Tapie der Traumtänzer – Stefan Raab und die Würdigung – Das Concord Millionen Projekt

Group Bernard Tapie und die Freude des Nachtretens. – Und hat der böse alte Mann aus Wien jetzt recht behalten oder nicht? Bernard Tapie als Retter der verlorenen Millionen war von Anfang an absurd und aussichtslos. Grabräuber und Schatzsucher suchen Schätze, aber sie hinterlegen keine Geldkoffer in Erdlöchern. Unter anderem, weil sie schlau sind, und weil ihnen die Mittel fehlen, und Geldkoffer auch. Meistens reicht es nicht mal zum eigenen Erdloch. Aber man kann etwas lernen, weil man eben immer und überall etwas lernen kann, wenn man nur will. Wer wirklich hoch stapelt, wird von kaum jemand als Hochstapler erkannt. Das Vorhaben muss nur monströs und aussichtslos genug sein und schon imponiert man Gläubigern und Glaubenden. Nach unbestätigten Berichten kümmert sich die GBT (Group Bernd Tapie) jetzt um andere Projekte. Erst wird Griechenland saniert, zeitgleiches Ziel wird es sein, dem 1.FC ebenfalls ein Champions League Finale zu ermöglichen. Erst dann bekommt Horst Koch einen Deutschkurs und wird durch geschickte Lobbyarbeit der GBT designierter Ministerpräsident von Schleswig-Holstein und Ehrenvorsitzender des noch zu gründenden Deutschen Pokerdachverbandes.  – Man darf gespannt sein und wir von Hochgepokert.com werden Sie in aller gebotenen Ausführlichkeit auf dem Laufenden halten. 

Stefan Raab und die Entdeckung der Langsamkeit. – Logisch. Meine Rezension müsste schon längst online sein. Vielleicht  hätte ich sie gleich Mittwoch früh fertig haben sollen nach einer durchgearbeiteten Nacht. Immerhin die 25. TV Total Pokerstars.de Nacht gehört entsprechend gewürdigt. Ich habe mich dann doch nicht gehetzt mit meiner Schreibe. Wer so unfassbar langsam Poker spielt, kann sich ruhig ein wenig gedulden, bis ich meine Sätze mit innerer Gelassenheit fertig geschraubt habe. Es war, glaube ich, in der dritten oder vierten Sendung, da entfuhr dem immer großartigen Michael Körner ein aufrichtig verblüfftes: „Jetzt hat der Stefan zufällig etwas richtiges gesagt.“ Seitdem haben wir diese Formulierung nie wieder gehört und wir werden sie wohl auch nie wieder hören, weil so viel an Zufall gibt es einfach nicht, und so wenig Pokertalent wie bei Stefan Raab findet sich auch kein zweites Mal. Trotzdem hat die Sendung ganz große Verdienste und ich versäume aus Respekt vor dem Format wirklich keine Folge. Schon alleine, damit die Quote stimmt, werfe ich regelmäßig zur Sendezeit meinen Fernseher an und staune und ich staune mit aufrichtigem Respekt. Ein Gefühl der Dankbarkeit durchflutet mich. Stefan Raab und Pokerstars.de haben Poker in Deutschland die Unschuld zurück gegeben und nur um das geht es eigentlich. Dutzende dumme Drehbuchautoren haben jahrzehntelang hunderte dumme Pokerszenen für ebenso dumme Fernsehkrimis geschrieben. Spätestens in der zweiten Austeilung hat der eine immer vier Damen und der andere ein Straight Flush, und dann ist (mindestens) einer von den beiden tot. Kein gutes Renommee. 

„Du musst unbedingt einmal in diese Sendung“ meinen Freunde, die es wirklich  nur schlecht mit mir meinen können. „Ganz sicher nicht“ antworte ich dann ehrlich wie ich bin. „Wenn ich da antanze mach ich in drei Stunden alles kaputt, was Florian Silbereisen und Lilly Becker an Poker für Deutschland geleistet haben.“  Und ich hoffe Stefan Raab, Michael Körner, Thomas Lamatsch, Jan Heitmann und Elton werden noch einiges mehr leisten für unser geliebtes Kartenspiel und ferner hoffe ich, dass mir jetzt keiner böse ist, wenn ich das Erfolgsgeheimnis des Formats verrate. Es ist nämlich genau diese prickelnde Langsamkeit, die uns so süchtig macht. Schnelles Poker wird in Sport1 genug gespielt, aber wenn der Flop mit A 3 10 rainbow aufgeht und J 6 bunt drei Minuten überlegt, ob man das all in nicht doch zahlen könnte, ja dann ist man bei der TV Total Pokerstars.de Nacht und alles fühlt sich nett an. Zur 50. Sendung hoffe ich auf ein Mega Deep Stack mit fünftausend Big Blinds und 40 Minuten Levels. Ich nehme mir dann drei Wochen Urlaub. Vielleicht könnten ja alle zusammen in einem Container wohnen und sollten auch unter den Duschen Kameras montiert sein, hoffe ich, dass man endlich Daniela Katzenberger einlädt.  – In diesem Sinne, Herzliche Gratulation. 

Zum Abschluss möchte ich meine treuen Leser um den einen oder anderen gedrückten Daumen bitten. Es geht um mein Antreten bei der Concord Million. Wie bereits an anderer Stelle berichtet, werfe ich mich am Samstag im Stammhaus Simmering in die Schlacht. Wir hatten in meinem Pokerstars Homegame ein internes Satellite und unter geschätzten elf Teilnehmern erreichte ich den gefühlten vierzehnten Platz. Gewonnen hat mein lieber Hochgepokert.com Kollege Tobias Falke, aber durch komplexe Wirrungen des Schicksals, diverse Interventionen aus der obersten aller Chefetagen und meinen Hang zu kriminellen Drohungen, werde ich jetzt unser aller Glück versuchen. Neben Tobias Falke und meiner Wenigkeit hält noch Jimmy Peru vom Team Hochgepokert.com Online Österreich ein paar Prozente, weil man immer einen Inder an seiner Seite haben sollte. – Für meine Facebook-Freunde wird es Live-Updates aus dem CCC geben. Der Rest der großen weiten Pokerwelt wird es dann hoffentlich in unserer Rubrik: „Regional“ lesen. – Ich spiele auf Sieg und ich glaube daran

Götz Schrage

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