Die Zocker-Mönche bekommen milde Strafen

Sechs führende Mönche, die rauchend und trinkend bei einer 13-stündigen High Stakes Cash Game Partie um Millionen spielten, wurden heimlich im Mai 2012 gefilmt. Jetzt folgt das Urteil: $1.775 Strafe. 

Es war ein Skandal, der die Pokerwelt zum Schmunzeln, allerdings ein Land in Aufruhr brachte. Ein Video beweist, dass sechs Mönche des Jogye-Ordens trinkend und rauchend während einer Partie High Stakes Cash Game ihr Geld verzocken. Rund 800.000 Dollar sollen auf dem Tisch gelegen haben.

Der Jogye-Orden ist mit 10 Millionen Mitgliedern, also einem Fünftel der südkoreanischen Bevölkerung, der größte buddhistische Orden des Landes. Klar, dass die Bevölkerung empört war und der Orden unter Druck stand. 

Die verantwortlichen Mönche mussten natürlich den Orden verlassen. Der Führer des Ordens entschuldigte sich bereits öffentlich. Doch da das Spielen um Geld in Südkorea außerhalb der staatlichen Casinos und Rennbahnen verboten ist und erhebliche Grundsätze des Buddhismus übertreten wurden, sollten noch weitere Konsequenzen folgen. 

Die Staatsanwaltschaft leitete eine Untersuchung ein. Zwei Mönche mussten eine Strafe in Höhe von $1.775 Strafe zahlen. Peanuts, für Highroller-Spieler. Im Gegensatz dazu wurden der Mönch, der das Ganze filmte und die Person, die die Kamera illegal installierte, wegen Sachschaden, Einbruch und Hausfriedensbruch zu Haftstrafen auf Bewährung verurteilt. 

Der Dalai Lama postete währenddessen heute auf twitter ironischerweise die Weisheit: „Don’t blame others for your uneasy feelings; blame your own state of mind.“ 

[cbanner#9]

Hier nochmals das Video der Zocker-Mönche

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich Hochgepokert.com vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.

Einen Kommentar schreiben