Republikaner sind strikt gegen die Legalisierung von Online-Poker

  Für die Pokerspieler in den USA scheint es bei den anstehenden US-Präsidentschaftswahlen nur eine Option zu geben. Nämlich für Barack Obama zu votieren. Auf ihrem Nominierungsparteitag in Tampa legten die Republikaner, um ihren Kandidaten Mitt Romney eine Agenda vor, die das Wahlprogramm zusammenfasst. Darin gibt es auch ein Kapitel zum Online-Glücksspiel. Darin wird die Reinstallierung des Wire Acts gefordert, welche jegliche Art von Online-Glücksspiel für illegal erklärt.

Der Republikaner und Präsidentschaftskandidat Mitt Romney liegt in Umfragen momentan noch weit hinter Barack Obama. Deshalb wird es wohl Zeit den Wahlkampf zu radikalisieren. Und das heißt traditionell, dass es gegen Homosexuelle, Migranten, Liberale und auch gegen die „Glücksspiel-Ritter“ geht.

Schwer dürfte die Rhetorik den Männern, um Mitt Romney nicht fallen, denn bei dessen Schattenkabinett, um Vize Paul Ryan handelt es sich um ein Konglomerat aus Tea-Party-Radikalinskis und religiösen Fundamentalisten. Und die knöpfen sich bekanntlich auch gern die Glücksspiel-Problematik vor.

In einer, auf dem Nominierungsparteitag in Tampa vorgelegten Papier gibt es nun auch ein Kapitel mit der Überschrift: „Making the Internet Family-Friendly”.
Darin heißt es sinngemäß, dass schon jetzt Millionen Amerikaner mehr oder minder spielsüchtig sind und damit systematisch sich, ihre Familien und damit letztlich auch die Gesellschaft zerstören.
Und dann kommt es zur entscheidenden Passage: „Wir unterstützen das Verbot des Internet-Gamblings und verlangen, dass die vom Justizministerium vorgelegte Interpretation des Wire-Card-Acts, welche Online-Glücksspiel möglich machen könnte, zurückgenommen wird.“

Wie die Demokraten, um Barack Obama zu der Thematik stehen, zeigt ein Statement des Weißen Haus vom Mai, das einen direkten Bezug auf eine Petition der Poker Players Alliance (PPA) nimmt. Dabei wird die Novellierung des Wire Acts begrüßt. Allerdings sieht man eine Regulierung eher in der Verantwortlichkeit der Bundesstaaten, denn in einem förderalen Gesetz.

„Die Regierung versteht, dass es eine Menge Amerikaner gibt, die zum Vergnügen online spielen. Dabei ist klar, dass das Online-Wetten auf Sportevents Bundesrecht verletzt. Was die anderen Formen des Online-Gamblings betrifft, sehen wir die Verantwortlichkeit bei den einzelnen Bundesstaaten. Wenn es dort zu keiner Regulierung kommt, verletzen die Aktivitäten ebenfalls Bundesrecht.“

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