William Hill verabschiedet sich aus Griechenland

William Hill hat heute verkündet, dass sie ihre Online-Aktivitäten in Griechenland beenden werden. Die Entscheidung erfolgte nach einer Warnung der Hellenic Gaming Commission. 

In Griechenland geht es heiß her. Finanzkrise, Proteste, Bestechung – dies dürften die drei häufigsten Wörter sein, die man im Zusammenhang mit dem Land momentan in den Medien hört. Auch in der Online-Gaming Branche wird heiß über die Zukunft diskutiert. Denn durch das neue Lizenz-Verfahren müssen Online-Poker Anbieter auf die vergangenen 2 Jahre Steuern zahlen. 

Vor wenigen Wochen wurde verkündet, das alle Pokerseiten, die es versäumt haben, die Steuern für die letzen beiden Jahre in Griechenland nachzuzahlen, gesperrt werden. Des Weiteren sollen die Verantwortlichen hinter den Online-Seiten bis zu 10 Jahre Freiheitsstrafe und eine Geldbuße in Höhe von €200.000-€500.000 aufgetragen bekommen. 

William Hill hat die Konsequenz daraus gezogen und wird sich nun vom griechischen Markt verabschieden. In einer Pressemitteilung gibt das Unternehmen an, dass die griechische Regierung versagt hat und gegen EU-Richtlinien verstoße. Des Weiteren geben sie ihre Enttäuschung gegenüber der EU-Kommission bekannt. Sie habe es versäumt, trotz erklärter Absichten wirksame Maßnahmen zu ergreifen. Die griechische, belgische und deutsche Regierung wurden hier nochmals deutlich kritisiert. 

Allerdings räumte William Hill ein, sich nicht vollständig aus dem Markt zurückzuziehen. Sollte es seitens der Regierung zu einer fairen Regulation kommen, sei man wieder bereit in Griechenland zu operieren. 

Im August 2011 wurden 24 provisorische Lizenzen vergeben, allerdings gibt es bis dato keinen formellen Weg, sich für eine vollwertige Lizenz zu bewerben. Viele Anbieter und Spieler sind sich sicher, dass die neue Regelung gegen das EU-Recht verstößt. Aufgrund der wirtschaftlichen Krise in Griechenland ist hier eine Neu-Regelung allerdings noch nicht in Sicht. 

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