US-Staatsanwaltschaft bittet die FullTilt-Führungsriege zur Kasse

Im Zuge der FullTilt-Verkaufsverhandlungen des DOJ war schon ein bisschen in Vergessenheit geraten, dass sich Howard Lederer, Chris Ferguson, Ray Bitar und Rafe Furst für ihre Aktivitäten beim Pleite-Giganten verantworten müssen. Doch nun hat die US-Staatsanwaltschaft von New York eine Ziviklage eingereicht. Danach sollen die FTP-Eigentümer 136 Millionen Dollar zahlen.

Insgesamt zwölf Anklagepunkte hat die erweiterte Klage nun. Es geht um illegales Glücksspiel, Bankbetrug, Internetbetrug sowie acht verschiedene Arten von Geldwäsche. Und es geht um einen Verstoß gegen den so genannten Travel Act. Dieses Gesetz aus dem Jahr 1961 stellt „die Verwendung der Post oder Reisen zwischen Bundesstaaten und ins Ausland, zum Zweck der Beteiligung an kriminellen Handlungen“ unter Strafe. Mit dieser Interpretation versucht man, vorbei an Wire Act und Illegal Gambling Business Act,  Lederer&Co. doch noch zur Zahlung verurteilen zu können.

Im Zuge der Ermittlungen des Department of Justice sind auch konkrete Zahlen bezüglich der katastrophalen Unternehmensführung bei FullTilt ans Licht gekommen. So sollen zwischen 2004 und 2011 neben Lederer, Ferguson, Bitar und Furst noch 18 andere Anteilseigener mit der Zahlung von insgesamt 444 Millionen Dollar bedacht worden sein. Dabei seien auf die Konten von Lederer, Ferguson und Bitar jeweils rund 41 Millionen Dollar gegangen. Rafe Furst hätte rund 11 Millionen Dollar überwiesen bekommen.

Howard Lederer soll sich von diesen Überweisungen einen Maserati, einen Shelby Cobra und vier Audis, sowie eine Luxus-Anwesen in Summerlin, Las Vegas gekauft haben. Da das hierzu aufgewendete Geld zweifelsfrei von der Pocket Kings Consulting Ltd. stammt, soll dieser Wohnsitz nun gepfändet werden. Gleiches erwartet Ray Bitar:  sein Haus in Kalifornien steht ebenso auf der Pfändungsliste, da auch hier eine direkte Verbindung zu Konten von Pocket Kings nachgewiesen werden konnte.

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