Ashton „theashman103“ Griffin: „Nie mehr Online-Poker“

Er war einer der größten Profiteure auf den High Stakes von FullTilt und gewann innerhalb von drei Jahren über fünf Millionen Dollar. Im Zusammenhang mit der Übernahme von FullTilt durch PokerStars und der kommenden Auszahlung aller Spielerkonten sagte der 23-Jährige nun in einem Interview den  Satz: „Ihr werdet den Ashman nicht mehr so schnell an den $200/ $400-Tischen wiedersehen.“

Er war einer der aktivsten Highroller auf den Nosebleed Limits vor dem Black Friday und hat nun von Online-Poker wohl trotz der positiven Entwicklungen um den Fall FullTilt die Nase voll. Asthon Griffin sagte kürzlich in einem Interview: „Wenn man lange Poker spielen will, kann man das eigentlich nur live. Ich habe seit dem Black Friday nicht mehr online gespielt und die Lust am Poker neu entdeckt. Ich sehe mich selber mit Menschen am Tisch sitzen, die ihre Lebenserfahrungen tauschen, Spaß haben wollen und auch mich zum Lachen bringen. Wir Online-Nerds können einen solchen Schub für die Persönlichkeitsentwicklung brauchen.“

Griffin will seinen Nachfolgern an der Grinder-Front allerdings auch nicht mit Dogmatismus begegnen. „Ich verstehe alle, die sich jetzt, wie ich vor noch nicht allzu langer Zeit versuchen eine Bankroll aufzubauen. Aber gerade die, die jede freie Sekunde vor dem Bildschirm sitzen, sollten wissen, dass genau das den letzten Rest Spaß und Lebensfreude aus ihren Seelen saugen wird.“

Warnen will der Amerikaner offenbar auch vor anderen Gefahren. Er selbst habe durch diverse Undiszipliniertheiten große Mengen Geld verloren und sei nur durch ein paar Sicherheitsmaßnahmen nicht broke gegangen. „Die Kombination aus Erfolg, Geld und einem Mangel an Disziplin in jungen Jahren ist eine Einbahnstraße in Richtung Schmerzen.“

Den Black Friday überlebte Griffin in finanzieller Hinsicht durch eine gewagte Prop Bet. Nur zwei Monate bevor für die US-Amerikaner das Licht in Sachen Online-Poker ausging, riskierte der Ashman einen Großteil seiner Bankroll in einer Laufwette. Innerhalb von 24 Stunden musste Griffin auf einem Laufband 100 Kilometer zurücklegen. Bei Misserfolg hätte er seinen Kontrahenten 900.000 Dollar auszahlen müssen. Doch Ashton schaffte die Distanz 45 Minuten vor Ablauf der Zeit und kassierte seinerseits 300.000 Dollar in Cash.

Durch den Black Friday, so Ashton Griffin sei er ein reiferer Mensch geworden. Nach einigen Reisen sei er von sich selber erschüttert gewesen, wie wenig er von der Welt gewusst habe. Außerdem hätte ihn die Zeit nach dem April 2011 gelehrt ein bisschen vorsichtiger in der Bewertung seiner Mitmenschen zu sein.

Trotzdem hoffe er nun vor allem für seine Freunde, dass das FullTilt Desaster noch zu einem guten Ende findet. „Ich habe mindestens ein Dutzend Freunde, die sechsstellige Summen auf ihren FT-Konten haben. Für sie fühlt sich das Ganze nun wie ein neues Leben an.“

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