PCA: Zoom Challenge steht hart in der Kritik

Das 10-jährige Jubiläum des PokerStars Carribean Adventure war ein voller Erfolg. Doch jetzt kamen einige Ungereimtheiten bei der erstmalig ausgeführten Zoom Challenge ans Tageslicht.

Was war passiert? Die Zoom Challenge war ein kleines, actionreiches Event, das zum einen für den Funfaktor sorgen sollte und zum anderen auch für Promo Zwecke angeboten wurde. Die Regeln waren recht simpel. Für $1.025 war man mit von der Partie und man erhielt einen iPad, auf dem man auf PokerStars im regulären „Zoom“ Playmoney-Cash Game Bereich mitspielte. Man erhielt 20.000 Chips und Rebuys waren unlimited. Nach 12 Minuten war die Challenge vorbei und der Spieler, der am Ende die meisten Chips erspielte, stand als Gewinner fest. 

Das Problem, dass sich im Laufe der vier Tage entwickelte: Zu Beginn nahmen nur sehr wenige Spieler teil, weil jeder natürlich erst am Ende spielen wollte. Denn man verschaffte sich einen kleinen Vorteil, zu wissen, welchen Chipcount man schlagen muss. So kam es am letzten Tag der Challenge zu einer zu großen Nachfrage, sodass anstatt nur ein Spieler, bis zu fünf Spieler gleichzeitig an der Challenge teilnahmen. Und dadurch war Chipdumping vorprogrammiert. Denn jeder ging einfach nur All-In, um sich zunächst eine gute Ausgangposition zu schaffen. Bestes Beispiel ist PartyPoker Pro Marvin Rettenmaier, der vor laufender Kamera einen gewaltigen Stack vor sich stehen hatte. In der letzten Minute der Spielzeit pushte er All-In und sein Gegenspieler, der rechts neben ihm saß, hatte einen ebenfalls so großen Stack. Hätte dieser gecallt, dann wäre einer von Beiden als Sieger aus der Challenge gegangen. Eventuell hätte man hier noch einen Deal vereinbaren können. Doch der Gegenspieler foldete, da er dachte, dass Rettenmaier eine starke Hand hielt. Seht am besten selbst (ab 21:01):

Natürlich darf man Marvin Rettenmaier hier keinen Vorwurf machen, denn schließlich wurde die Challenge so von PokerStars genehmigt. Im Nachhinein beschwerten sich allerdings einige Spieler über den Ablauf der Challenge. So kam es, dass sich betroffene Spieler wie Andrew Chen und Mike McDonald gemeinsam mit PokerStars trafen, um über das Problem zu sprechen und um eine angemessene Lösung zu finden. Wie sich herausstellte, nahmen alle Spieler, die sich im Preisgeld befanden, mit mehreren Spielern gleichzeitig an der Challenge teil. Einzig der Gewinner David Williams erspielte sich seinen Stack fair.

Lee Jones von PokerStars auf 2+2: „Hi folks – Just so everybody knows: Timex, Andrew Chen and I had a long hallway talk about this situation at the PCA on Monday. I thought it was a productive and intelligent conversation (they’re welcome to give their comments about it). We are discussing the situation internally and I promised Mike and Andrew that I would get back to them, no matter what we decided. Regards, Lee

Hier der gesamte 2+2 Threat, in dem auch die Entscheidung verkündet werden soll, wie schlussendlich entschieden wird. Hochgepokert.com wird euch auf dem Laufenden halten. 

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