Gus Hansen bekommt 2,5 Millionen zurück

Als das amerikanische Online-Poker am Black Friday im April 2011 sein Waterloo erlebte, war es Gus Hansen, der alle Jahres-Bilanzen anführte und mit knapp vier Millionen Dollar in Front lag. Die Nachricht über den Kauf von FullTilt durch PokerStars erreichte den „Great Dane“ auf dem Weg zurück nach Monaco. Den Deal und die kommende Auszahlung der Spielerkonten bezeichnete er als „unerwartetes Weihnachtsgeschenk.“

Gus Hansen war zwar ein nicht unwesentlicher Bestandteil der FullTilt-Strategie und Micro Shareholder der Firma, aber in die Unternehmensprozesse war er nicht eingebunden. Deshalb erreichte ihn die Meldung über den Verhandlungsabschluss am Dienstag auch überraschend. Die größte dänische Tageszeitung „Ekstrabladet“ interviewte Hansen per Telefon. Hier gibt’s ein paar Auszüge:

Gus Hansen zeigte sich aus zweierlei Gründen erleichtert über den Abschluss der Verhandlungen. „Auf der einen Seite ist das natürlich eine Erleichterung für diejenigen, die bei FTP an den Schalthebeln gesessen haben und dort über Monate wie in einem Bunker gegen das Unaufhaltsame gekämpft haben. Wir haben gesehen, wie es dunkel und wieder hell und wieder dunkel um FTP geworden ist. Ich bin froh, dass am Ende die richtige Entscheidung gefällt worden ist.“

Aber Hansen hat auch ganz persönliche Gründe zur Freude. 2,5 Millionen Dollar sind auf seinem FTP-Konto festgefroren. Die will er nun wieder in den Online-Pokerkreislauf einführen. „Alles in allem fühlt sich das an, wie ein unerwartetes Weihnachtsgeschenk. Aber, wie sagt man so schön: tötet das Huhn nicht, bevor es das Ei gelegt hat. Ich werde erst das Geld auf meinem Konto sehen, bevor ich es anfange auszugeben.“

Große Hoffnungen verbindet Hansen nun auch mit einer möglichen Legalisierung von Online-Poker in den USA. „Endlich ist die Poker-Community von einem großen schwarzen Fleck auf der Weste befreit. Jetzt fehlt nur noch die Rückkehr der Amerikaner in die Welt des Online-Poker.“

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