Purple Lounge ernennt Konkursverwalter – trübe Aussichten für die Spieler-Community

Ende April ging die englische Poker Website „Purple Lounge“, ohne große Vorankündigung vom Netz und ließ eine ebenso erstaunte, wie erboste Spielergemeinschaft zurück. Nach diversen Rettungsversuchen wurde nun ein Konkursverwalter für das Gaming-Unternehmen eingesetzt. Für die Spieler und ihre Konten heißt das auf jeden Fall nichts Gutes.

Ende April ging „Purple Lounge“ offline. Drei Wochen später startete „Devilfish Poker“ mit einer eher zweifelhaften Übernahme den letzten Rettungsversuch und nun wird die Pleitefirma endgültig liquidiert.

Wie die „London Gazette“ berichtete, hat das Mutterunternehmen „MediaCorp PLC“ mit der renommierten englischen Firma „Baker Tilly Restructuring and Recovery LLP“ einen Liquidator gefunden. Am 23. Juli gibt es ein Gläubigertreffen. Danach wird entschieden, zu welchen Teilen die noch vorhandenen Vermögenswerte aufgeteilt werden.

Für die Auszahlung der Spielerkonten bedeutet das nach Expertenmeinung natürlich nichts Gutes. Obwohl „Purple Lounge“ eine Tochtergesellschaft der in London sitzenden „MediaCorp PLC“ ist, die durch die „Lotteries & Gaming Authority“ von Malta lizenziert wurde, gab es offenbar keine vom Unternehmensvermögen getrennte Spielerkonten und so auch keinen Schutz für die Spieler.

Im Januar 2012 war „Purple Lounge“ vom Microgaming Netzwerk zum Entraction Netzwerk gewechselt. Schon drei Monate später gingen die Lichter aus. Die Neubetreiber hatten gewaltige Unregelmäßigkeiten entdeckt und sahen sich darauf gezwungen den Betrieb einzustellen. Die Guthaben der Spielerkonten waren für die Finanzierung des operativen Geschäfts eingesetzt worden: eine schwere Verletzung der Lizenzvorgaben, die offenbar sowohl von Besitzer „MediaCorp“ als auch dem Microgaming Netzwerk unentdeckt geblieben war.

Inzwischen zeigt sich allerdings auch die „MediaCorp“ blind, taub und stumm gegenüber der Wut ihrer einstigen Spieler und lehnt jegliche Konsequenzen ab. Unter neuer Leitung plant das Unternehmen gar eine neue Gaming-Site namens „Intabet“ für die man sich momentan um eine Lizenz bewirbt.

In welcher Höhe die Spieler ihre Guthaben ausgezahlt bekommen, darüber entscheidet ab sofort der Konkursverwalter. 

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