Die Schweizer Pokerabrechnung – Urteil wird nächste Woche gefällt

In Zollikofen im Kanton Bern in einem Fabrikgebäude, gab es einen illegalen Spielclub, welcher in der Schweiz 2010 Schlagzeilen machte. Es war eine brutale Eintreibung von Spielschulden, welche ziemlich forsch mit Waffengewalt und Eisenstangen vor sich ging. Es ging um mehrere zehntausend Schweizer Franken und das Regionalgericht Bern verhandelte gestern über diesen Fall. 

Im illegalen Pokerclub tummelten vor allem Spieler mit Wurzeln aus dem Balkan und spielten hohe Cashgamepartien. Doch es war ein Schweizer welcher im Milieu „Der Boss“ genannt wird und bei einem Brüderpaar aus Südosteuropa mit Waffengewalt Schulden eintreiben wollte.

Dieser kam vor zwei Jahren eines Nachts mit einer Pistole und Eisenstange bewaffnet in den Pokerclub und schleppte den einen Bruder aus dem Lokal. Noch auf der Treppe traktierte er diesen mit einer Eisenstange und einer Pistole. Auch fielen Schüsse. Als der andere Bruder dies mitbekam, eilte er ihm zu Hilfe und die Schlägerei artete brutal aus.

Die Brüder zeigten darauf den Schweizer an, wobei die Polizei mit einem schwerbewaffneten Spezialkommando an dessen Wohnort auftauchte. „Der Boss“ schoss sogar auf die Polizei, wobei er einen Beamten leicht verletzte.

Allen Beteiligten sind heute immer noch körperlich und psychisch angeschlagen. Mit der Klage des Brüderpaars gegen den „Boss“ ging diese Woche am Regionalgericht in Bern der Prozess zu Ende. Das Urteil wird nächste Woche verlesen. Es wird eine Gefängnisstrafe von mehreren Jahren erwartet.

Cheers

Martin Bertschi

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