Epic Poker League und FS+G – Ein Happy End? – Die Zeichen stehen nicht gut


Immer noch unklar ist, ob es mit der Epic Poker League ein gutes Ende nimmt. Nach Beantragung einer Insolvenz der Muttergesellschaft FS+G am 29. Februar 2012 fehlt das Geld.

Die letzten zwei Termine, zum Einen der letzte Tourstopp mit einem Overlay von $400.000, zum Anderen das $1.000.000 Freeroll- Finale, wurden auf unbestimmte Zeit verschoben. Schulden in Millionen Höhe, um genauer zu sein sogar im achtstelligen Bereich, zwangen die FS+G in die Knie.

Nach lesen der Konkursdokumente, ist es nur schwer nachzuvollziehen, wie eine Rettung der EPL möglich sein soll, von der Annie Duke und Jeffrey Pollack Anfang dieses Monats noch so fest überzeugt waren. Beide sind die Gründer des Formates.

Schulden in diesen Dimensionen sind erdrückend. Wie aus den Unterlagen hervor geht, plant das Unternehmen eine Generierung der Einnahmen von der Heartland Poker Tour (HPT). Damit würde der wichtigste Vermögenswert gefährdet werden, da Epic an sich, geradezu wertlos ist.

Eine Option wäre die Übernahme von HPT durch den Gläubiger Pinnacle Entertainment, der mit $2.000.000 beteiligt ist. Bei einer Zusammenarbeit würde der Kredit weg fallen und die Chancen von Pinnacle erhöhen, doch noch an ihr Geld zu kommen.

Ein Unternehmen, welches FS+G aus der Misere retten könnte, muss den über 100 Gläubigern einen überzeugenden Zahlungsplan vorlegen. Für eine Firma, die erst am Anfang steht, ist dies eine gewaltige Anzahl von Gläubigern und eine Menge Geld. Das dieser „Retter in der Not“ auftaucht, ist eher unwahrscheinlich.

Nur 10% der neu gegründeten Firmen schaffen es zu überleben. Auch wenn ein solider Businessplan erstellt wurde, gibt es unvorhersehbare Ereignisse, die es in einer Neugründung drunter und drüber gehen lassen. Epic an sich war nicht an der Talfahrt schuld. Es war die an Fachkräften hochbesetzte FS+G, die den drohenden Ruin nicht erkannte und somit auch keine Anpassungen vornahm.

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