Frankreich, Italien, Portugal und Spanien vor Zusammenlegung des Online Poker Marktes?


Die Regulatoren aus Italien, Frankreich, Spanien und Portugal haben sich vor Kurzem für zwei Tage getroffen. In den Gesprächen ging es um eine regulatorische Zusammenarbeit. Im Detail wurde über eine gemeinsame Nutzung von Informationen, die Zusammenlegung der Märkte und eines einheitlichen Playerpools diskutiert. Diese wieder zusammenzulegen, wäre der Grundstein, einen Teil Pokereuropas wieder zu vereinen.

Das Treffen der vier Regulatoren fand bereits am 19. und 20. Juni statt. Jedoch wurde erst am 11. Juli eine Pressemitteilung bezüglich des Treffens veröffentlicht: „Die Gespräche zielten darauf ab, einen gemeinsamen Weg im Feld der Regulation zu finden und den Informationsaustausch zu fördern.“ Um die Verbraucher vor Betrug, Sucht und kriminellen Machenschaften zu schützen, einigten sich die Aufsichtsbehörden, über die Landesgrenzen hinaus zusammenzuarbeiten, ein gemeinsames Konzept zu erstellen, sowie sich über die Lizenzkriterien auszutauschen.

Weiter wird in der Mitteilung ausgeführt: „Darüber hinaus war ein Hauptpunkt der Diskussionen, die Vorraussetzungen für eine mögliche, gemeinsame Liquidität der teilnehmenden Länder zu schaffen.“ Seitdem die Länder ihre Märkte seperat liberalisierten und ihre jeweiligen Spieler vom Gesamtmarkt abkapselten, gingen die Spielerzahlen stetig zurück. Online Poker leidet eindeutig unter den national regulierten Playerpools. Dies war mit Sicherheit der wichtigste Punkt in den Diskussionen.

Bis zu einem gemeinsamen, regulierten Markt ist es noch ein sehr langer Weg. Vor allem, weil viele Länder bisher noch nicht einmal in der Lage waren und sind, ihren eigenen Markt zu regulieren. Ein vereintes Online-Poker-Europa ist noch in weiter Ferne, doch der erste Grundstein wurde mit diesen Gesprächen gelegt und zeigt den Willen an dieser Situation etwas zu ändern. Das nächste Meeting wird im kommenden Dezember in Paris stattfinden.

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