab es einen Vorfall nach einer Party. Michael kam nach einer harten Nacht mit Freunden, darunter auch Dave Wittis, nach Hause und er spielte online noch ein wenig Poker auf der Plattform Ultimate Bet. In seinem nicht mehr ganz nüchternem Zustand schlief er ein. Dave nutzte die Gunst der Stunde und verzockte innerhalb weniger Stunden $15.000 von Michaels Account.

Des Weiteren gäbe es ein Problem aus dem Jahre 2008. Denn dort soll Dave Whittis mit Chris Moneymakers Account gespielt haben. Dave rief damals Michael McNeil an und sagte ihm, dass er mit Moneymakers Account spiele, da er im Urlaub sei. Dafür gab es 30-40% Beteiligung. Bei einem 10k Buy-In Turnier während der WCOOP 2008, belegte ‚money800‘ (Moneymakers Account) einen fünften Platz für $180.000. Bei jeder größeren Entscheidung, rief Dave bei Michael an und informierte ihn über seine Hand. 

Je länger das Turnier ging, desto sicherer wurde sich Michael, dass Dave tatsächlich das Turnier alleine spielte. Besonders wenn er einen großen Pot gewann, konnte er nur ihn jubeln hören. Nachdem er auf dem fünften Platz ausschied, gab es für Michael $3.000, die er ihm überwies. 

Der Höhepunkt folgte allerdings vergangenen Herbst. Michaels Bank rief an und teilte ihm mit, dass eines seiner Konten nicht mehr gedeckt sei. Wie sich herausstellte, zahlte Dave Whitis mit diesem Konto seine monatlichen Telefonkosten in Höhe von $700-$800. Wie ihm das gelang, sei Michael unverständlich aber Versuche sein Geld von Dave wieder zu bekommen, blieben erfolglos.

Chris Moneymaker äußerte sich zu dem Thema zunächst sehr ausführlich. Er machte deutlich, dass Dave sicherlich ein guter Freund von ihm war, aber ihn seit der WSOP 2011 nicht mehr gesehen hatte. Auch er würde ihm noch einiges an Geld schulden, um die $25.000. Er sei definitiv ein Scammer und benutzte Moneymakers Namen um sich einen Vorteil zu verschaffen. Allerdings verteidigte er sich gegen die WCOOP-Vorwürfe. Seinen Angaben nach, spielte er selbst das Turnier. Dave wäre schon seit 2004 bei den WCOOP Events bei ihm zuhause und man spielte gemeinsam die Turniere. Da Dave die ganze Zeit am telefonieren war, kann er sich gut vorstellen, dass er auch mit Michael gesprochen hat. Soweit zu Chris Moneymakers erstem Statement. 

Kurze Zeit später meldete sich Michael McNeil zu dem Thema zu Wort. Er bezeichnete den PokerStars Pro als Lügner. Zum einen ist er sich 100% sicher, was die WCOOP 2008 betrifft, zum anderen würde es nicht stimmen, dass Chris Moneymaker ihn nicht kennt. Man hätte bereits ein Dutzend Mal miteinander telefoniert und sich im letzten Mai im Meadows Casino in Pittsburgh getroffen. Er hinterfragt sich, warum Chris Moneymaker ihm hätte $3.000 schicken sollen, wenn er doch nichts mit ihm zu tun hätte. 

Chris Moneymaker antwortete daraufhin, dass Dave ihm sagte, dass er Michael noch Geld schuldete und ihm deshalb das Geld geschickt hatte. Des Weiteren entschuldigte sich Chris, dass er Michael McNeil nicht erkannte, da er, was Gesichter anbelangt ein sehr schlechtes Gedächtnis hätte. Gleichzeitig machte er deutlich, dass er Michael auf jeden Fall helfen will, Dave aufzuspüren.

Die Meinungen auf 2+2 gehen hier stark auseinander. Zum einen sind viele User auf der Seite von Chris Moneymaker, der immerhin durch seinen Triumph bei der WSOP 2003 den Pokerboom auslöste. Sie sind der Meinung, dass Moneymakers Name nicht in den Schmutz gezogen werden sollte und alleine Dave Whitis verantwortlich ist. Aber es gibt auch viele User, die für die klaren Regeln und Richtlinien sind und besonders den WCOOP Fall aufgeklärt haben möchten. Denn fand hier verbotener weise ein Accountsharing statt, so müssten die Beteiligten zur Rechenschaft gezogen werden, egal welche Persönlichkeit dahinter steckt.

Auf jeden Fall ist dieser Vorfall nun öffentlich und wir können davon ausgehen, dass wir noch mehr über dieses Thema erfahren werden. Hochgepkokert.com hält euch auf dem Laufenden.

Quelle & Fotos: twoplustwo.comcardplayer.com

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