Lederer und Ferguson hoffen auf „Skill Game“

Richter Jack Weinstein erklärte vor zehn Tagen Poker als „Game of Skill“. Somit fällt Poker nicht mehr unter den Illegal Gambling Business Act (IGBA). Das kommt Howard Lederer und Chris Ferguson zu Gute, denn die beiden ehemaligen FTP Pros und Vorstandsmitglieder fordern eine Freisprechung. 

Howard Lederer und Chris Ferguson sind mit Ray Bitar die meist gehassten Spieler in der Pokerszene. Der Black Friday veränderte alles und schnell wurden den Spielern bewusst: Full Tilt hat uns geprellt. Die gesamte Community war über die Nachricht sehr erfreut, dass PokerStars nun Full Tilt aufkaufen wird und die Spieler ausbezahlt. Das alte Management von Full Tilt bleibt logischerweise nicht bestehen. Lederer und Ferguson hat man allerdings seit Monaten auf keinem Turnier mehr gesehen, obwohl das Gerücht umging, Lederer wolle am Main Event der WSOP 2012 teilnehmen. 

Dies könnte sich allerdings bald ändern. Denn nachdem Richter Jack Weinstein Poker als Game of Skill anerkannte, fällt dieses nicht mehr unter den Illegal Gambling Business Act (IGBA), gegen den die beiden verstoßen haben sollen.  Lederers Anwalt Elliot Peters gibt folgende 3 Varianten als unverbindliche Vorschläge an den zuständigen Richter Leonard B. Sand: 1) den Fall Lederer et al ruhen lassen, bis es eine Entscheidung zum Fall Weinstein gibt, 2) einen Art Vergleich der betroffenen Partien anzustreben oder 3) sich zu äußern, ob Poker nun in den Bereich der IGBA fallen wird.

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Doch US-Staatsanwalt Preet Bahara machte bereits deutlich, dass die beiden mit dieser Forderung keinen Erfolg haben werden. Denn Richter Kaplan, der den Black Friday Prozess betreut, erklärte bereits John Campos und Chad Elie für schuldig. Auch sie versuchten auf ähnlicher Basis zu erläutern, dass sie nicht gegen den IGBA verstoßen haben, ohne Erfolg. 

Während allerdings in Amerika Lederer und Ferguson hoffen, dass Poker tatsächlich als Game of Skill gesehen wird, sieht es in Deutschland ganz anders aus. Denn Eddy Scharf möchte Poker als Glücksspiel sehen. Sollte er nicht Recht bekommen, müssen er und hundert weitere Pokerspieler, die vom Finanzamt angeschrieben wurden, auf ihre Pokergewinne Steuer zahlen. Ende des Jahres geht es vor Gericht und hier bleibt es spannend. Denn sollte Poker als „Skill Game“ angesehen werden, dann ist zu erwarten, dass auch Online-Poker eine gute Chance auf eine Legalisierung haben könnte.

Hier der Brief von US-Staatsanwalt Preet Bahara:

8 29 12 USAO Letter to SDNY re U.S. v PokerStars, et al.

quelle: calvinayre.com

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