Online Poker in Spanien – mit diesen Anbietern ist zu rechnen

Am 1. Juni werden die Lizenzen für den spanischen Pokermarkt vergeben. Vorher müssen alle Bewerber das Problem mit der Steuerrückzahlung an das spanische Finanzministerium gelöst haben. Wir fassen zusammen mit welchen Anbietern auf dem demnächst regulierten spanischen Online-Markt zu rechnen ist.

Ursprünglich war einmal der 1. Januar diesen Jahres für die Neuregulierung des spanischen Online-Gambling Marktes vorgesehen. 40 bis 60 Bewerber für die auszugebenden Lizenzen warteten allerdings vergeblich. Der spanische Staat verlängerte die Frist – innerhalb der Anbieter weiterhin ohne Lizenz operieren durften – bis zum 1. Juni.

Nur wenige Tage vor der nun auslaufenden Frist wurde das Verfahren durch eine Steuerrückzahlungsforderung weiterhin erschwert. Rückwirkend für vier Jahre sollten die Anbieter, welche sich um eine Lizenz bemühten einen festgelegten Steuersatz zurückzahlen. Bodog, Unibet und ein paar Mikrogaming Skins haben sich mittlerweile endgültig vom Markt zurückgezogen. Andere haben bereits die Summe genannt, die sie an das Finanzministerium zu zahlen bereit sind. Privat geführte Unternehmen, wie beispielsweise PokerStars halten sich in dieser Frage weiterhin bedeckt.

Wir haben zusammengefasst, mit welchen größeren, international agierenden Online Poker Anbietern in Zukunft zu rechnen ist:

Party Poker:

Party Poker Eigentümer, bwin.party hat bereits am 21. Mai angekündigt einer Steuerrückzahlung von 31 Millionen Euro zuzustimmen. Party Poker will auf dem spanischen Markt mit Poker, Casino-Spielen und Sportwetten aktiv werden.

Unwahrscheinlich ist, dass auch bwin mit einem eigenen spanischen Pokerroom aktiv werden wird. Ongame, das Netzwerk auf dem bwin bisher operiert hat, wurde kürzlich an Shuffel Master verkauft. Die Spieler von bwin sollen demnächst komplett zu Party Poker wechseln.

Ongame – Betfair:

Betfair gab am 23. Mai bekannt nicht mehr als 10 Millionen Euro an Steuern zurückzuzahlen. Dafür soll zunächst die Lizenz für Sportwetten beantragt werden. Um eine Lizenz für einen Pokerroom will sich Betfair später bewerben.

888.poker:

Erst gestern bestätigte auch 888.com die Rückzahlung von Steuern in Höhe von insgesamt 8,7 Millionen Euro. Laut einer Mitteilung von 888.com wurden die Lizenzen für Poker und Casino-Games beantragt. Offen ist, ob auch die Lizenz für Sportwetten beantragt wird.

888.com operiert bereits auf den regulierten Märkten in Frankreich, Dänemark und Italien, unterhält somit vier voneinander getrennte Player-Pools und weist für die vergangenen Jahre massive Wachstumszahlen auf. Es kann demnach davon ausgegangen werden, dass 888.com auch in Spanien in allen drei Segmenten vertreten sein will.

PokerStars:

Zwar gibt es nach wie vor kein offizielles Statement über die Höhe der Steuerrückzahlungen, aber die Forderung des spanischen Staates dürfte bei 200 Millionen Dollar liegen. Wenn man bedenkt, dass alle anderen Anbieter sich mit dem spanischen Finanzministerium bei ungefähr der Hälfte der Forderungen getroffen haben, scheint eine Zahlung von 100 Millionen realistisch.

Dass PokerStars als Marktführer demnächst auch eine pokerstars.es Seite unterhalten wird, gilt als sicher. PokerStars ist der weltweit einzige Anbieter, der in Frankreich, Dänemark, Italien, Estland und Belgien mit getrennten Playerpools agiert.

iPoker: Bet365, William Hill and Paddy Power:

iPoker agiert bereits in Frankreich und Italien. William Hill und Paddy Power gelten als sichere Lizenz-Bewerber und haben wohl nur geringe Steuerrückzahlungen zu tätigen. Auch Bet365 war in der Vergangenheit auf dem spanischen Markt überaus präsent und wird diesen Vorteil auch in Zukunft nutzen wollen. Offizielle Statements gibt es von diesen drei Anbietern allerdings nicht.

Microgaming: Ladbrokes und StanJames

Auch von den auf Microgaming operierenden Anbietern gibt es noch keine offiziellen Statements. Es gilt allerdings als sicher, dass sich Ladbrokes um eine spanische Lizenz beworben hat. Ladbrokes ist allerdings eher auf Sportwetten fokussiert. Ob die Lizenz ach Poker umfassen wird, ist unbekannt.

Die meisten Microgaming-Rooms haben ihre Playerpools bereits für spanische Kunden blockiert. Darunter sind auch Unibet und NordicBet.

Boss Media/GTECH G2: Sportingbet

Am 22. Mai bestätigte SportingBet die Zahlung von 17,2 Millionen Euro Steuerrückzahlungen.

SportingBet ist in Spanien mit der Seite Miapuesta und in Italien mit den Seiten Lottomatica.it und Totosi.it aktiv. Ein Lizenzantrag gilt als sicher, allerdings wohl nur für das Angebot von Sportwetten.

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