Trickbetrüger geht der Polizei ins Netz


Sieben Jahre lang haben bayrische Fahnder vergeblich eine Casinobetrüger-Bande gejagt. Kürzlich hat die Polizei, bei einer Routine Kontrolle auf einem Rastplatz, den Kopf der kriminellen Organisation geschnappt. Die 26-köpfige Truppe soll seit mehreren Jahren deutsche und internationale Casinos betrogen haben. Mit einem einfachen Trick!

Der 47-jährige Marrokaner, nachdem die Kripo Miesbach schon seit 2005 ermittelt, ging den Beamten vor einigen Tagen bei einer Routine Verkehrskontrolle auf dem Parkplatz einer Raststätte in Baden-Württemberg ins Netz. Ihm und seinen Kumpanen werden vorgeworfen bayrische Casinos um mehrere zehntausende Euros erleichtert zu haben.

Am meisten konnten sie bei den Roulettetischen erbeuten. Dabei gingen sie mit einem einfachen Trick vor. Mehrere „Spieler“ platzieren sich dabei um den Tisch. Einige der Beteiligten lenken das Personal so geschickt ab, dass die anderen während des Fallens der Kugel, hohe Einsätze auf die in diesem Moment bekannt werdende Zahl setzten. Erfahrene Spieler nennen dieses Vorgehen „Poussette-Betrug“.

In Bayern wurden fünf Spielbanken Opfer der Bande: in Lindau, Bad Reichenhall, Bad Wiessee, Garmisch-Partenkirchen und Feuchtwangen haben die Betrüger zugeschlagen. Die Falsch-Spieler waren in diesen Casinos bekannt und gesperrt. Doch verschafften sie sich immer wieder mit gefälschten Dokumenten und Verkleidungen Eintritt in die Spielräume.

Den Verdächtigen werden 31 Betrugsfälle und 143 Urkundenfälschungen zur Last gelegt. Fünf mutmaßliche Täter und Mitglieder der Bande sitzen bereits in U-Haft. Wie viel die Gruppe tatsächlich erbeuten konnte, ist noch unklar, jedoch waren es laut Polizeiangaben in Einzelfällen mehr als €10.000.

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