Entwicklung im Insolvenzverfahren um die Epic Poker League – All In Productions will Heartland Poker Tour zurückkaufen

In das Insolvenzverfahren von Federated Sports+Gaming (FS+G), der Mutterfirma der Epic Poker League (EPL) kommt nun Bewegung. All In Productions (AIP), der ehemalige Besitzer der Heartland Poker Tour (HPT) möchte die Turnierserie zurückkaufen und stellte letzte Woche beim United States Bankruptcy Court in Maryland den entsprechenden Antrag.

Einst träumten Jeffery Pollack und Annie Duke von einer elitären Pokerliga für Profispieler, mit gigantischen Buy-ins und exklusiven Turnierserien. Sie riefen 2011 die Epic Poker League ins Leben, zu der nur ausgewählte Pros mit bestimmten Voraussetzungen eingeladen wurden um in jeder Saison an vier $20.000 Buy-in Turnieren und dem $1 Million Freeroll Saisonfinale teilzunehmen. Doch schon ein Jahr später, am 29. Februar 2012 schien der Traum von der exklusiven Profiliga ausgeträumt, denn die Mutterfirma der EPL meldete Insolvenz nach Kapitel 11 des amerikanischen Konkursrechts an.

Durch die neusten Entwicklungen scheint es nun jedoch so, als könne zumindest die Heartland Poker Tour gerettet werden, welche die FS+G 2011 für $1.9 Million von AIP gekauft hatte. Das Angebot von AIP für die HPT beträgt $1.4 Million. Weitere $100.000 sind geboten für rund 100 registrierte Domain Namen, den sogenannten Global Poker Index, sowie Verträge mit dem Palms Casino und Teile der Epic Poker TV Sendung. Nun hat das Insolvenzgericht 30 Tage Zeit den Antrag zu prüfen und darüber zu entscheiden. Jedoch steht es auch anderen Parteien zu, in der Zeit ein eigenes Angebot abzugeben, sodass es schlussendlich zu einer Versteigerung kommen könnte. Es bleibt also abzuwarten, wie es mit der beliebten und sehr erfolgreich gestarteten Heartland Poker Tour weitergeht.

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