Bellagio Räuber bekennt sich schuldig

Im Mai diesen Jahres gab es im Bellagio in Las Vegas einen dreisten aber erfolglosen Überfall. Mit Perücke, Sonnenbrille und einer Dose Pfefferspray versuchte man Jetons im Wert von $115.000 zu rauben. Der Schuss ging natürlich nach hinten los und nun bekannte sich einer der Räuber für schuldig. 

Der Croupier hielt es für einen schlechten Scherz, als am 19. Mai zwei Casino Gäste ihm Pfefferspray in die Augen sprühten, 23 $5.000 Chips aus der Chip-Box nahmen und versuchten mit der Beute zu fliehen. Denn schließlich haben Casinos eine der besten Sicherheitsmaßnahmen der Welt. Doch die Räuber machten sich da wohl keine Gedanken. Mit Perücke und Sonnenbrille getarnt waren sie sich sicher, den großen Coup zu landen.

Falsch gedacht, denn ein Casino-Mitarbeiter hatte die Verfolgung aufgenommen und sich mit dem Schrei „ich stech dir deine verdammten Augen aus“ auf einen der beiden Räuber, Michael Belton, gestürzt. Alle 23 5.000er Chips sind auf den Boden gefallen und konnten kurz darauf sichergestellt werden. Der zweite Täter mit dem Fahndungsnamen „Carlos“ sei allerdings entkommen. Des Weiteren sei noch eine weitere Person an der Aktion beteiligt gewesen. Einzig der 24-jährige wurde gefasst.

Wie Michael Belton in einer ersten Vernehmung erklärte, sei Idee und Auftrag für den Überfall von einer dritten Person namens Carlos Rodriguez gekommen. Dieser hätte Belton mit einer Anzeige „Suche Mitarbeiter für Rückführung von Fahrzeugen“ nach Las Vegas gelockt, um ihm dort wenig später seinen Plan zu eröffnen. Belton, gerade arbeitslos und mit zwei kranken Eltern beschäftigt, hätte dem Unterfangen aus Geldnot zugestimmt. Laut Rodriguez` Idee hätten Belton und sein Kompagnon ihm die Chips am Ausgang des Bellagio übergeben sollen, um ihren „Boss“ dann in einem Hotelzimmer im Mandalay zu treffen. Wie die Polizei von Las Vegas mitteilte, fehlt von „Carlos“ und Carlos Rodriguez weiterhin jede Spur.  

Michael Belton hingegen bekannte sich nun für schuldig um ein milderes Strafmaß zu bekommen. Die Anhörung erfolgt am 23. September und dort erwartet ihn eine Haft-Strafe in Höhe von mindestens 2 bis zu 21 Jahren. 

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