Spanien – Polizeiaktion gegen illegales Glücksspiel in Madrids Chinatown

Es ist ein gewaltiger Schlag gegen das organisierte Verbrechen. In Spanien wurden bei einer spektakulären Polizeiaktion 60 Personen in Madrid verhaftet. Die Ermittlungsrichter haben weitere 108 Haftbefehle erlassen.

Wie die Online-Plattform 20min.ch berichtet, gelang der Polizei in Fuenlabrada, das auch als Madrids Chinatown bekannt ist, ein riesiger Schlag gegen organisierte China-Banden. Die Liste der Beschuldigungen ist lang und geht von Prostitution und Bestechung über Geldwäscherei, Erpressung bis hin zum illegalen Glücksspiel.

Neben sämtlichen Casinospielen wie Roulette und Black Jack sollen auch regelmäßig illegale Pokerrunden in dem spanischen Chinatown stattgefunden haben. Poker und Glücksspiel ist bei den Asiaten sehr beliebt. Überall auf der Welt gibt es asiatische Märkte mit Waren aus China und Fernost und natürlich auch mit Restaurants, wo asiatische Spezialitäten angeboten werden. Meistens befinden sich diese Märkte in den Metropolen wie z.B. Toronto, London, Los Angeles, Madrid und Prag. 

Die Gewinnspannen auf die Importprodukt aus Fernost sind immens und die asiatischen Gechäftsleute sind mehr als fleißig. Auch wenn es nicht immer den Anschein hat, so werden auf diesen Märkten doch utopische Gelder verdient. Und das Glücksspiel liegt den Asiaten im Blut. Nahezu auf jeden dieser Märkte wird gezockt bis der Arzt kommt. Meistens in illegalen Runden, die streng geheim gehalten werden. Selbst wenn ein Auswärtiger mal in solch eine Pokerpartie rein kommt, behält er das doch eher meistens für sich. Zu lukrativ sind diese Runden um dafür Werbung zu machen. Der Profi schweigt und kassiert. 

Bei der «Operación Emperador» (Operation Kaiser) in Spanien wurde neben dem Boss der Organisation, Gao Ping, auch der Gemeinderat von Fuenlabrada, José Borrás, und Spaniens bekanntester Pornostar, Nacho Vidal, verhaftet. Ping lebte seit einiger Zeit in Somosaguas bei Madrid. Er hatte von Gemeinderat Borrás die nötigen – unechten – Bewilligungen erhalten, um in Fuenlabrada, das auch als Madrids Chinatown bekannt ist, mehrere Läden zu betreiben.

Die Produktionsfirma von Pornodarsteller Nacho Vidal stellte gefälschte Abrechnungen aus, die Pings Organisation der spanischen Steuerbehörde vorlegte. Die Ermittlungen, die zu den jetzigen Verhaftungen führten, haben vor zwei Jahren begonnen. Damals war es der Zollbehörde aufgefallen, dass die Banden nur die Hälfte der importierten Ware aus China deklarierten.

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