Die Rakeerhöhung in den Concord Card Casinos – Ein Interview mit Jonathan Luetkenhorst

Ein Kunde im Livepokerbereich will gewinnen und sich wohl fühlen. Genau dies hat sich die Concord Casino Gruppe auf ihre Fahnen geschrieben und mit der Küche der Cookstruppe gibt es 24 Stunden warme Speisen und faires Spiel zugleich. Dafür hat sich die die Concord Gruppe europaweit einen guten Ruf bei den Pokerspielern gemacht.

Doch seit dem 15. November 2012 hat die Concord Gruppe in allen Cardcasinos die Rake zum Teil massiv erhöht. Mit dem neuen Höchstbetrag an Rake von 25 Euro kommen hier bei einem Pot ab 1201 Euro annähernd 62,5 Prozent Aufschlag zusammen.

Vergleich Rakeaufschlag Concord Card Casino ab 15. November 2012

Potgrösse

Neu €

Alt

16

1

1

31

3

3

71

4

3

101

5

5

151

6

5

201

7

7

301

10

7

401

10

10

601

15

10

701

15

15

901

20

15

1201

25

15

Anmerkung: Die fettmarkierten Beträge sind die neu eingefügten Stufen, welche in der alten Rakestruktur noch nicht vorhanden waren.

Ob dies mit dem neuen Glückspielgesetz in Oesterreich, welches ab dem 1. Januar 2013 gültig ist, und der noch nicht erteilten Pokerlizenz zu tun hat, wollten wir direkt vom Management wissen.

Jonathan Luetkenhorst war für uns als oberster Turnierdirektor die richtige Ansprechsperson und stellte sich den unangenehmen Fragen:

Hochgepokert:
Die Rakeerhöhung sieht wie eine Torschusspanik aus. Noch nehmen was man kriegt, bevor die Concord Gruppe die Läden eventuell zumachen muss. Ist der Zeitpunkt der Erhöhung nicht etwas gewagt?

Jonathan Luetkenhorst:
Aufgrund der allgemeinen Teuerung müssen auch wir in regelmäßigen Abstanden eine Anpassung vornehmen. Der Zeitpunkt der Erhöhung hat nichts mit der rechtlichen Situation zu tun. Die Concord Card Casinos werden in jedem Fall auch 2013 geöffnet bleiben! Die aktuelle Situation hat uns ja nicht überrascht: Das Glücksspielgesetzt inklusive der Novellen 2008 und 2010 ist bekannt und wir haben es von einem angesehenen Verfassungsexperten prüfen lassen. Er ist zu dem Schluss gekommen, dass wir mit unserer Gewerbeberechtigung aus dem Jahr 1993 in jedem Fall auch nach dem 01.01.2013 weiterhin legal unsere Casinos betreiben können.

Ebenso möchte ich betonen, dass diese Erhöhung nur bei einem Extrembeispiel die angegebenen 62,5 % beträgt und auch hier nur, weil eben die Potgröße mit der das Cap erreicht wird sich verändert hat (bei einem Pot von z.B. € 750 wurde früher genauso viel Rake wie jetzt genommen). Die Anzahl der Pots die diese Höhe erreichen liegt nicht einmal im Promillebereich!

Im Durchschnitt ist ein Pot im Cashgame zwischen € 30 und € 150 groß. Hier wird jetzt im Bereich von € 71 bis € 100 ein Euro mehr verlangt als früher. Dies entspricht einer Erhöhung von 6,5 % welche durchaus im Rahmen der Teuerung der letzten drei Jahre liegt.

Hochgepokert:
Ein Euro kostet es neu wenn Pots ohne Flop ab 16€ entschieden werden. Weltweit ist dies eher die Ausnahme. Verbaut sich hier die Concord Gruppe nicht den europäischen Marktführerstatus für faires Poker?

Jonathan Luetkenhorst:
Ein Pot der Preflop entschieden wird hat eben auch Zeit in Anspruch genommen, aus diesem Grund wird ab einer gewissen Potgröße ab sofort ein Euro Rake genommen.
Ich habe keine Vergleichswerte wo weltweit vor dem Flop Rake genommen wird und wo nicht. Allerdings ist diese Praxis auch in der unumstrittenen Pokerhauptstadt der Welt (Los Angeles) üblich. Dort laufen abends hunderte Cashgametische und unabhängig von der Potgröße (auch wenn die Blinds choppen!) wird ohne Flop ein Dollar Rake genommen; teilweise auch 1 Dollar Jackpot (z.B. Commerce Casino).

Hochgepokert:
Die Dealer haben ja nichts von dieser Regelung und leben weiterhin vom Trinkgeld. Wie sieht mit der neuen Regelung eine Empfehlung der Concord Gruppe an regelmässige Spieler aus, wieviel man da den Dealer tippen soll?

Jonathan Luetkenhorst:
Wie schon erwähnt bewegt sich die Erhöhung durchaus im Rahmen der Inflation. Somit sollte jeder Spieler weiterhin die Leistung der Dealer honorieren, denn sie leisten auch weiterhin dieselbe Arbeit!

Hochgepokert:
Was kann einem Spieler in Österreich passieren, wenn er in einem Betrieb ohne Bewilligung einem Glückspiel mit Casinopflichtiger Lizenz nachgeht? Kann er von der Polizei verhört, sein Geld welches er auf sich trägt beschlagnahmt, bzw. verhaftet werden?

Jonathan Luetkenhorst:
Nein, die Gäste unseres Hauses haben nichts zu befürchten!

Hochgepokert:
Vielen Dank für das Gespräch

Jonathan Luetkenhorst:
Gerne.

 

Cheers

Martin Bertschi

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