Deutscher Millionenbetrüger in Las Vegas gefasst


Ein Leben in Saus und Braus in einer der kostspieligsten Metropolen der Welt. Der Millionenbetrüger Ulrich E. aus Deutschland gönnte sich dieses Vergnügen auf Kosten zahlreicher Anleger, die ihm ihr Geld anvertrauten. Nun wurde er im Pokermekka Las Vegas gefasst und wird nach Deutschland ausgeliefert.

Nach der Jahrtausendwende prellte Ulrich E. Anleger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz um mehr als 80 Millionen Euro. Er hatte dort über eine Firma in Florida tausende Anleger mit dem Vorwand angelockt, mit Aktien und anderen Wertpapieren zu handeln. Sie überwiesen dem Kriminellen das Geld in die USA und sahen keinen Cent davon wieder.

Bereits seit 2007 liegt ein internationaler Haftbefehl gegen E. vor. Doch die US-Behörden kamen dem Betrüger erst im vergangenen Jahr auf die Spur, als sie den Fall neu prüften und herausfanden, dass er im Bundesstaat Nevada, unter einen neuer Identität, ein ähnliches Schneeballsystem aufgebaut hatte.

Auf die Schliche kam ihm die Staatsgewalt im Zuge einer Alkoholkontrolle in der Nähe von Las Vegas. Ulrich E. musste seinen Fingerdruck abgeben und konnte somit identifiziert werden. Das FBI stellte in einem seiner Lagerhäuser tausende Kunstwerke sicher. E. wird nun nach Deutschland ausgeliefert, wo ihn eine lange Haftstrafe erwartet. Die US-Justiz wirft ihm lediglich einen Verstoß gegen die Einwanderungsvorschriften vor.

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