Full Tilt Mitarbeiter Nelson Burtnick verhaftet und wieder auf freiem Fuß

Es ging gestern alles ganz schnell. Nach dem Black Friday folgt nun wohl der ‚White Tuesday‘. Während offiziell der Deal zwischen PokerStars, Full Tilt und dem DoJ verkündet wurde, konnte Nelson Burtnik verhaftet werden. Der Chef des „Payment Processings“ von Full Tilt Poker kam jedoch auf Kaution wieder frei. 

Nachdem bereits Ray Bitar sich den Behörden stellte und unter verschärften Bedingungen frei kam, folgte ihm nun gestern auch Nelson Burtnik. Doch während Bitar sich mit einer Fußfessel rumschlagen muss und 2,4 Millionen Dollar Kaution zahlen musste, hatte Burtnik mehr Glück. Er durfte nach einer Zahlung von $500.000 Kaution, die „Du kommst aus dem Gefängnis frei“ Karte ausspielen.

Ray Bitar hingegen musste zusätzlich ein Bürgschaft von 5 Freunden oder Verwandten unterschreiben lassen. Auf freiem Fuß ist Bitar auch ohne eigenen Pass unterwegs. Aufhalten darf er sich in New York und Kalifornien, wo er in Glendora ein Haus besitzt. Dort wird er allerdings mit Hilfe der Fußfessel elektronisch überwacht.

Über Nelson Burtnick ist generell nicht all zu viel bekannt. Laut den FBI Unterlagen war Burtnick zuerst bei PokerStars als Chef des „Payment Processings“ tätig und wechselte im Januar 2009 dann zu Full Tilt, wo der die gleiche Aufgabe übernahm. Des Weiteren war er Mitte der 2000er Jahre CEO eines kanadischen Zahlungsdienstleisters namens Copeland, Burtnick & Associates, der auf Online Zahlungen und ECommerce spezialisiert war. Gestern stellte er sich den Behörden und wurde direkt am Newark Flughafen empfangen. Einen Verhandlungstermin gibt es allerdings noch nicht. 

Hier nochmals die Anklageschrift gegen Ray Bitar und Nelson Burtnick.

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