Phil Ivey – Phantom und Phänomen


Phil Ivey gehört zu den besten Pokerspielern aller Zeiten. Der Tiger Woods im Pokerbusiness. Er konnte bereits acht WSOP Bracelets gewinnen und wird laut HighstakesDB mit Abstand als erfolgreichster Online Cash Game Grinder aller Zeiten geführt. Doch der Pokerwelt gibt sich der ehemalige Full Tilt Pro sehr verschlossen. Es scheint ihn nicht zu interessieren, was andere Menschen über ihn denken oder was sie tun.

Während der diesjährigen World Series of Poker war Phil Ivey bereits fünf Mal am Final Table eines Events anzutreffen. Doch ein Bracelet muss bisher noch auf sich warten. Mehr als eine halbe Million Dollar konnte er in den vergangenen zwei Wochen an Gewinnen verzeichnen. Zusammen mit seinem Sieg im Januar beim $250.000 Event der Aussie Millions, findet er sich an siebter Stelle des 2012 Player of the Year Rankings.

Obwohl der 36-jährige Kalifornier eines der bekanntesten Gesichter in der Pokercommunity ist, scheint er hingegen seine Mitstreiter nicht zu kennen. Es macht den Eindruck als spiele er in einer anderen Liga, der Phil-Ivey-Liga.

Am Dienstag traf er durch seinen Freund Daniel Negreanu das erste Mal auf Vanessa Selbst. Er hatte zuvor noch nie etwas von ihr gehört. Ist das alles nur eine Strategie von Ivey, um seine Ziele zu erreichen? Negreanu sagte dazu: „Er hat nicht viele Freunde im Poker. Er versucht von dem ganzen Klatsch weg zu bleiben. Er will nur gewinnen.“ Laut einer Aussage von Ivey, hat er sich fest vorgenommen, in seiner Karriere 30 Bracelets zu gewinnen.

Letzte Woche saß er bei dem $5.000 Omaha Hi/Low Event neben dem High Stakes Cash Game Pro Brian Hastings am Tisch. Hastings berichtete, dass Ivey dachte sein Name sei Brian Madsen, eine Mischung aus seinem Vornamen und dem Nachnamen des 2006 WSOP Spieler des Jahres Jeff Madsen. Er nahm dies aber nicht als Beleidigung auf, sondern fand es eher amüsant. Vor allem, weil die beiden viele Stunden zusammen auf Full Tilt Poker verbracht haben und sich gegenseitig versuchten in der TV-Show Poker After Dark um ein paar Dollar zu erleichtern. „Ich glaube nicht, dass er sich über sein Image in der Öffentlichkeit kümmert“, so Hastings. Außerdem nannte er es „fraglich„, ob sich Ivey an ihn erinnerte, nachdem er seinen Fehler korrigierte.

Zu seiner Online Karriere seit dem Black Friday konnte man nicht viel in Erfahrung bringen und er selbst hält sich dazu bedeckt. Viele Stimmen behaupten das sich hinter dem PokerStars Nickname „RaiseOnce“ der beste Onlinegrinder aller Zeiten verbirgt.

In diesem Sommer hat es der „Tiger Woods of Poker“ bisher abgelehnt Interviews zu geben und sich unter anderem auch zum Full Tilt Skandal zu äussern. In den Spielpausen verlässt er zügig das Rio und sucht fluchtartig den Weg zu seinem Wohnwagen ausserhalb des Geländes. Vielleicht gelingt es dem einen oder anderen doch noch ein Interview mit dem Phantom einzufangen. Spätestens wenn er ein Bracelet gewinnen sollte, werden ihn wissbegierige Reporter umzingeln und ihm wahrscheinlich keinen Ausweg lassen.

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