Spanische Regierung bittet zur Kasse

Die neue spanische Regierung verlangt von den Online Poker Anbietern Steuerrückzahlung für die letzten vier Jahre. Drei Wochen vor der Lizenz Vergabe (Hochgepokert.com berichtete) verursacht die neue Regelung einen Paukenschlag und schürt erste Zweifel bei den Antragstellern für eine Online Gaming Lizenz. Dies könnte bedeuten, dass einige der großen Pokerräume nicht wie geplant am 01. Juni lizenziert werden.

Einige der größten Betreiber in Spanien sollen mit horrenden Steuerrückzahlungen konfrontiert werden. Im Einzelnen wären dies unter anderem bei bwin.party $60.000.000, Sportingbet/Miapuesta$50.000.000 und bei PokerStars wahnsinnige $200.000.000.

Pokerfuse.com deutet darauf hin, dass zumindest PokerStars seine Rechnung begleichen möchte. Aber längst nicht alle Anbieter werden in der Lage sein, die Steuerrückzahlung zu leisten bzw. es schlicht weg nicht bezahlen möchten. Dies würde bedeuten, dass gleich mehrere Betreiber ihren Antrag auf eine Online Gaming Lizenz zurückziehen würden. 

Die Verabschiedung des Gaming Act im Februar 2011 legte die ersten rechtlichen Rahmenbedingungen für Online-Gaming in Spanien. Dieser sah vor, dass die Betreiber ab Januar 2012 Lizenzen haben müssen, um Ihren Dienst weiterhin in Spanien anbieten zu dürfen. Es wurde ihnen allerdings gestattet weiterhin Online zu sein, bis die ersten Lizenzen ausgestellt werden und Steuern sollten rückwirkend ab 01.07.2011 gezahlt werden.

Aber die neue konservative spanische Regierung, die Ende letzten Jahres an die Macht kam, hat offenbar entschieden, dass die Steuergelder ab Juli viel zu wenig seien. Stattdessen nun also die neue Regelung im Glücksspiel-Steuersystem und die rückwirkende Zahlung bis 2008. Die spanische Untersuchungsbehörde überprüft derzeit bei dutzenden Online Poker Anbieter, ob rückwirkend Steuern zu zahlen sind.

Verständlicherweise schrecken viele Betreiber von dieser Last-Minute-Forderung zurück und es bleibt abzuwarten, wer alles am 01. Juni überhaupt noch eine Lizenz haben möchte, sollte man zur Kasse gebeten werden. 

quelle:  pokerfuse.com

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