Inside WSOP: Jarrett Nash erklärt religiösen Brauch


Nach der WSOP ist vor der WSOP. Während sich die „October Nine“ auf den Final Table und den Main Event Sieg vorbereiten, gibt es für viele Spieler noch einiges an Informationen zur WSOP 2012. Ein Update kommt zum Beispiel von Jarrett Nash. Dieser ließ sich aufgrund eines religiösen Brauchs an Tag 5 des Main Events ausblinden. Nun äußert er sich selbst zu diesem Vorfall. 

Es war die Schlagzeile an Tag 5 des Main Events der World Series of Poker 2012. 282 Spieler von ehemals 6.598 Spieler waren noch mit von der Partie. Doch nur 281 von ihnen kamen zurück an die Tische. Jarrett Nash war nicht aufzufinden. Dieser lies den Verantwortlichen des Turniers mitteilen, dass er aufgrund eines religiösen Brauchs das Turnier nicht fortsetzen kann. Der Amateurspieler wird am Ende 171. und erhält $44.655 Preisgeld.

Sein Cousin erklärte: „Ich schätze er ist aufgrund des religiösen Glaubens seiner Frau einfach nicht da. Er ist mit ihr bis nach acht Uhr auf dem Zimmer. Sie haben vor kurzem geheiratet, somit ist es das erste Mal, dass dies passiert. Und ich glaube, dies ist seine erste große (Poker)Auszahlung.

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Nun meldet sich Nash nach all dem Trouble zu Wort. Entgegen einer ursprünglichen Quelle ist seine Religion nicht das Judentum. Er erzählte Cardplayer.com, dass er und seine Frau „nicht-konfessionelle Christen“ seien, die jede Woche von Freitagabend bis Samstagabend einen Tag der Ruhe einlegen würden. 

Jarrett Nash kam nach Las Vegas um einzig und allein das Main Event der World Series of Poker zu spielen. Der Sieger erhält hier bekanntlich nicht nur 8,5 Millionen Dollar Preisgeld, sondern auch jede Menge Ruhm und Ehre. Doch Nash war sich bewusst, dass er beim Main Event höchstwahrscheinlich den Final Table nicht erreichen würde. Dies würde spätestens durch seinen fundamentalistischen Glauben an Tag 5 gestoppt. Doch er rechnete sich aus, dass er es auf jeden Fall ins Geld schaffen könnte. Also entschloss er sich, dieses Event zu spielen. „Ich wusste, was passieren würde“, so Nash, der insgeheim hoffte, dass er den Tag, trotz Ausblinden überleben könnte. Trotzdem bedauert er den Verlust nicht. Er freut sich sehr über die $45.000 und ist sich sicher: „Gott hat einen Plan dafür.“ 

Seine Vorgehensweiße wurde in der Pokercommunity belächelt und kritisiert. „Für all diejenigen, die diese Entscheidung nicht verstehen können, kann ich nur empfehlen: Sucht die Freundschaft mit Gott!“ Nash kommt aus einer Baptisten-Familie, die ihn allerdings verstehen und unterstützen. Sie seien stolz, dass er diese Entscheidung getroffen hatte, um seine Überzeugung nicht zu verlieren. 

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