Jamila von Perger mag keine halbnackten Bountygirls – Eine erzürnte Replik und ein Vorschlag zur Güte

Mit schönen Frauen lege ich mich gerne an. Früher legte ich mich mit ihnen auch gerne mal hin, jetzt genügt mir das gepflegte Duell der Worte. Gestern Abend musste ich bei Facebook allerdings folgenden bestürzenden Status lesen. SophieVPerger alias Jamila von Perger schrieb folgendes: „wenn ich noch so ein gehirnamputiertes halbnacktes mit poker nichts zu tun habendes bountygirl sehen muss fange ich an zu kotzen“.  – Einspruch! Meine hübsche und sonst so noble Kollegin von Cardcoaches com irrt mit ihrer gar nicht so noblen und hübschen Attacke. Halbnackte Mädchen hatten schon immer mit Poker zu tun. So wie die Jungs aus dem Nachtgeschäft und die alten Helden aus dem Wilden Westen. Ohne die gäbe es kein Poker und wegen denen, wird es immer Poker geben! Wenn die sich aktuell pokerbegeistert gebenden Fuzzis, Founder und Fuckfaces wieder in den eitlen Dreck ihrer Cocktailpartys und Jagdgesellschaften zurück geprügelt worden sind, werden wir es sein, die Poker weiterhin hochhalten.  – Und die „halbnackten bountygirls“ werden uns dabei helfen. 

Noch dazu fühle ich mich im doppelten Sinne zur Aufklärung verpflichtet. Einerseits handelt es sich bei Jamila von Perger um eine junge Kollegin und wer bitte, wenn nicht ich, könnte ihr besser erklären, um was es im Leben wirklich zu gehen hat? Anderseits bin ich durchaus verantwortlich für die wunderbare Häufung der wunderbaren Bilder. Samstagabend im Concord LugnerCity werde ich gejagt. Zusammen mit der ebenfalls wunderbaren Alexis San und der mindestens so wunderbaren Stefanie Mucha stellen wir das Team: „Götz and the Girls“. Das wird sicher spaßig und wenn sich eine Menge Leute auf so ein Event freut, kursieren eben eine Menge Bilder und Teaser im Internet. Vielleicht ist ja Jamila von Perger einfach nur ein wenig unglücklich, dass sie aus geographischen Gründen nicht dabei sein kann. Das entschuldigt allerdings nicht ganz das böse „gehirnamputiert“ vor „halbnacktes bountygirl“. Alexis, Stefanie und meine Wenigkeit sind auf unsere Art alle drei gleich schlau und vor allen Dingen, gleich fleißig. Dass Tänzerinnen und GoGoGirls mal automatisch dumm sind, ist nichts weiter als ein tatsächlich dummes Klischee. Womit wir elegant beim Glashaus wären, in dem Jamila von Perger nicht mit bösen Worten werfen sollte. Hätten wir gehirnamputierten GoGoGirls (zu denen ich mich in gewisser Weise als deren Fotograf auch zählen möchte) ein ähnlich von Vorurteilen geprägtes Denken, würden wir beim aristokratischen „von“ gleich auf fliehendes Kinn, degeneriertes Wesen und eine ganze Last von Erbkrankheiten tippen. Tun wir aber nicht, weil unser Gehirn eben bestens funktioniert. Auch den billigen Konter, Jamila wäre wohl nur eifersüchtig, weil sie sich eben niemals so fotografieren lassen könnte, müssen wir uns verbeißen. Hauptsächlich, weil er komplett unangebracht wäre. Jamila ist ein äußerst attraktives Persönchen. Billige Motive wie Neid oder Eifersucht sind völlig auszuschließen. Würde Benjamin Kang endlich ein einziges Mal auf mich hören und hätten wir bei Hochgepokert.com schon längst  ein Centerfold. Was für ein Gedanke! „Jamila die Pokerbaronesse lässt die Hüllen fallen – Exklusiv fotografiert von Götz Schrage auf Hochgepokert.com“ – Zumindest für einen Tag wären wir da vor BILD.de von den Hits und Mark Zuckerberg müsste sich mindestens zwei neue Server kaufen, damit sein Facebook nicht abfackelt sobald ich die Making off Bilder auf meine Pinwand stelle. 

Abgesehen davon, brauchen wir deutschen und österreichischen Pokerspieler momentan jede Unterstützung, die wir nur kriegen können. Wie schon mehrfach argumentiert und geschrieben, glaube ich auch weiterhin fest daran, dass gesellschaftliches Umdenken in grundsätzlichen Fragen niemals funktioniert und funktionieren kann, wenn es von oben nach unten gepredigt wird. Politiker, Gutachter und Entscheidungsträger sind meist nur Fähnchen im Wind der Obrigkeiten. Da verlasse ich mich viel lieber auf die Solidarität aus der Trash-Welt zu der ich mich mit Stolz zugehörig fühle. Alexis San, Stefanie Mucha und ich werden beim Bountyturnier unser bestes geben. Es wird garantiert wieder eine entspannte und freundliche Veranstaltung werden. Vielleicht verirrt sich ja auch ein Politiker ins Concord LugnerCity. Vielleicht einer von denen, die nicht bereit waren zu verhindern, dass in Österreich aktuell 1000 Arbeitsplätze der privaten Cardrooms akut gefährdet bleiben. Aber wahrscheinlich fehlt den Politikern der Mut, weil dann müssten sie sehen, dass es sich bei einem Pokertunier um eine vergnügliche und harmlose Veranstaltung handelt. Solche Events abzudrehen ist ähnlich schlau und vertretbar, wie Zitroneneis im August zu verbieten, oder Andreas Gaballier das Tragen von Lederhosen zu verbieten. – Wir werden uns jedenfalls den Spaß nicht vermiesen lassen und sollte sich der eine oder andere Hochgepokert.com Leser einfinden, bitte mich ungeniert ansprechen auf was auch immer. Gutes Blatt!

Götz Schrage

 PS: Das Kriegsbeil mit Jamila von Perger werde ich spätestens zu Neujahr begraben. 2013 beginnen wir unsere Beziehung einfach neu. Vielleicht kommt ja irgendein schlaues Casino auf die Idee und spannt uns zusammen für ein Doppel-Bounty: „Jamila die Pokerbaronesse und das böse Ekel“. Für die Plakatfotos wäre selbstverständlich wieder ich verantwortlich und Jamilas Outfit besorge ich dann höchstpersönlich. Sie kann sich auf meinen guten Geschmack verlassen. Großes Macho-Ehrenwort. 

PPS: Samstag 22.12. 2012  19.00 Uhr – Bounty auf „Götz and the Girls“ Concord LugnerCity. Buy in €20 rebuy/add on €10  – 2k Garantiert plus Bountyprämie. 

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