Überfall auf Grazer Automatencasino aufgeklärt

Am 28. September überfiel ein maskierter Mann mit einer Pistole das Grazer Automatencasino. Im besten Schulenglisch forderte der Täter das Geld von der 23-jährigen Kassiererin.

Vielleicht wurde ihm genau dieses Schulenglisch zum Verhängnis. Vielleicht brachte diese verstellte Situation die Ermittler darauf, dass es sich um einen Gast des Casinos handeln müsste. Allerdings hatte der jetzt gefasste 34-jährige Slowene noch weitere Fehler bei seiner plumpen Tat gemacht. So konnte die Polizei in Tatortnähe die Handschuhe und die Sturmmaske, die der Täter während des Überfalls trug, sicherstellen.

Die steierischen Kriminalisten ermittelten gemeinsam mit ihren Kollegen aus dem slowenischen Marburg den Täter. Dieser hatte zuvor bereits in Slowenien eine Tankstelle überfallen, wie er in der späteren Vernehmung zugab. Der Täter sitzt jetzt in Haft. 

Als Grund für den Überfall gab er seine Spielsucht an. Umso verwunderlicher war es, dass die Polizisten noch einen Großteil der Beute  sicherstellen konnte. Er war Stammgast im Grazer Automatencasino. Bei 30 Besuchen konnte er nicht einmal mit einem Gewinn nach Hause gehen. Auf dem Videoband des Casinos konnte die Polizei den Täter und das Tatfahrzeug, einen silbergrauen Alfa, ermitteln.

Jetzt sitzt der Mann in Marburg in U-Haft und wartet dort auf seinen Prozess. Das Verfahren wurde nach Slowenien abgetreten.. Zu den beiden Überfällen – beide begangen nach einem Casinobesuch, bei dem er viel Geld verloren hatte – soll der schwer spielsüchtige Mann nicht nur ein umfangreiches Geständnis abgelegt haben. Es konnte auch noch ein großer Teil der Beute sichergestellt werden – vergraben in einem Waldstück in der Nähe von Laibach. Mit dem Rest hatte der Mann einen Teil seiner Schulden bezahlt. Verschwunden bleibt die Tatwaffe, laut dem Täter eine Spielzeugpistole. Sie will er auf der Flucht weggeworfen haben.

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