Nordrhein-Westfalen bekommt fünfte Spielbank

Der Landtag hat den Weg für eine fünfte Spielbank in Nordrhein-Westfalen frei gemacht. Mit der Zustimmung zum neuen Glücksspielstaatsvertrag billigten die Abgeordneten am Mittwoch zugleich Änderungen am NRW-Spielbankgesetz. Statt der bisher vier Casinos – in Aachen, Bad Oeynhausen, Dortmund und Duisburg – dürfen künftig fünf Spielbanken betrieben werden. Innenminister Ralf Jäger (SPD) nannte die zusätzliche Spielbank «eine Alternative zu illegalen Angeboten».

Über den zusätzlichen Standort entscheidet die Landesregierung. Köln macht sich Hoffnungen, den Zuschlag zu erhalten. Es sei aber noch keine Entscheidung gefallen, sagte eine Sprecherin des Innenministeriums. Das gesamte Gesetzespaket fand die Zustimmung von SPD und Grünen. Bei der Einzelabstimmung über die Änderung des Spielbankgesetzes stimmte auch die CDU mit Ja.

Der Düsseldorfer Parlamentsneuling Markus Weske hatte eine pfiffige Idee und schlug das „Präsidentenschlösschen“ vor, den Sitz der Düsseldorfer Bezirksregierung am Rheinufer. Auch Neusser Politiker bekundeten Interesse. Doch da geht wohl nichts mehr, denn die Würfel sind offenbar längst gefallen: Köln, die mit einer Million Einwohnern größte Stadt Nordrhein-Westfalens, solle die neue Spielbank bekommen, heißt es in Landtagskreisen.

Die Domstadt kann zusätzliche Einnahmen aber auch dringend gebrauchen. Erst unlängst wurde dort über die städtischen Mitarbeiter ein Zwangsurlaub verhängt – damit bei der Raumheizung gespart werden kann. Ein unwürdiger Zustand, der geradezu nach einem Kasino schreit.

quelle: dpa

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