Hertha BSC Berlin verstößt nicht gegen den Glücksspielstaatsvertrag

Hertha BSC Berlin soll illegal für den Sportwetten-Anbieter Cashpoint geworben haben, Hochgepokert.com berichtete. Jetzt das vorläufige Ergebnis: Das Verfahren gegen Hertha und sein Sportwetten-Sponsor Cashpoint wird wohl eingestellt.

Das Landeskriminalamt hatte im September 2012 ein Ermittlungsverfahren gegen den 2. Liga Club Hertha BSC Berlin eingeleitet. Der momentan Zweitplatzierte der 2. Fußball Bundesliga soll für den Sportwetten-Anbieter Cashpoint geworben haben – illegal! Denn Cashpoint habe nach dem neuen Glücksspielstaatsvertrag keine Lizenz in Deutschland und somit sei das Werben für illegale Angebote strafbar. Bestätigt wurde dies von den zuständigen Behörden in Berlin.

Herthas Geschäftsführer Ingo Schiller sagte damals: „Bei diesem Thema herrscht eine große rechtliche Unsicherheit. Das betrifft viele Vereine und Wettanbieter.“ So hat unter anderem der THW Kiel eine Partnerschaft mit bwin-party, Bayer Leverkusen mit betfair oder der VFB Lübeck mit PokerStars.de. Diese Anbieter (auch Cashpoint) haben allerdings durch das gesonderte Glücksspielgesetz in Schleswig-Holstein vor wenigen Wochen eine Lizenz erhalten.

Das Strafverfahren gegen Hertha BSC Berlin wegen Werbung für unerlaubtes Glücksspiel steht nun vor dem Ende. Laut bz-berlin.de wird das Verfahren aufgrund der aktuellen Rechtslage sehr wahrscheinlich eingestellt.

Cashpoint-Geschäftsführer Michael Wondra: „Wir sind nach wie vor der Meinung, dass hier offensichtlich politische Spielchen auf dem Rücken des Vereins und seiner vielen tausenden Fans ausgetragen werden.“ 

Lest zu diesem Thema auch: Interview mit Hans-Jörn Arp; Erste Lizenzen in Schleswig-Holstein; PokerStars.de erhält Lizenz

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