Der „Jamie Gold Poker Room“ im Tropicana schließt für immer seine Pforten

Vor genau sieben Monaten startete das Tropicana Casino in Las Vegas sein ganz eigenes Jamie Gold-Experiment. Der umstrittene Main Event Champion von 2006 sollte mit seiner Person den neu eröffneten Poker-Room promoten. Offenbar ohne Erfolg, denn jetzt beendete das Tropicana das Abenteuer „Poker-Room“ und gab seinem „Star“ den Laufpass.

Sie hatten in letzten halben Jahr wirklich alles probiert. Von Celebrity-Turnieren, über attraktive Freerolls bis zur Trainings-Session mit Jamie Gold war alles dabei. Doch so richtig zünden wollte das Experiment mit dem Weltmeister von 2006 nie. Dabei hatte man den Poker-Room extra nach ihm benannt. Zwar wurde das, ob des katastrophalen Rufes von Gold innerhalb der Poker-Szene nur ungläubig belächelt, aber für den Main Stream sollte der Name doch allemal ziehen.

Tat er aber wohl nicht. Das Las Vegas Review-Journal veröffentlichte Anfang der Woche ein offizielles Statement des Tropicana in dem es heißt: „Im Rahmen unserer Umstrukturierungsarbeiten im Tropicana haben wir uns entschlossen den Jamie Gold Poker Room zu schließen. Wir werden für die Räumlichkeiten und das engagierte Personal anderweitig Verwendung finden.“

Dabei handelt es sich offenbar um umfangreiche „Umstrukturierungen“, denn im Poker Room gab es acht Cash Game-Tische und etwa 30 weitere Tische für die täglich stattfindenden Turniere.

Auch Jamie Gold äußerte sich via Podcast auf www.vegaspokerradio.com zu seiner Vertragsauflösung. Glücklich und froh sei er für diese außergewöhnliche Erfahrung. Allerdings bezweifelte er, dass wirklich jeder Verantwortliche im Tropicana am Erfolg des Poker Rooms interessiert gewesen sei. „Ich hatte am Ende das Gefühl nur ein Bauernopfer gewesen zu sein.“ Gold hatte 2006 das bisher größte WSOP-Main Event aller Zeiten und dabei ein Rekord-Preisgeld (12 Millionen Dollar) gewonnen. Nach seinem Triumph war herausgekommen, dass er einen Partner um seinen wohl verdienten Anteil betrügen wollte. Auch Golds bescheidene Poker-Künste hatten die Szene immer wieder die Nase über ihren Schmuddel-Boy rümpfen lassen.

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