Polizeirazzia bei Poker Partie endet in Schießerei

In Tennesee stürmte die Polizei in der vergangenen Woche eine illegale $1.000 Buy In Cash Game Partie. Dabei kam es zu einem Schusswechsel. Getötet wurde allerdings niemand.

Illegale Pokerrunden sind in den USA auch deshalb illegal, weil der Gesetzgeber befürchtet, dass sie zu Raub und anderen Gewaltverbrechen führen können. Ironischerweise war es bei einem Vorfall in Tennesee dieses Mal die Polizei, die für die Schussverletzung eines der Beteiligten verantwortlich war.  

Laut Aussage der Polizei in Chattanooga, der viertgrößten Stadt Tennesees wurde die Runde lange beobachtet. Am Donnerstag lag dann der Haftbefehl vor. 21.50 Uhr erschien die Polizei und entdeckte 20 Personen, darunter mehrere lokale Poker Pro`s, die ein $1.000 Buy-in Cash-Game spielten, wobei die Organisatoren $10 Rake pro Hand nahmen

Mit von der Partie war Kenny Higdon, Besitzer von mehreren medizinischen Firmen, der auch die Lokalität stellte. Ebenfalls beteiligt waren ein Arzt und ein Anwalt. Nachdem die Polizei ihre Razzia per Megaphon angekündigt hatte, versuchten laut Polizeibericht vier Personen durch die Hintertür zu verschwinden. Als einige Polizeibeamte versuchten die Flucht zu vereiteln, zog ein Teilnehmer mit dem Namen Clifford Billups, 32 seine Waffe und richtete sie auf einen Offizier. Ermittlungschef Bobby Dodd erklärte dazu später: „Er hatte eine Pistole in der Hand, drehte sich zu einem unserer Kollegen und bedrohte ihn. Darauf wurde er mit einem nicht lebensbedrohlichen Schuss außer Gefecht gesetzt.“

Nach einer ersten medizinischen Betreuung durch den Poker spielenden Arzt wurde Clifford Billups, bei dem später noch eine zweite Waffe gefunden wurde in ein nahe gelegenes Hospital gebracht. Außer ihm zahlen alle Beteiligten der Cash Game Runde lediglich eine Strafgebühr. Auf Clifford Billups hingegen wartet nun hingegen ein Strafverfahren.

Der Beamte, der den Schuss abgegeben hatte, bat um eine siebentägige Arbeitsbefreiung.

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