We play the BIG ONE – Teil 5: Morgan, Trickett, Negreanu, Kyllönen und Banjout

Eine Million Dollar Buy In. Das teuerste Pokerturnier aller Zeiten. Nichts – auch das Main Event nicht – wird bei der WSOP 2012 soviel Aufmerksamkeit erzeugen wie das so genannte BIG ONE.  Wer hier spielt, geht in die Geschichte ein. Und wir stellen euch in der Hochgepokert.com Big One Serie jeweils fünf Teilnehmer vor.

 

John Morgan

John Morgan ist so etwas, wie der gemütliche Poker-Rentner. In seiner Hendon Mob-Statistik stehen seit 2006 nur Cashes bei Turnieren, deren Buy In nicht höher war, als 2.500 Dollar. Das BIG ONE spielt der Multimillionär wohl vor allem, um Spaß zu haben und seinen für die USA typischen Charity-Verpflichtungen nachzukommen. Sein Vermögen hat Morgan mit den Firmen Winthrop und Winmark gemacht, die im Bereich Finanzierungen und Firmenbeteiligungen führend auf dem nordamerikanischen Markt sind. Live spielt Morgan vor allem in Atlantic City, Online Cash Games nie über $2/ $4 dafür Online MTT`s ab 100 Dollar aufwärts. Er liebt Angeln und American Football und die Starthand 9hTh.

 

Sam Trickett

Sam Tricketts Leben nahm mit 19 Jahren seine entscheidende Wende. Bis dahin spielte er beim FC Hartlepool in der englischen League 1 und träumte von einer Karriere als Profi-Fußballer. Doch eine schwere Knieverletzung machte alle Hoffnungen diesbezüglich zunichte. Noch im selben Jahr (2005) entdeckte Trickett seine zweite Leidenschaft, Poker. Seitdem hat er über sechs Millionen Dollar in Live-Tournaments verdient. Vor allem das vergangene Jahr hatte es dabei in sich. Sam gewann das Aussie Millions $100k High Roller Event für 1,5 Millionen Dollar und nur wenige Tage später weitere 1,4 Millionen Dollar beim Aussie Millions $250k Super High Roller. Er triumphierte außerdem beim großen Finale der Partouche Poker Tour und räumte weitere 1,36 Millionen Dollar ab. Doch Sam Trickett ist vor allem auch als einer der besten Live-Cash Game-Spieler der Welt bekannt. Er spielt regelmäßig im „Big Game“ in Macao und ist es dort gewohnt, dass Buy In des BIG ONE auch mal in einer einzigen Hand zu riskieren.

 

Daniel Negreanu

Viel braucht man über Daniel Negreanu nicht mehr zu erzählen. Kidpoker war einstmals der jüngste Bracelet-Gewinner aller Zeiten (1997 mit 23 Jahren) und hat sich neben Phil Ivey wohl zu DEM Pokerspieler seiner Generation aufgeschwungen. Er ist nach Erik Seidel der erfolgreichste Turnierspieler aller Zeiten, er ist der zweifellos wichtigste Repräsentant von PokerStars und der Erfinder der Small Ball-Strategie. Und er hat allein in diesem Jahr einen beispiellosen Lauf, vor allem in den richtig teuren Turnieren. Beim PCA Super High Roller Event mit einem Buy In von $100k wurde er Fünfter und gewann $250k. Beim EPT Grand Final Super High Roller Reload Event mit einem Buy In von €100k wurde er Sechster und gewann €310k und beim €25k EPT Grand Final High Roller Event verlor er erst das Heads Up gegen Igor Kurganov und gewann €600k. Wenn er diese Form behält, kann der Kanadier beim BIG ONE endgültig zur Legende werden und in der All-Time Money List seine Kontrahenten Erik Seidel und Phil Ivey im Staub seines Triumphes stehen lassen.

Jens Kyllönen

Mit gerade mal 19 Jahren gewann der milchgesichtige Jens Kyllönen 2009 die EPT in Kopenhagen. Dann hörte man zwei Jahre nicht viel vom Finnen aus Helsinki. Auf den High Stakes produzierte er zwischen Mai 2010 und März 2011 einen Verlust von knapp $400k, bevor seine große Zeit gekommen war. Ab April des letzten Jahres ging es für „Ingenious89“, (so sein einstiger FullTilt Nick) oder „Jeans89“ (PokerStars) konstant bergauf. 3,3 Millionen ist Kyllönen jetzt insgesamt im Plus. Das Buy In des BIG ONE kann er damit, wie er sagt komplett aus eigener Tasche aufbringen. „Ich habe in den letzten Monaten sehr gut verdient und will mich mit diesem Turnier einfach belohnen. Da viele Amateure mitspielen, ist das Turnier eigentlich sehr soft. Durch einige schwächere Profis steigt der Wert des Turniers zusätzlich. Außerdem ist es toll, mit all diesen Geschäftsleuten zu spielen, da viele von ihnen große Persönlichkeiten sind.“ Im Gegensatz zu vielen anderen jungen Spielern des BIG ONE kann Jens Kyllönen keinen signifikanten Cash bei einem Live High Roller-Turnier vorweisen. Seine wochenlange Abwesenheit auf den Online High Stakes spricht aber dafür, dass er für das BIG ONE schon kräftig trainiert. Mit 22 Jahren ist Jens Kyllönen der jüngste Teilnehmer des BIG ONE.

Frédéric Banjout

Frédéric Banjout ist in Frankreich der Mann, der die Frauenherzen höher schlagen lässt. 1993 übernahm Banjout die Firma „Eden Shoe“ und machte sie schnell zu einem der erfolgreichsten französischen Labels der Jahrtausendwende. Seinen ersten Laden eröffnete er ausgerechnet im edlen 15. Arrondissement von Paris. Doch das große Hobby Banjouts sind nicht die Frauen und auch nicht deren Schuhe, sondern das Spiel. Dabei ist der Franzose vor allem im Backgammon ein großer Crack. 1997 wurde er Runner Up bei der Backgammon WM in Monte Carlo. Aber Banjout kann auch Pokern. Allerdings begrenzen sich seine Live-Ergebnisse auf einen Hendon Mob-Eintrag: 2005 ereichte er beim Monte Carlo Millions mit einem Buy In von €25.000 den 82.Platz. 

Hier geht es zu Teil 1 unserer Serie: Katz, Bright, Baldwin, Beal und Shak

Hier geht es zu Teil 2 unserer Serie: Peat, Laliberte, Katchalov, Newey und Ivey

Hier geht es zu Teil 3 unserer Serie: Ruffin, Rajkumar, Smith, Chan und Hansen

Hier geht es zu Teil 4 unserer Serie: Robl, Mimran, Schulman, Yong und Voulgaris

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