Diskussion um Drittanbieter-Software

Holdem Manager, SnGRegistrator,Pokertracker: Jeder professionelle Onlinegrinder kennt die diversen Softwares von Drittanbieter, die die Gegner am Tisch analysieren und auswerten. Doch wie weit dürfen diese Programme gehen um ein faires Spiel zu garantieren?

Ein neues Tool hat jetzt eine große Diskussion über diese Programme aufgebracht. Ein Autoseating-Skript beoabachtet alle Cashgame-Tische in einem ausgewählten Limitbereich. Die Spieler werden analysiert. Wird am Tisch eines schwachen Konkurrenten ein Platz frei, setzt das Programm einen automatisch innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde auf den freien Platz. Wird z.B. ein neuer Tisch von einem schwachen Spieler eröffnet, wählt das Programm sogar die beste Positon auf den Spieler aus.

Momentan ist dieses Programm noch nicht auf dem freien Markt erhältlich, wird aber wohl schon von einigen Usern genutzt. Sollte die Software allerdings auf den Markt kommen, würde es bedeuten, dass die Tische immer direkt nach Eröffnung sofort besetzt sind. Mit normaler menschlicher Reaktionszeit hätte man keine Chance mehr einen Platz an den Tischen mit vermeintlich schwachen Gegnern zu bekommen. 

Bezugnehmend auf ihre Anti-Betrugs-Politik hat Party Poker bereits angekündigt, dass sie die Nutzung solcher Programme nicht dulden werden. Wichtig für die Onlineanbieter ist das Vertrauen ihrer Kunden in die Software. Setzt sich ein neuer Spieler an einem Tisch und innerhalb von Millisekunden füllt sich der gesamte Tisch, könnte so die Illusion entstehen, dass man nicht gegen reale Gegner spielt. 

Das Programm SnGRegistrator ist eine abgeschwächte Variante, die nur bei Sit’n’Gos zum Einsatz kommt. Derzeit wird dieser Programm von Poker Stars noch gestattet. Laut Poker Stars duldet man diese Programme, beobachtet allerdings die Entwicklung.

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