Muss Caesars Entertainment die WSOP verkaufen?

Die Aktie fällt und fällt. Mittlerweile sehen die Analysten Caesars Entertainment – einen der größten Gamling-Giganten weltweit – vor einer kompletten Umstrukturierung. In diesem Zug wird dem zu sanierenden Unternehmen geraten, sich auch von Vermögenswerte, wie der WSOP zu trennen.

Fatale Downswings kommen auch in der Wirtschaft zum Teil aus dem Nichts und können eine rasante Dynamik annehmen. Letztes Beispiel innerhalb der Gambling Industrie ist Caesars Entertainment. In der vergangenen Woche begann deren Aktie um 10,7 Prozentpunkte abzusacken. Anfang der Woche waren es dann noch mal 7 Prozent Verlust und gestern weitere 2 Prozent. Ursächlich dafür sicherlich der immer härter werdende Verdrängungswettstreit in den stetig schrumpfenden Märkten in Las Vegas und Atlantic City.

Allein im zweiten Quartal 2012 machte das Unternehmen einen Verlust von 241 Millionen. Mittlerweile wird von einer zunehmenden Anzahl von Analysten angezweifelt, ob der Gambling-Gigant überhaupt noch in der Lage ist seine 19,9 Milliarden Dollar an Verbindlichkeiten zu bedienen. Die Rating-Agentur „FitchRatings“ stufte Caesars deshalb auch von „stabil“ auf „negativ“ zurück.

Für 2013 und 2014 werden dem Unternehmen Verluste von 450 beziehungsweise 600 Millionen Dollar prophezeit. Geld, welches das Mutterunternehmen OpCo über Kredite abdecken muß.

Caesars Entertainment wird zwar allgemein bescheinigt auch in Zukunft ein zahlungsfähiges und handlungsfähiges Unternehmen zu sein, aber es wird damit gerechnet, dass die beiden größten Aktienhalter Apollo Global Management LLC und TPG Capital LP auf einen Neustrukturierung der Schulden drängen werden.

Dazu gehört wahrscheinlich auch der Verkauf von Unternehmenswerten. Und eine der wertvollsten Assets von Caesars ist die WSOP. Um sich allein die Dimension des Live-Wertes dieses Brands vorzustellen, reicht ein Blick auf nackte Zahlen. 2012 gab es allein beim Main Event einen Preispool von über 60 Millionen Dollar. Caesars kassierte hier einen Rake von 4,2 Prozent, was einem Wert von etwa 2,4 Millionen Dollar entspricht. Bei der WSOP 2012 gab es 60 verschiedene Events.

Noch viel größer wird allerdings der Wert des Brands für mögliche Online-Umsätze. Sollte es schon bald zu einer Regulierung des US-Online Gambling Marktes kommen, wird kein Brand soviel wert sein, wie der der WSOP. Das wissen natürlich auch die Verantwortlichen bei Caesars. Und so muß der Abstieg wohl eher noch ein bisschen weitergehen, bevor sich Caesars dazu entscheidet ihr Tafelsilber zu verscherbeln. 

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