Verbot des ‚Kleinen Glücksspiels‘ wird Wahlkampfthema in Österreich

In Wien ist das kleine Glücksspiel bereits verboten. Nun will die SPÖ auch auf Bundesebene die Spielautomaten abschaffen. Damit will man die Automatenhersteller davon abhalten am „sozialen Leid von Menschen“ zu verdienen.

Den jungen und engagierten Politikern der SPÖ sind die unzähligen Spielautomaten in Österreich ein Dorn im Auge. In Wien hat man die geldschluckenden Maschinen bereits verbannt, nun will man das kleine Glücksspiel auch in den anderen Bundesländern abschaffen.

Das Thema genießt eine hohe Priorität und wird auch im Nationalratswahlkampf zum Gespräch. „Ich habe in der Steiermark als Delegierter für die Abschaffung des kleinen Glücksspiels gestimmt und werde auf Bundesebene natürlich nicht anders abstimmen„, so Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter.

Mittlerweile gibt es auch scharfe Kritik an den Unternehmen. Johann Graf, Chef des Automatenherstellers Novomatic, wurde von Forbes im vergangenen Jahr noch auf Rang 420 der reichsten Menschen der Welt gelistet. Mittlerweile ist er auf Platz 193 vorgerückt. Wolfgang Moitzi, Vorsitzender der Sozialistischen Jugend, bringt es auf den Punkt: „Wir wissen ganz genau, wo diese Milliarden herkommen. Nämlich von jenen Spielern, die mit durchschnittlich 40.000 Euro verschuldet sind. […] Novomatic verdient am sozialen Leid von Menschen.

Quelle: Der Standard

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