Das Ende der Online-Casinos auf Zypern?

Den Online-Casinos auf Zypern droht das Aus. Am Freitag hat das zypriotische Parlament einen umstrittenen Gesetzesentwurf verabschiedet, welcher Spiele und Wetten im Internet regulieren soll und das Ende von (legalen) Online-Casinos und Wettanbietern zur Folge haben kann.

Wie die älteste zypriotische Zeitung „CyprusMail“ berichtet, wurde das Gesetz im Vorfeld kontrovers diskutiert und im Regierungsausschuss bereits abgelehnt, dann jedoch erneut eingereicht und schließlich am Freitag in einer anonymen Abstimmung abgesegnet. Die Folgen für Online-Gaming sind massiv, denn der Regulierungsentwurf beinhaltet ein generelles Verbot von Online-Casinos sowie die Regulierung von Online-Wetten.

In Bezug auf Wetten bezieht sich der Entwurf auf das sogenannte exchange betting, bei dem User untereinander Wetten und ein Online-Anbieter eine gewisse Gebühr pro Transaktion bekommt, also ähnlich dem Rake beim Online-Poker. Mit dem  neuen Gesetz will die Regierung nun den legalen Wettmarkt im Internet regulieren, indem beispielsweise die Wettanbieter einen bestimmten Beitrag  an die Gaming Behörde zahlen müssen, welcher anschließend der zypriotischen Sport Vereinigung zukommen soll.

Während Zypern versucht, Online-Wetten zu regulieren und an den Gewinnen der Anbieter mit zu verdienen, sollen Online-Casinos, deren Anzahl in den vergangenen Jahren stark gestiegen ist, schlicht verboten werden. Der Präsident des Rechtsauschusses Yiannakis Omirou drängt darauf, das Gesetz schnellstmöglich umzusetzen und wählt dabei drastische Worte. So müsse man schnell handeln, um diesen „Krebs von den Eingeweiden der zypriotischen Gesellschaft zu entfernen.“

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Es scheint also so, als würde es auf Zypern ähnlich laufen wie in vielen anderen Ländern, dass die legalen Anbieter verschwinden, sich jedoch gleichzeitig der Markt für die illegalen Online-Glücksspielanbieter öffnet.

 

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