Gus Hansen verteidigt Lederer und Ferguson im FTP Skandal


Gus Hansen machte einige interessante Aussagen zum Full Tilt Skandal. Insbesondere bezog er sich dabei auf Howard Lederer und Chris Ferguson. Seiner Ansicht nach, haben die beiden niemanden absichtlich betrogen. Hansen denkt, dass sie ihre Aufgaben vernachlässigt haben, dies aber nie mit einem bestimmten Ziel.

Gus Hansen glaubt nicht daran, dass die beiden Full Tilt Miteigentümer Howard Lederer und Chris „Jesus“ Ferguson es darauf angelegt haben FTP Spieler in irgend einer Form zu betrügen. Das das Unternehmen den Bach runter ging, lag viel mehr an Fehlentscheidungen und Vernachlässigungen.

Gus Hansen ist neben Phil Ivey einer der ehemaligen Full Tilt Pros die bei der diesjährigen World Series of Poker vertreten sind. Der Däne nahm gestern leider erfolglos am $50.000 Poker Players Championship teil. Seine Aussagen zum Black Friday machte er in einem neuen Interview gegenüber Pokerlistings.com. Er wurde gefragt welche Rolle er selbst bei FTP spielte. Dort war er damals Hauptteilhaber und gesponsorter Poker Profi. Laut Hansen waren die Ereignisse für ihn, wie für jeden anderen Spieler auch, ein überraschender Schock: „Von meiner Sicht her waren die Dinge in Ordnung. Und ich glaube, das aus der Sicht der meisten Menschen alles in Ordnung war. Aber von den Phantom-Einlagen oder den anderen Dingen die angeblich noch passierten, weiß ich nichts. Ich wünsche, ich hätte alles gewusst, denn ich war an diesem Unternehmen beteiligt, aber ich wusste von nichts.“

Zu den beiden Hauptfunktionären Howard Lederer und Chris Ferguson äusserte sich Hansen ebenfalls und nahm diese in Schutz. Beide werden von vielen für die Nichtauszahlung der Spielergelder verantwortlich gemacht. Hansen sagte, man könne beiden vorwerfen ihre Verantwortung vernachlässigt zu haben, aber wahrscheinlich taten sie es nicht mit Absicht: „Ich kenne Howard Lederer seit langer Zeit und ich kenne Chris Ferguson ebenfalls seit langem. Aus meiner Sicht würde es mich sehr schockieren, wenn sie jemals was getan hätten, was mich auch nur im entferntesten an ein falsches Verhalten erinnert haben würde.“ Des Weiteren fügt er hinzu: „Ich denke sie könnten der Vernachlässigung beschuldigt werden oder nicht vorsichtig genug gewesen zu sein, aber ich glaube nicht, dass man sie wegen Betrug beschuldigen sollte. Offensichtlich besteht die Möglichkeit das ich mich irre, aber ehrlich gesagt kann ich das nicht glauben.“

Hansen nimmt auch Bezug auf das Gerücht, dass PokerStars angeblich den ehemaligen Konkurrenten übernehmen soll und die Spielergelder auszahlen möchte. Für ihn wäre dies eine willkommene Entscheidung, denn auch er hat noch eine Menge Geld auf seinem gesperrten Account. Das vollständige Interview findet ihr hier.

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