Angst vor Gang-Krieg – Polizei in Macao führt Razzien in Casinos durch

Nach einem Anstieg der Gewaltverbrechen in Macao in den vergangenen Wochen hat die örtliche Polizei offenbar Angst vor einem Aufleben der Gang-Kriege in den 90er Jahren. Kurz vor der Freilassung des ranghohen Mafia-Bosses, Wan „Broken Tooth“ Kuok Koi (Foto) wurden deshalb nun zahlreiche Casinos Ziel umfangreicher Razzien.

Es war offenbar eine lange vorbereitete Operation. In enger Zusammenarbeit mit den Behörden von Hong Kong und China hat die Polizei in Macao kürzlich unter dem Codenamen „Thunderbolt“ eine groß angelegte Razzia in Hotels und Casinos durchgeführt. Insgesamt wurden 1.300 Personen befragt und 149 von ihnen für längere Verhöre festgenommen. 

Die Razzien sind offenbar eine Reaktion auf eine Serie von Morden und Anschlägen, die Macao innerhalb der vergangenen Wochen für Unruhe gesorgt hatten. Die Behörden fürchten offenbar eine Rückkehr der Bandenkriege der 90er Jahre und möchte diese bereits im Keim ersticken. Kurz vor der Jahrtausendwende war es in der Boom City zu Verteilungskämpfen gekommen in deren Folge 40 Menschen bei Schießereien ums Leben kamen.

Einer der damals aktivsten Mafia-Bosse, Wan „Broken Tooth“ Kuok Koi (Foto), Anführer der Triaden-Gang „14K“ steht nun nach 15 Jahren vor seiner Haftentlassung. Die Polizei befürchtet offenbar, dass sich die Banden nun bezüglich dieses Ereignisses in Stellung bringen.  

Bereits am 2. August waren 17 Personen inhaftiert worden, die in einem gut organisierten Coup drei Casinos um gewaltige Geldsummen betrogen hatten. Durch die Bestechung von Dealern und den Einsatz von Mini-Kameras an Baccarat-Tischen waren fast 12 Millionen Dollar in die Taschen der Bande gewandert.

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